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Royal Ontario Museum

Das Royal Ontario Museum (abgekürzt ROM) ist ein weltberühmtes Museum in Toronto, Ontario, Kanada; es ist das fünftgrößte Museum in Nordamerika.

Das Museum wurde am 16. April 1912 durch die kanadische Provinz Ontario gegründet und am 19. März 1914 eröffnet. Es liegt neben dem Queen's Park und der University of Toronto und verfügt über bemerkenswerte Sammlungen von Dinosauriern, über Kunst des Nahen Ostens, Afrikas und Ostasiens und der Geschichte Europas; außerdem findet man Sammlungen über die Geschichte, Kultur und Artenvielfalt Kanadas sowie fünf Millionen andere Ausstellungsstücke zur Kunst, Archäologie und Wissenschaft. Insgesamt besitzt das Museum über sechs Millionen einzelne Exponate.

Das Gebäude befindet sich an der Ecke von Bloor Street und Avenue Road in unmittelbarer Nähe der Station 'MUSEUM' der Toronter Untergrundbahn. Obwohl dieser Ort damals außerhalb des Stadtgebiets lag, wurde er seinerzeit wegen seiner Nähe zur Universität ausgewählt. Die Universität und das ROM unterhalten von jeher enge Beziehungen und nutzen viele wissenschaftliche Einrichtungen und Ressourcen gemeinsam. 1914 wurde mit dem Bau des Museums begonnen. Zuerst wurde der Westflügel fertiggestellt, der heute zu Lagerzwecken und als Bürofläche genutzt wird. Das Museum wurde in den 1930er Jahren als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme der Regierung während der Weltwirtschaftskrise großzügig erweitert. Im Jahr 1964 kam auf der Südseite das Planetarium und 1975 das mehrstöckige Atrium, das die Nutzfläche verdoppelte, hinzu. Das Planetarium wurde 1995 geschlossen, aber 1998 vorübergehend als Kindermuseum wieder eröffnet. Dort fanden danach verschiedene Wanderausstellungen statt.

Im Rahmen des Projekts „The Crystal“ (das Kristall) wird das Museum derzeit nach dem Entwurf des bekannten Architekten Daniel Libeskind bis Anfang 2007 umfassend umgebaut und erweitert. Im Zuge dieses Umbaus werden das Planetarium und die 1975 fertig gestellten Gebäudeteile abgerissen und durch eine riesige Kristallform, die aus dem Gebäude seitlich hervortritt, ersetzt. Teile der Ausstellungen sind während der Umbauphase nicht der Öffentlichkeit zugänglich.

Koordinaten: 43° 40′ 3" n. Br., 79° 23′ 40" w. L.