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Gare de l’Est

Der Gare de l’Est (dt.: Paris Ostbahnhof) ist einer der sechs großen Kopfbahnhöfe von Paris. Er befindet sich im 10. Arrondissement, unweit des Gare du Nord (Paris Nordbahnhof). Mit 34 Mio. Passagieren pro Jahr (93.000 pro Tag) ist er der fünftgrößte Pariser Bahnhof.

Geschichte

Der Gare de l’Est wurde 1849 durch die Compagnie du chemin de fer de Paris à Strasbourg unter dem Namen „Embarcardère de Strasbourg“ (dt. Straßburger Ankunftsstelle) eröffnet. Nach der ersten aus einer Reihe von Vergrößerungen, welche durch die Eröffnung einer neuen Linie nach Mulhouse im Süd-Elsaß durch die in Compagnie de l’Est umbenannte Betreibergesellschaft notwendig geworden war, erhielt er 1854 seinen heutigen Namen.

In den Jahren 1885, 1900 und 1931 erfuhr er wichtige Umbauarbeiten.

Am 4. Oktober 1883 war der Gare de l’Est Schauplatz der Abfahrt des ersten Orient-Express mit dem Ziel Konstantinopel.

Verkehr

Am Gare de l’Est verkehren sowohl internationale Züge (mit Zielen in Luxemburg, Süddeutschland, der Schweiz und Österreich), als auch nationale Fernverkehrszüge, die die östlichen Regionen Frankreichs (Champagne-Ardenne, Lothringen und das Elsass) mit Paris verbinden. Außerdem stellt der Bahnhof die Endstelle des Regionalzuges TER Champagne-Ardenne dar.

Seit 2007 verbindet der TGV Est européen (auch bekannt als TGV Est) den Gare de l’Est mit Straßburg, Karlsruhe, Stuttgart und München, außerdem mit Metz, Mülhausen, Basel und Zürich, sowie der ICE mit Saarbrücken und Frankfurt am Main.

Neben den Zügen der französischen Bahngesellschaft SNCF, der Deutschen Bahn und Lyria verkehren auch drei Linien der Pariser Métro am Gare de l’Est. Das sind die Linien 4, 5 und 7, welche von der RATP betrieben werden.

 Commons: Gare de l'Est – Bilder, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 48° 52′ 37″ N, 2° 21′ 33″ O