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Sonnjoch

Sonnjoch

Das Sonnjoch von Pertisau aus gesehen

Höhe 2.457 m ü. A.
Lage Tirol, Österreich
Gebirge Karwendel (Sonnjochgruppe)
Geographische Lage 47° 24′ 45″ N, 11° 36′ 23″ OKoordinaten: 47° 24′ 45″ N, 11° 36′ 23″ O
DEC
Erstbesteigung M.V. Lipold, 1843
Normalweg Bergwanderung

Das Sonnjoch ist ein lohnender 2.457 m hoher Aussichtsgipfel im östlichen Karwendelgebirge und Hauptberg der gleichnamigen Sonnjochgruppe.

Inhaltsverzeichnis

Lage und Umgebung

Das Sonnjoch ist ein freistehender, markanter Berg, der eingebettet zwischen dem Engtal im Westen und dem Falzthurntal im Osten liegt. Im Süden ist er durch den Binssattel von der Lamsenspitze getrennt, im Norden scheidet ihn der steile Abbruch zum Bärenlahnersattel von der Schaufelspitze. Er ist der Hauptgipfel der nach ihm benannten Sonnjochgruppe. Von seinem Gipfel lässt sich der gesamte Karwendelhauptkamm bis zur Birkkarspitze überblicken und nach Nordosten hin sieht man durch das über 1200 Meter tieferliegende Falzthurntal auf den Achensee und das dahinterliegende Rofangebirge. Bei guter Fernsicht ist außerdem der komplette Hauptkamm der Ostalpen zu sehen, vom Großglockner bis zu den Stubaier Alpen. Während seine Südseite relativ gemächlich ansteigt, fällt das Sonnjoch in alle anderen Richtungen steil bis senkrecht ab.

Besteigungsmöglichkeiten

Das Sonnjoch zählt zu den beliebtesten Gipfeln des Karwendels, vor allem wegen seiner guten Aussicht und seines nicht allzu schweren Aufstiegs. Der gut ausgeschilderte Normalweg auf das Sonnjoch führt von der Gramaialm (1261m) am Ende des Falzthurntals durch ein Bachtal nach Westen zur höher gelegenen Alm des Gramaialmhochlegers. Von dort geht es zunächst über Wiesen und Latschenwald nach Norden zum Südwest-Rücken des Sonnjochs und von dort am breiten und steinigen Kamm entlang nordostwärts bis zum Gipfel. Der Aufstieg dauert etwa 3,5 Stunden, für den Abstieg sind etwa 2 Stunden einzuplanen. Man kann diesen Weg auch von der Eng aus begehen, wobei man hier über den Binssattel zum Gramaialmhochleger gelangt.
Alternativ lässt sich das Sonnjoch auch über einen luftigen Pfad (I) über das Bärenlahnerkar ersteigen, wobei hier die Anforderungen an Schwindelfreiheit, Trittsicherheit und alpine Erfahrung schon bedeutend größer sind als auf dem Normalweg.

Literatur