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Packard Hawk

Der Packard Hawk war eines von vier Packard-Automobilen, die die Studebaker-Packard Corporation 1958 herstellte. Das ursprüngliche Packard-Werk in Detroit war bereits an Curtiss-Wright vermietet (und wurde ihnen bald verkauft), und die Packard-Modelle waren alle umdekorierte Studebaker-Modelle mit Packard-Firmenschild. Der Packard Hawk war eigentlich ein Studebaker Golden Hawk, der etwas in Form und Ausstattung verändert wurde.

Anstatt des großen, fast senkrecht stehenden Kühlergrills des Studebaker hatte der Packard ein breites, niedriges Fischmaul direkt über dem vorderen Stoßfänger auf die gesamte Fahrzrugbreite. Darüber gab es eine leicht nach vorne abfallende Nase und eine Motorhaube, die an die 1953er-Studebaker erinnerte, aber mit einer Ausbauchung wie beim Golden Hawk. Darunter lag der McCulloch Turbolader, der dem Studebaker-V8 mit 4.735 ccm Hubraum eine Leistung von 275 bhp (202 kW) verlieh. Die Seiten der Heckflossen waren mit metallisierter PET-Folie beklebt die ihnen ein metallisch-goldenes Aussehen verlieh. Eine Reserveradabdeckung (ohne Reserverad darunter!) zierte die Kofferraumklappe. Der Name PACKARD thronte in großen Lettern auf der Frontmaske; hinten war das Packard-Emblem und die Bezeichnung Hawk an Kofferraumklappe und Heckflossen angebracht.

Innen war der Wagen komplett mir Leder ausgeschlagen und hatte die komplette Instrumentierung. Wie bei alten Flugzeugen war außerhalb der Seitenfenster ein gepolsterte Armstütze angebracht, ein seltenes Ausstattungsdetail.

Das Styling des Wagens wurde viel diskutiert und von einigen Journalisten auch als "Staubsauger-Look" beschrieben. Nur 558 Exemplare wurden gebaut, wobei es eine gewisse Rolle gespielt haben mag, dass die Aufgabe der Marke Packard bereits in der Luft lag. Der Hawk war sicherlich der schnellste Packard, der jemals verkauft wurde, da er sich die meisten Komponenten mit dem Studebaker Golden Hawk teilte. Der Wagen kostete 3.995 US-$, etwa 700 US-$ mehr als das Studebaker-Modelle, aber mit luxuriöserer Innenausstattung.

Seine Seltenheit und sein Status als angesehenster der "Packardbaker" der letzten Jahre haben dafür gesorgt, dass der Packard Hawk unter Sammlern sehr gesucht ist. Er erzielt etwa das Doppelte des Preises eines entsprechenden Studebaker, wobei dieser im Vergleich zum dem bekannterer Marken immer noch niedrig ist. Da die Mechanik des Studebaker verwendet wurde, sind mechanische Ersatzteile leichter zu finden als die seltenen Karosserieteile.