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Olbendorf

Wappen Karte
fehlt noch
Basisdaten
Bundesland: Burgenland
Politischer Bezirk: Güssing (GS)
Fläche: 17,4 km²
Koordinaten: 47° 11′ N, 16° 12′ OKoordinaten: 47° 11′ 19″ N, 16° 12′ 14″ O
Höhe: 380 m ü. A.
Einwohner: 1362 (31. Dez. 2005)
Bevölkerungsdichte: 78 Einwohner je km²
Postleitzahl: 7534
Vorwahl: 03326
Gemeindekennziffer: 1 04 11
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Dorf 1
7534 Olbendorf
Offizielle Website:
www.olbendorf.at
Politik
Bürgermeister: Otto Holper (SPÖ)
Gemeinderat: (2007)
(19 Mitglieder)
15 SPÖ, 4 ÖVP

Olbendorf (ungarisch Óbér, kroatisch Lovrenac) ist eine Gemeinde im Burgenland im Bezirk Güssing in Österreich.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Die Gemeinde liegt im Südburgenland nordöstlich von Stegersbach an der Verbindungsstraße Stegersbach – Olbendorf – Oberdorf – Unterwart – Oberwart. Die Entfernung nach Stegersbach beträgt zirka 6 km, nach Oberwart zirka 12 km. Olbendorf besteht aus 9 Ortsteilen Bergen, Dorf, Eisenberg, Greiner, Haxbach, Mittermühl, Schoada, Tulmen und Untermühl.

Die Seehöhe der Gemeinde wird amtlich mit 285 m angegeben, was aber nur einen Mittelwert darstellt. Die höchste Stelle liegt im Ortsteil Schoada und erreicht zirka 400 m. Mit einem Flächenausmaß von 1.740 ha ist die Gemeinde Olbendorf eine der größten Streusiedlungen des Burgenlandes. Häuser sind fast auf das ganze Gemeindegebiet zerstreut. Den Chroniken nach ist das schon von jeher so gewesen. Mit einer überaus reizvollen Landschaft lädt es zum Erholen und Genießen ein. Man hat schöne Ausblicke bis auf die Riegersburg in der Steiermark.

Geschichte

Im ungarischen Staatsarchiv wurde Olbendorf als „Castro Olber“ (Schloß Olber) erstmalig 1272 urkundlich erwähnt. 1289 wurde die Burganlage von Herzog Albrecht I. erobert. Somit ergibt sich, dass Olbendorf vor 1289 und nach 1291 bis 1468 den Grafen von Güssing gehörte. 1469 schenkte König Matthias Corvinus „Alber oder Alberdorff“ mit verschiedenen anderen Gemeinden dem Adeligen Andreas Baumkirchner. Von 1538 bis 1566 finden wir „Albyr oder Holbendorf“ im Besitz von Longinus von Pukhamar oder Puchhaim, des Burgherren von Schlaining. Von 1566 bis zum Ende der Grundherrschaft waren die Batthyány die Grundherren von Olbendorf. Infolge des Feldzuges von 1605 brannte der Großteil des Dorfes ab.

Auch die Pestepidemie von 1678/79 verschonte das Dorf nicht. Die Revolutionsjahre 1848/49 gingen auch an Olbendorf nicht spurlos vorüber. Der Zehent wurde abgeschafft und die Grundfreiheit verfügt.

Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn). Seit 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Óbér verwendet werden. Nach Ende des ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland (siehe auch Geschichte des Burgenlandes).

Beide Weltkriege forderten große Opfer unter der Bevölkerung. Im April 1945 kamen erste russische Soldaten nach Olbendorf, viele Gebäude wurden zerstört bzw. schwer beschädigt. Nach dem Ende des Krieges begann der Wiederaufbau. Wichtige Straßen wurden asphaltiert, die Elektrifizierung wurde bis 1950 für das gesamte Gemeindegebiet angeschlossen. In allen Ortsteilen wurde die Wasserleitung ausgebaut bzw. teilweise neu errichtet.

Wirtschaft und Infrastruktur

Im Gegensatz zu vielen anderen burgenländischen Gemeinden wuchs die Einwohnerzahl in den letzten 30 Jahren ständig an. Der hohe Anteil an Zweitwohnsitzen ist durch die große Anzahl von Pendlern bedingt, die zum Großteil in Wien arbeiten, sich aber in ihrer Heimatgemeinde ein Wohnhaus errichten.

Das Straßennetz verfügt über mehr als 100 km befestigte Güterwege, davon rund 50 km asphaltierte Gemeindestraße. In den letzten Jahren konnte das über 22 km lange Kanalnetz bis zur Kläranlage in Glasing bei Güssing fertiggestellt werden. Gemeinde- und Standesamt, Volksschule, Kindergarten und Raiffeisenbank sowie ein ortsansässiger praktischer Arzt bilden eine gute Infrastruktur. 1993 wurde ein großes Bauvorhaben, die Mehrzweckhalle, verwirklicht. In Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Olbendorf errichtete die Gemeinde ein neues Feuerwehrhaus. Die Fertigstellung erfolgte 1997. Die Volksschule wurde ebenso saniert. Seit dem Frühjahr 2001 gibt es in Olbendorf die Möglichkeit, eine Wohnung der Oberwarter Siedlungsgenossenschaft zu besitzen. Der Wirtschaftshof mit Abfallsammelstelle wurde 2002 eröffnet. Im Jahre 2003 wurde das renovierte Gemeindeamt inkl. Startwohnungen und Shops eröffnet.

Politik

Bürgermeister ist Otto Holper von der SPÖ. Die Mandatsverteilung (19 Sitze) in der Gemeindevertretung ist SPÖ 15, ÖVP 4.

FPÖ, Grüne und andere Listen sind nicht im Gemeinderat vertreten.