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Emile Wauters

Emile Wauters (* 19. November 1846 in Brüssel; † 11. Dezember 1933 in Paris ) war ein belgischer Maler.

Wauters genoß vier Jahre lang den Unterricht von Jean-François Portaels, ging dann nach Paris, wo er sich Jean-Léon Gérôme anschloss, und von da nach Italien und Deutschland. Nachdem er durch ein Bild: Die schöne Edith, den Leichnam Haralds auf dem Schlachtfeld von Hastings findend, die Aufmerksamkeit des Direktors Borkenfeldt van Soust auf sich gezogen, sandte ihn auf dessen Veranlassung die Regierung zur Eröffnung des Suezkanals nach Ägypten, von wo er eine große Anzahl von Skizzen und eine Reihe von Genrebildern mitbrachte.

Seine darauf entstandenen großen Geschichtsbilder:

wurden für das Museum in Lüttich und das königliche Museum in Brüssel angekauft. Im Auftrag der Stadt Brüssel malte er für das Rathaus:

Seine Geschichtsbilder zeichnen sich durch wohl abgerundete Komposition, feine Charakteristik und glänzende Färbung aus. Noch hervorragender ist er im Bildnis, wobei er sich bisweilen, aber in durchaus modern-selbständiger Auffassung, an Velazquez anschließt. Mit feinem Geschmack im Arrangement verbindet er eine Kunst der Charakterisierung, welche das Wesen der Dargestellten völlig zu erschöpfen weiß. Wauters ist Mitglied der Akademien zu Berlin und München und besitzt die große goldene Medaille der Berliner Ausstellung.

 Commons: Emile Wauters – Bilder, Videos und Audiodateien
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Personendaten
Wauters, Emile
belgischer Maler
19. November 1846
Brüssel
11. Dezember 1933
Paris