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Sim-Jü

Der Simon-Juda-Markt in Werne, seit langem von den Einwohnern, Händlern und auswärtigen Besuchern nur Sim-Jü genannt, zählt nachweislich zu den ältesten und größten Volksfesten Westfalens.

Geschichte

Bereits im Jahre 1362 gewährte Bischof Adolf von Münster seiner Grenzfeste Werne das Recht, zu Simon und Juda (28. Oktober) einen freien Markt zu halten. Ursprünglich für den Handel der bäuerlichen Bevölkerung, für Handwerker und Kaufleute gedacht, zog der neue Markt schnell auch Spielleute und Gaukler, die frühen Schausteller, an. Ab 1608 wurde auch ein bereits vorher bestehender Viehmarkt angegliedert.

Mit jährlich bis zu vierhunderttausend Besuchern an den insgesamt vier Veranstaltungstagen gilt Sim-Jü heute als eine der bedeutenden Innenstadt-Kirmessen in Deutschland und als das größte Volksfest an der Lippe.

Bebaut werden jährlich folgende Plätze der Innenstadt: Hagen, Marktplatz, Kurt-Schumacher-Platz, Parkplatz Kurt-Schumacher-Straße und die entsprechenden Verbindungsstraßen.

Es sind heutzutage bis zu 250 Schaustellerunternehmen, darunter bis zu 40 Fahrgeschäfte, präsent.

Programmablauf

Jeweils um den vierten Sonntag im Oktober dreht sich von Samstag bis Dienstag in Werne alles um Sim-Jü. Mit dem Hissen der historischen Freifahne auf dem Werner Marktplatz beginnt jeweils samstags um 14:00 Uhr die „fünfte Jahreszeit“.

Der Sonntag selbst ist dabei verkaufsoffen. Am Kirmes-Montag findet traditionell ein großes Brillant-Feuerwerk statt. An den Ursprung des Simon-Juda-Marktes erinnert der abschließende Dienstag mit seinem "Kram- und Viehmarkt". Um die 200 "Fliegende Händler" sowie -zigtausende Besucher beleben dann die Innenstadt mit zusätzlichem geschäftigem Treiben.