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Das Schlangenei

Filmdaten
Deutscher Titel: Das Schlangenei
Originaltitel: Ormens ägg/Das Schlangenei/The Serpent's Egg
Produktionsland: Deutschland
Erscheinungsjahr: 1977
Länge (PAL-DVD): 119 Minuten
Originalsprache: Deutsch, Englisch
Stab
Regie: Ingmar Bergman
Drehbuch: Ingmar Bergman
Produktion: Rialto Film (Berlin), Dino De Laurentiis Corp. (Los Angeles)
Musik: Rolf A. Wilhelm
Kamera: Sven Nykvist
Schnitt: Jutta Hering
Besetzung

Das Schlangenei ist ein 1977 in englischer und deutscher Sprache gedrehter Spielfilm des Regisseurs Ingmar Bergman. Er spielt im Berlin des Jahres 1923 und erzählt die Geschichte eines arbeitslosen Zirkusakrobaten vor dem Hintergrund eines verarmenden Berlin während der Hyperinflation Ende 1923. Er wurde in München gedreht und mit amerikanischen und deutschen Schauspielern besetzt. Der Titel bezieht sich auf einen Satz von Brutus in Shakespeares Drama Julius Caesar:

„And therefore think him as a serpent's egg
Which hatch'd, would, as his kind grow mischievous;
And kill him in the shell.
(Darum denkt ihn wie ein Schlangenei,
Das, ausgebrütet, verderblich würde wie seine ganze Art
Und also tötet ihn noch in der Schale.)

Inhaltsverzeichnis

Handlung

Der jüdische Trapezartist Abel Rosenberg kommt im Winter 1923 nach Berlin, um seinen Bruder Max und seine Schwägerin Manuela zu besuchen. Er findet Max erschossen in dessen Pensionszimmer vor. Von der Polizei wird Abel schnell als Hauptverdächtiger abgestempelt. In Wahrheit steckt aber der wahnsinnige Wissenschaftler Vergérus dahinter, der mit hungernden Arbeitslosen grausame Experimente anstellt. Vergérus wird entlarvt und tötet sich mit einer Zyankalikapsel, als die Polizei eintrifft, um ihn zu verhaften.

Trivia

Kritiken

„Bergmans erster in Deutschland gedrehter Film, mit internationaler Besetzung und großem Aufwand entstanden, erscheint ein wenig verbindlicher und konventioneller als seine vorherigen Arbeiten.“

Heyne Filmlexikon (1996)

„Ingmar Bergman versucht in seinem vierzigsten Spielfilm seinem ersten außerhalb Schwedens, anhand einer oft kolportagehaften Fabel die Genese des Faschismus zu analysieren. Mit seiner dick aufgetragenen Weltuntergangssymbolik und einer karikaturhaften Typenzeichnung wirkt der Film jedoch eher grob und aufdringlich tiefsinnig.“

Film-Dienst

Einzelnachweise

  1. http://www.fright.com/edge/realanimals.html