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Paul Haenlein

Paul Haenlein (* 17. Oktober 1835 in Mainz, † 27. Januar 1905 in Mainz) war ein deutscher Flugpionier.

Seine Familie gehörte zu den Citoyens notables, jenen Honoratioren, die in der Mainzer Wirtschaft, Verwaltung und Kultur den Ton angaben. Zusammen mit den „Höchstbesteuerten“ - also den Kertells, Lauteren oder Mappes - erhielten sie Rederecht in den wichtigsten kommunalen Gremien des frühen 19. Jahrhunderts.

Haenlein erhielt eine Ausbildung zum Maschinenbauer und Modellschreiner und absolvierte ein Studium an der Technischen Hochschule in Karlsruhe. Danach arbeitete er als Diplomingenieur für verschiedene europäische Maschinenfabriken. Er war der erste, der einen Verbrennungsmotor zum Antrieb eines Luftschiffes einsetzte. Dieser Lenoirsche Gasmotor wurde mit Wasserstoff aus dem Ballon betrieben. Durch den Verbrauch des Wasserstoffes wurde aber der Auftrieb geringer, so dass die Reichweite des Luftschiffes stark eingeschränkt war.

1865 wurde der Gasmotor für den Luftschiffeinsatz durch den Mainzer Ingenieur patentiert. Die Erprobung eines 50 m langen Luftschiffes mit einem solchen Motor fand am 13. Dezember 1872 in Brünn statt. Der eingesetzte Vierzylinder-Boxermotor lieferte bei einer Masse von 233 kg und einem Hubraum von 19,2 l eine Dauerleistung von 2,7 kW. Das Luftschiff erreichte 19 km/h. Die Versuche wurden jedoch aus Geldmangel abgebrochen.

Literatur


Personendaten
Haenlein, Paul
deutscher Flugpionier
17. Oktober 1835
Mainz
27. Januar 1905
Mainz