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Diskussion:Poetologie

Löschdiskussion vom 13.09. zwecks Überarbeitung hierher kopiert

ein Synonym, das sich zudem selbst erklärt, ist enzyklopädisch überflüssig. --Wst 13:38, 13. Sep 2005 (CEST)

der Autor schreibt ja selbst dass der Begriff kazum gebräuchlich ist. So what ?? --> löschen Andreas König 18:56, 13. Sep 2005 (CEST)
Poetologie ist ein Meta-Konzept, das steht dort auch, nämlich die Logik der Poetik. Lest ihr auch oder quakt ihr nur? behalten Siebenundzwanzig 01:51, 14. Sep 2005 (CEST)

Behalten, weil es eben kein selbst erklärendes Synonym ist. Poetologie ist die Wissenschaft der Poetiken und wird fälschlicherweise gelegentlich mit Poetik gleichgesetzt. Ich habe den ersten Absatz des Artikels abgeändert, für den weiteren Ausbau gehört ein Literaturwissenschaftler ran. Der LA sollte raus und statt dessen ein Stub rein. --ercas 02:48, 14. Sep 2005 (CEST)

Nach der Korrektur ist klar, dass es eben kein Synonym zu Poetik ist. Selbsterklärend finde ich den Begriff nicht, "Poetologie" könnte alles möglich sein. Somit entfällt der Löschgrund und der Artikel sollte behalten werden. Auch wenn da natürlich noch vieles fehlt. --jpp ?! 10:22, 14. Sep 2005 (CEST)

[...] Als Teil der Literaturwissenschaft ist Poetologie die Wissenschaft von den Poetiken, den Lehren der Dichtkunst in Lyrik und Prosa. Das Adjektiv ‘poetologisch’ bezieht sich also auf ‘Poetologie’ und auf ‘Poetik’, während ‘poetisch’ eher dichterische Kraft und Stimmung meint [...]

Aus: Jürgen Peper, Ästhetisierung als Aufklärung (Berlin 2002)

http://www.fu-berlin.de/jfki/research/Intpep.pdf

Wenn man allerdings von der Poetologie eines Werkes spricht, dann wird damit tatsächlich ein dem Text zugrundeliegendes ‚poetologisches’ Konzept bezeichnet. Man kann auch von der Poetologie eines Autors sprechen, welches dann Reihenübergreifend gemeint ist und ein allen Werken des Autors zugrundeliegendes Konzept bezeichnet.

Tatsächlich wird der Begriff, wenn auch hier als 'fälschlicherweise' tituliert, synonym mit dem Begriff Poetik verwendet. Die Poetik ist ja ein poetisches Konzept das einem Werk innewohnt und muß daher nicht der klassischen Dichtkunst um Sinne von sich reimenden Gedichten folgen.

Der Begriff ist nicht 'kaum gebräuchlich', das wurde nie gesagt. Er ist nur nicht in Standardlexika verzeichnet und daher kaum in ihnen anzutreffen.

Ich schlage daher vor den Artikel zu behalten und zur Bearbeitung zu stellen.

Gruß, SPostulka



Nachtrag: Das hier ist auch eine gute Erklärung. Trotzdem wird auch hier der Unterschied zwischen Poetik und Poetologie nicht ganz klar...wer den ganzen Text liest wird das auch bemerken.

"Poetik; Aufgaben und Möglichkeiten der Poetologie"

Wer in eine Gaststätte geht und ein Bier bestellt, erörtert vor sich selbst und dem Kellner im Allgemeinen nicht die diesen Handlungen zugrunde liegenden Normen und Werte. Soziologen könnten diese zweifelsohne rekonstruieren: Ob Grand Café oder Eckkneipe, ob Wein oder Bier, ob Weizenbier oder Pils, ob Jever oder Bitburger, all diese Alternativen geben Aufschlüsse über einen bestimmten Lebensstil und damit über Normen und Werte. In der Literatur ist das ähnlich. Die Gruppe der Texte, die ein bestimmter Kritiker positiv oder negativ rezensiert, das Werk eines Autors, die Lektürevorlieben eines Lesers, all dies weist Gemeinsamkeiten auf, die auf bestimmte mehr oder weniger explizite literarische Normen und Werte zurückgeführt werden können.

[...]

Die literarischen Vorstellungen, Normen und Werte von Autoren, Kritikern und Lesern erschöpfen sich dabei nicht im Individuellen, sondern weisen Muster auf, die von der Literaturwissenschaft herauspräpariert werden können. Das ist eine zentrale Aufgabe der Poetologie. [...]

(aus: Rainer Grübel / Ralf Grüttemeier / Helmut Lethen, Orientierung Literaturwissenschaft: Was sie kann, was sie will, Reinbek: Rowohlt, 2001, 100-109)

Aus: http://latina.phil2.uni-freiburg.de/hausmann/reiser/archiv/ss03/poetik.pdf

Gruß, SPostulka


wegen des Arguments der Verbreitung vorerst behalten, aber mit überarbeiten-Baustein versehen... --Aristeides Ξ 10:41, 20. Sep 2005 (CEST)

Artikel behalten!

Ich habe im Reallexikon der deutschen Literaturwissenschaft nachgesehen (Hg. Klaus Weimar, Ausgabe von 2003). Darin wurde zwar "Poetologie" nicht als eigenes Lemma angeführt. Unter Poetik konnte man aber nachlesen, das es im allgemeinen Sprachgebrauch als Synonym zu Poetik verwendet wird, wollen Literaturwissenschaftler aber genau sein, so bezeichnen sie mit "Poetologie" all jene Prinzipien, Grundsätze und Regeln, welche einem konkreten Text Poetizität verleihen. Wird ein Text poetologisch untersucht, so wird genau das herausgearbeitet. Ein Gedicht oder ein anderer literarischer Text kann auf einer Metaebene selbst poetologisch sein, wenn er sich unter diesen Gesichtspunkten selbst reflektiert.

Mit "Poetiken" dagegen werden speziell explizite Regelwerke bezeichnet, welche allgemeine Regeln für die Dichtkunst aufstellen, wie zum Beispiel Boileau, welcher in der "Art poétique" in Form eines Gedichtes Regeln der Dichtkunst für die französische Klassik aufstellt, oder die Poetik des Aristoteles.

Ich hoffe, die Info kann etwas zur Klärung des Sachverhaltes beitragen..;-).

Gruß, Laliari