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Bioskop

Als Bioskop bezeichnet man einen Projektionsapparat der Brüder Skladanowsky, der 50-mm-Film mit zwei Filmschleifen verwendete. Die erste Vorführung fand am 1. November 1895 im Anschluss an das Programm des Varieté Wintergarten in Berlin statt.

Den Brüdern Skladanowsky gelang es nicht, Bilderfolgen in gleichmäßigem Abstand aufzuzeichnen. Hauptsächlich lag das an der fehlenden Perforation ihres 50-mm-Films. Daher fotografierten sie die einzelnen Bilder ihrer "Film-Sequenzen" Bild für Bild, und montierten diese dann abwechselnd auf 2 Filmschleifen - die Ungeraden (1.Bild,3.,5.,7.) auf die eine und die Geraden (2.Bild,4.,6.) auf die andere Spule. Diese Filmsequenzen wurden zu Endlosschleifen zusammengeklebt und schließlich von Hand mit einer Nietenzange perforiert. Das Bioskop selbst bestand aus zwei zusammengeschraubten Projektoren, die abwechselnd Bilder (immer ein gerades und ein ungerades nacheinander) auf dieselbe Leinwand projizierten.

Diese Prozedur war auf das Abspielen von maximal 20 Bildern beschränkt und setzte sich aus nachvollziehbaren Gründen nicht gegen das 35-mm-Filmverfahren der Brüder Lumiere durch.


Siehe auch: Filmprojektor, Chronofotografie, Cinématographe, Kinematograph