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Jazz-Piano

Der Begriff Jazz-Piano bezeichnet die Rolle des Klaviers im Jazz, insbesondere die im Laufe der Jazzgeschichte entstandenen spezifischen Spiel- und Satztechniken.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Das Klavier spielte in der Geschichte des Jazz von Beginn an eine wichtige Rolle.

Eigenständige Spielweisen entwickelten sich ab etwa 1890, ausgehend von den USA. Entweder ersetzte das Klavier eine komplette Band (Ragtime, Boogie Woogie), oder es übernahm als Harmonie- und Impulsgeber die Führung in der Rhythmusgruppe (Swing, Bebop). Mit den E-Pianos wie Clavinet und Fender Rhodes, mit den Synthesizern und anderen Keyboards erweiterte sich das Klangbild (der Sound).

Folgende Jazz-Pianisten erwiesen sich als stilbildend:

Bekannte Jazz-Piano-Interpreten sind hier aufgelistet

Praxis

Im Solospiel fallen den Händen meist sehr unterschiedliche Rollen zu. Die linke Hand übernimmt

Die rechte Hand übernimmt

Selbstverständlich können die Hände die Rollen tauschen oder aber ihre Kräfte vereinen; so können sie die Melodielinie gemeinsam in vollen Akkorden spielen („Block Voicings“).

Jazz-Piano-Spiel im Ensemble verlangt, eine jeweils angemessene, gegebenenfalls sparsame Auswahl aus diesen Möglichkeiten zu treffen. Wie Bass und Schlagzeug gehört das Klavier zur Rhythmusgruppe.

Kennzeichnend für das Jazz-Piano ist auch eine typische Tongebung. Im Vergleich zum klassischen Klavierspiel fallen folgende Besonderheiten auf:

Alle weiteren Besonderheiten betreffen den Jazz insgesamt, so das spezifische „Timing“. Jazz-Piano ist stilistisch so vielfältig wie der Jazz überhaupt.

Siehe auch

Literatur