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Neustadter Winzerfestzug

Der Neustadter Winzerfestzug findet alljährlich im Oktober in der pfälzischen Stadt Neustadt an der Weinstraße statt. Er ist Ursprung des Deutschen Weinlesefestes und gilt – an dessen zweitem Festsonntag – auch als der Höhepunkt.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Anlässlich einer Erntedankfeier wurde im Jahre 1909 von Neustadter Winzern erstmals ein Festzug veranstaltet. Ab 1949 wurde dann der Umzug mit der in diesem Jahre neu geschaffenen Wahl der Deutschen Weinkönigin verbunden. Weil Neustadt damals (und bis zum Jahre 2000) Sitz der Bezirksregierung Pfalz, ab 1969 Rheinhessen-Pfalz, war, strahlte das so entstandene Deutsche Weinlesefest immer weiter aus und erlangte schließlich dank der Massenmedien bundesweite Bekanntheit. In den 1960er Jahren kam ein Weindorf auf dem Bahnhofsvorplatz hinzu, die Haiselscher (pfälzisch für Häuschen).

Bedeutung

Mit über 150 Zugnummern – z. B. Festwagen, Musikkapellen sowie Brauchtumsgruppen – und rund 200.000 Zuschauern (2006[1] und 2007[2]) ist der Neustadter Winzerfestzug die größte derartige Veranstaltung der Welt. Der Offene Kanal Neustadt/Weinstraße überträgt den Umzug live von der Zugstrecke, das Südwest-Fernsehen sendet jeweils abends die Aufzeichnung.

Optische Blickfänge sind die Prunkwagen der Deutschen und der Pfälzischen Weinkönigin. Diese beiden Repräsentantinnen des deutschen und des pfälzischen Weins werden im Verlauf des Weinlesefestes jeweils neu gewählt.

Einzelnachweise

  1. Die Rheinpfalz, Ludwigshafen, 9. Oktober 2006
  2. Südwestrundfunk, Bericht auf der Website, 14. Oktober 2007
 Commons: Neustadter Winzerfestzug – Bilder, Videos und Audiodateien