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Verkieselung

Verkieselung, auch Silifizierung genannt, ist die Ausfüllung von Porenräumen durch Siliziumdioxid (SiO2) sowie die Umwandlung von Gestein unter Zufuhr (Metasomatose) von SiO2 in gelöster Form.[1] Natürlich stattfindende Verkieselung ist nicht nur auf Gesteine (Kieselgestein) beschränkt, sondern kann auch Gewebe wie Holz betreffen.

Entscheidend für den Prozess ist das Vorhandensein von gelöster Kieselsäure im Kluft- oder Porenwasser, eine Wegsamkeit für die mineralischen Lösungen sowie die chemischen Bedingungen am Ort der Verkieselung.

In der Umgebung SiO2-reicher Tiefseesedimente wie Radiolarite findet die Verkieselung in großem Umfang in Sedimenten und Gesteinen des Meeresbodens statt. Dort ist im Allgemeinen eine abgestufte Änderung des pH-Werts der Porenwässer ausgebildet, die zur Lösung von SiO2 und zur Wieder-Ausfällung an Orten mit geeignetem ph-Wert führt. Ein weit verbreitetes Produkt derartiger Vorgänge ist der Feuerstein.

Weitere typische Umgebungen, in denen ebenfalls Verkieselungsprozesse stattfinden, sind Bereiche mit alkalinem Vulkanismus oder Thermalquellen wie denen des Yellowstone-Nationalparks. Verkieselte Böden werden als Silcreten bezeichnet.

Die Ausfüllung von Porenräumen durch Wasserglas spielt bei der Bauwerksabdichtung gegen aufsteigende Nässe eine Rolle und wird ebenfalls als Verkieselung bezeichnet.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Hans Murawski: Geologisches Wörterbuch. Ferd. Emke Verlag Stuttgart, 11. Auflage 2004, 262 S., ISBN 978-3-827-41445-8