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Diskussion:Lola Potok

Ueberarbeiten- / Quellenbaustein

Der Artikel macht sich Einzelheiten aus der romanhaft-reisserischen und in ihrer historischen Brauchbarkeit heftig umstrittenen Darstellung von John Sack, An Eye for an Eye, distanzlos als Tatsachenbauptungen zueigen und fuehrt ausserdem zwei weitere, jeweils von Alfred-Maurice de Zayas (mit-) verantworete Publikationen an, unter denen speziell die bibliographische Angabe "Franz W. Seidler/ Alfred M. de Zayas (Hrsg.), Kriegsverbrechen in Europa und im Nahen Osten im 20. Jahrhundert , (darin Aufsatz von Helga Hirsch), Mittler Verlag, Hamburg Berlin Bonn, 2002, ISBN 3813207021" bezweifeln laesst, ob sie dem Ersteller des Artikels Benutzer:Kilima8 ueberhaupt vorlag. Ganz abgesehen von der mangels praeziser Referenzierungen offenen Frage, ob Hirsch und die zweite Publikation von Zayas ueberhaupt relevante Informationen bieten. Die Quellenlage und -problematik wird auch nicht thematisiert, sondern mit dem pauschalen Hinweis "Ihr Leben recherchierte John Sack" abgehakt.

Die Darstellung hebt dabei auch im Vergleich zu derjenigen von Sack einseitig auf der Intention nach inkriminierende Details ab, unter Verkuerzung etwa der Familiengeschichte (nicht zehn, sondern laut Sack vierzehn ihrer Verwandten wurden ermordet), unter Weglassung etwa der von Sack ausfuehrlich geschilderten und von ihm angeblich durch Zeugenaussagen zuverlaessig bestaetigten "Bekehrung" zu einer menschenwuerdigen Behandlung der Gefangenen in Gleiwitz, unter Bedienung rassistischer u. antisemitischer Vorstellungen ("etwa 50 Aufseher mit überwiegend jüdischer Abstammung", d.h. die "Abstammung" zaehlt, nicht etwa die erst im Nachtrag erwaehnte und durch den Zusatz "und Partisanen" zusaetzlich relativierte persoenliche Erfahrung der "ehemaligen KZ-Häftlinge und Partisanen"; hervorgehoben auch der in USD bezifferte Millionenumsatz ihres spaeteren Unternehmens in den USA, im Einklang mit einschlaegigen rechtslastigen Webseiten, die ebenfalls gerne darauf hinweisen, dass die Juedin Potok nicht nur nie zur Rechenschaft gezogen, sondern in den USA selbstverstaendlich auch zur "Multimillionaerin" wurde). Historischer Kontext zur Einordnung dieser Biographie in andere als antisemitische Koordinaten wird erst recht nicht geboten.

Der Artikel ist in diesem Zustand inakzeptabel, er sollte anhand der Quellen ueberarbeitet, in den einzelnen Aussagen praezise referenziert und unter dem Gesichtspunkt der historischen Verifzierbarkeit formuliert werden. --Otfried Lieberknecht 22:03, 9. Jan. 2008 (CET)