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Deutsches Reichssportabzeichen

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Das Deutsche Reichssportabzeichen war eine in der Zeit des Nationalsozialismus vergebene Auszeichnung im Breitensport.

Nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten erfolgte eine Adaption des bisher von den Sportverbänden verliehenen Sportabzeichens, um dem Gedanken der nationalsozialistischen Ideologie auch im Sport größere Verbreitung zu verschaffen.

Dazu verlieh der Deutsche Reichsbund für Leibesübungen als öffentliche Anerkennung für vielseitige Leistungen auf dem Gebiet der Leibesübungen das "Deutsche Reichs-Sport-Abzeichen".

Das Deutsche Reichs-Sport-Abzeichen forderte eine "fünffache Gutleistung, es ist eine Leistungsprüfung auf Herz- und Lungenkraft, auf Spannkraft, auf den Besitz von Körperfertigkeit, Schnelligkeit und Ausdauer".

Zweck des Deutschen Reichs-Sport-Abzeichens war es, Anreiz zu schaffen

Das Deutsche Reichs-Sport-Abzeichen wurde in drei Klassen, in Bronze, Silber(versilbert) und Gold(vergoldet) verliehen.

Das Zeichen in Bronze erwarben Bewerber, die nach Vollendung des 18. Lebensjahres die fünf geforderten Leistungen innerhalb von 12 Monaten erfüllten. Das Zeichen in Silber erwarb,

Das Zeichen in Gold erwirbt,

Die Auszeichnung konnte jeder unbescholtene Deutsche erwerben, der

Die Bedingungen waren innerhalb der fünf Gruppen differenziert, um örtlichen Bedingungen zu entsprechen und den differenzierten Fähigkeiten der einzelnen Bewerber weitmöglichst entgegenzukommen, ohne das formulierte Prüfungsziel aus den Augen zu verlieren.

Inhaltsverzeichnis

Geforderte Leistungen

Gruppe 1

Gruppe 2

Gruppe 3

Gruppe 4

auf Renn- oder Tourenschlittschuhen 3 Minuten 40 Sekunden (sogenannte Holländer oder Friesen)
auf gewöhnlichen Schlittschuhen, einschließlich Hockey-Schlittschuhen: 4 Minuten
Scheibengewehr auf Standscheibe 175 m (20kreisige Ringscheibe) 235 Ringe oder
Wehrmanngewehr, Scheibe: Lorenzsche Figuren, Wehrmann-Gewehrscheibe (20kreisige Ringscheibe), Entfernung 175 m, 5 Schuss stehend freihändig, 5 Schuss kniend oder sitzend freihändig, 5 Schuss liegend freihändig - 210 Ringe oder
Pistole 50 m (20kreisige Ringscheibe) - 215 Ringe nach den Ausführungsbestimmungen des Deutschen Schützenbundes.

Gruppe 5

auf Renn- oder Tourenschlittschuhen 27 Minuten (sogenannte Holländer oder Friesen)
auf gewöhnlichen Schlittschuhen (einschließlich Hockey-Schlittschuhen) 30 Minuten
20 000 m Landstraße in 45 Minuten;
20 000 m Radrennbahn in 40 Minuten
  • in einem Gigvierer nach Art A oder in einer Seegig (Vierer) = 11 km
  • in einem Gigvierer nach Art B = 12 km

Für fließendes Wasser gelten dieselben Bestimmungen, wenn die Hälfte der Strecke stromauf, die andere Hälfte stromab durchrudert wird. Wird auf fließenden Gewässern nur stromab gerudert, so ist von dem PrüfungsausSchuss eine Formel aufzustellen, bei welcher die Durchschnittsgeschwindigkeit des Stromes Berücksichtigung finden muss

15 km Waldweg (nicht breiter als 1 m bis 1,20 m)
3 km im Gelände (Ödland oder Stoppelfeld)
3 Steigungen von mindestens 25 % auf Wald- oder Landweg
Überwinden von zwei trockenen Gräben von mindestens 1 m Tiefe und 4 m Breite
Fahren eines schmalen Waldweges von höchstens 50 cm Breite und mindestens 100 m Länge
Die Höchstzeit von 85 Minuten darf nicht überschritten werden. Zur Verwendung dürfen nur serienmäßig hergestellte Maschinen gelangen.

Erwerb des Abzeichens

Wer die Absicht hatte, sich um die Auszeichnung zu bewerben, hatte sich bei einem der D.R.V. angeschlossenen Verein, oder einer Ortsgruppe des D.R.V., der Hochschule, der Schule, der Schutzpolizei oder einem Truppenteil der Reichswehr anzumelden. Die zum Nachweis der bestandenen Prüfungen benötigten Urkundenhefte kosteten 1 RM (und Porto). Im Urkundenheft wurde dann das Lichtbild eingeklebt, mit persönlicher Unterschrift versehen und durch den Verein, die Ortsgruppe, die Schule oder eine amtliche Stelle beglaubigt.

Der Bewerber hatte sich dann jeweils bei der Stelle zur Prüfung anzumelden, welche die in Aussicht genommene Leistung beaufsichtigen sollte. Die Verbände gaben die Termine und Arten der Prüfungen öffentlich bekannt und richteten darüber hinaus besondere Anmeldestellen ein, die den Bewerber von Ort und Stunde der angesetzten Prüfung benachrichtigten.

In den Jahren von 1912 bis 1936 sind insgesamt 578.940 Reichssportabzeichen verliehen worden. 1.996 Frauen und 9.661 Männer erwarben das Abzeichen in Gold, 6.556 Frauen und 21.263 Männer erfüllten die Anforderungen für das silberne Abzeichen, und 55.641 Frauen und 473.823 Männer schafften die Übungen für das Abzeichen in Bronze. Im Jahr 1937 wurden insgesamt 101.726 Reichssportabzeichen verliehen: 88.845 in Bronze (8.190 an Frauen und 80.755 an Männer), 10.229 in Silber (1.769 an Frauen und 8.460 an Männer) sowie 2.52 in Gold (507 an Frauen und 2.045 an Männer). Im selben Jahr erhielten 29.644 Jungen und 14.274 Mädchen (insgesamt 43.918) das Reichssportjugendabzeichen.

Literatur