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Speicheldrüse

Speicheldrüsen (lat. Glandulae oris, wörtlich „Munddrüsen“) sind exokrine Drüsen, die den Speichel (Saliva) bilden und damit die Gleitfähigkeit zum Abschlucken des Bissens gewährleisten. Bei einigen Säugetieren enthält der Speichel bereits stärkespaltende Enzyme (Amylasen), wodurch Speicheldrüsen bereits in geringem Umfang zur Verdauung beitragen.

Einteilung

Bei den Säugetieren gibt es drei große Speicheldrüsen:

Darüber hinaus gibt es zahlreiche weitere kleine Speicheldrüsen in der Wand der Mundhöhle, die nach ihrer Lage bezeichnet werden:

Krankheiten der Speicheldrüsen

Eine Entzündung der Speicheldrüsen wird als Sialadenitis bezeichnet. Die betroffene Speicheldrüse schwillt dabei schmerzhaft an. Bei Rissen der Ausführungsgänge von Speicheldrüsen fließt Speichel in das umgebenden Gewebe und es können sich Speichelzysten entwickeln. Außerdem kann es in den Ausführungsgängen zur Bildung von Speichelsteinen (Sialolithen) kommen (Siehe auch: Ohrspeicheldrüsenerkrankung).

Bei den größeren Mundspeicheldrüsen können krankhafte Veränderungen – z. B. eine Sialadenitis hervorgerufen durch Speichelsteine – mittels Ultraschall oder einer Gangdarstellung der Drüse mit einem Röntgenkontrastmittel abgeklärt werden.