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Kurt Fichtner

Kurt Fichtner (* 16. August 1916 in Breslau; † 11. Oktober 2003) war stellvertretender Vorsitzender des Ministerrates und Minister für Erzbergbau und Metallurgie der DDR.

Fichtner absolvierte 1932-1935 eine Ausbildung zum Kaufmann und war bis 1954 kaufmänischer Angestellter in Breslau und Essen. 1939-1940 war er Angehöriger der Wehrmacht und wurde 1945 zum Volkssturm eingezogen.

Fichtner trat 1945 der KPD/SED bei. Er war 1946 Redakteur der "Sächsischen Volkszeitung", bis 1948 Abteilungsleiter in der Landesregierung Sachsens, bis 1950 Geschäftsführer der Deutschen Handelsgesellschaft in Berlin und bis 1954 Leiter des VEB Leichtmetallwerk Rackwitz.

Ab 1954 war er zunächst Hauptverwaltungsleiter, dann Sektorenleiter und schließlich stellvertretender Minister für Bergbau und Hüttenwesen. 1964-1966 war er Vorsitzender des Volkswirtschaftsrates. 1963 promovierte er an der Bergakademie Freiberg zum Dr. rer. oec und besuchte 1963-1964 die Parteihochschule der KPdSU in Moskau.

1966-1967 amtierte Fichtner als Minister für Erzbergbau und Metallurgie, danach war er bis 1974 als stellvertretender Vorsitzender des Ministerrates für Grundfonds- und Investitionspolitik zuständig. 1971-1981 war er Kandidat des Zentralkomitees der SED.

Fichtner erhielt 1976 den Vaterländischen Verdienstorden.


Personendaten
Fichtner, Kurt
Stellvertretender Vorsitzender des Ministerrates und Minister für Erzbergbau und Metallurgie der DDR
16. August 1916
Breslau
11. Oktober 2003