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Diskussion:Jesus von Texas

"Nach seiner Wahl zum nächsten Todeskandidaten, schafft es Vernon mit seinen letzten Anrufen, eine äußerst glückliche Ereignisskette in Gang zu setzen, die für ein echtes Happy End sorgt."
Da kann man aber trefflich darüber diskutieren, ob es sich hier um ein Happy End im herkömlichen Sinne handelt. Die sehr skurrilen Ereignisse, die zur Begnadigung führen und die Art ihrer Schilderung sprechen doch stark dafür, daß Vernon zwei Träume am Ende des Buchs hat und tatsächlich in der Todeszelle hingerichtet wurde. Besonders, daß er am Ende mit der zur schönen Frau gewordenen Ella sich nach Mexiko absetzt, ist doch eine klassische Männerphantasie, die tausendfach im amerikanischen Film reproduziert wurde - worüber der Autor sich ja auch lustig macht, indem er Vernon im ganzen Buch immer wieder diesen Traum träumen läßt. Mich erinnert das Ende ein wenig an das des Films "Brazil": die Hauptfigur entkommt nur in ihrer Fantasie den staatlichen Kontrollorganen - in einem gewissen Sinne kann man das freilich auch als ein Happy End bezeichnen. --George Kaplan 13:03, 21. Sep 2006 (CEST)