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Oerlinghausen

Wappen Deutschlandkarte
Koordinaten: 51° 58′ N, 8° 40′ O
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Detmold
Kreis: Lippe
Höhe: 214 m ü. NN
Fläche: 32,7 km²
Einwohner: 17.151 (31. Dez. 2006)[1]
Bevölkerungsdichte: 524 Einwohner je km²
Postleitzahl: 33813
Vorwahl: 05202
Kfz-Kennzeichen: LIP
Gemeindeschlüssel: 05 7 66 056
Stadtgliederung: 3 Ortsteile
Adresse der Stadtverwaltung: Rathausplatz 1
33813 Oerlinghausen
Webpräsenz:
www.oerlinghausen.de
Bürgermeisterin: Dr. Ursula Herbort (parteilos)
Lage der Stadt Oerlinghausen im Kreis Lippe

Oerlinghausen ist eine Bergstadt im Kreis Lippe in Nordrhein-Westfalen und liegt etwa 10 km südöstlich von Bielefeld (Stadtmitte). Mit etwa 17.000 Einwohnern ist Oerlinghausen die fünftgrößte Stadt im Kreis Lippe. Der Segelflugplatz Oerlinghausen gilt als der größte seiner Art in Europa und hat gemeinsam mit dem Archäologischen Freilichtmuseum die Stadt überregional bekannt gemacht.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

Die Stadt Oerlinghausen liegt im Teutoburger Wald, etwa in der Mitte zwischen Bielefeld und Detmold innerhalb des Naturparks Teutoburger Wald / Eggegebirge. Die Kernstadt ist überwiegend am Nordhang des Tönsberges gelegen, ebenso der Ortsteil Währentrup. Die Ortsteile Südstadt und Lipperreihe liegen in der Ebene südlich des Teutoburger Waldes, der Ortsteil Helpup nördlich davon. Der Tönsberg mit der Kumsttonne ist das Wahrzeichen Oerlinghausen und erreicht eine Höhe von 333 Metern. Der frühere Name Osning für den Höhenzug bedeutet heiliger Waldkamm und erst seit etwa 200 Jahren wird der Begriff Teutoburger Wald gebraucht, der vom römischen Geschichtsschreiber Tacitus stammen soll.

Geologie

Das Stadtgebiet weist, wie der gesamte lippische Raum, eine große geologische Vielfalt auf. Durch die Innenstadt verläuft der Osningkamm, der zusammen mit dem Eggegebirge den Teutoburger Wald bildet. Dieses langgezogene Gebirge besteht aus drei von Nordwest nach Südost verlaufenden Höhenzügen. Der zentrale Hauptkamm wird vom Osning-Sandstein der Unteren Kreide gebildet, der südliche Kamm besteht aus Turonium- und Cenomanium-Schichten der Oberen Kreide und der nördliche Kamm aus Keuper- und Muschelkalk. Die südlich angrenzende Senne wurde beim Abschmelzen der letzten Eiszeit gebildet, als das Schmelzwasser große Mengen an Sand mit sich führte und hier abgelagerte. An manchen Stellen sind die Ablagerungen über 60 Meter stark und bestehen aus zerriebenem Sandstein des Osning.[2]

Ausdehnung des Stadtgebietes

Die heutige Stadt Oerlinghausen wurde am 1. Januar 1969 durch den Zusammenschluss der Stadt Oerlinghausen und den Gemeinden Helpup und Lipperreihe gebildet. Das Stadtgebiet umfasst insgesamt 32,7 km². Die Ausdehnung des Stadtgebietes in Nord-Süd-Richtung beträgt etwa sieben Kilometer, in Ost-West-Richtung fünf Kilometer.

Nachbargemeinden

Oerlinghausen grenzt westlich an die Bielefelder Stadtteile Sennestadt und Stieghorst, nördlich an die Gemeinde Leopoldshöhe, östlich an die Stadt Lage, südlich an die Stadt Schloß Holte-Stukenbrock und südöstlich an die Gemeinde Augustdorf.


Stadtgliederung

Laut Hauptsatzung der Stadt Oerlinghausen besteht die Stadt aus drei Stadtteilen: Oerlinghausen (9,20 km²), Helpup (13,46 km²) und Lipperreihe (10,04 km²). [3]

Daneben wird umgangssprachlich der Begriff "Stadtteil" oder "Ortsteil" für weitere Stadtviertel verwendet:

Klima


Oerlinghausen gehört der gemäßigten Klimazone Mitteleuropas an. Es liegt im Bereich des subatlantischen Seeklimas. Die Winter sind unter atlantischem Einfluss meist mild und die Sommer mäßig-warm.

Durch die Lage im subatlantischen Seeklima herrscht ganzjährig ein humides Klima mit relativ gleich verteilten Niederschlägen vor. Insgesamt fallen im langjährigen Mittel an der Station Oerlinghausen 1.026 mm Niederschlag je Jahr. Somit fällt deutlich mehr Niederschlag, als im deutschen Mittel (700 mm).

→ siehe auch: Klima in Ostwestfalen-Lippe

Geschichte

Entstehung des Ortsnamens Oerlinghausen

Der Ortsname Oerlinghausen entstand vor der Christianisierung; bei der Silbe -ing handelt es sich um eine patronymische Sprachform. Das bedeutet, der Bestandteil Oerl war der Name eines Mannes, dessen Nachfahren Oerlinge genannt wurden. Entsprechend ist Oerlinghausen der Ort, an welchem die Oerlinge beheimatet waren[4]. Für die offensichtliche Annahme, dass zwischen dem Namen Oerl und dem gleichlautenden englischen Earl ein etymologischer Zusammenhang existiert, fehlt bislang eine sprachwissenschaftliche Fundierung.

Der Name Oerlinghausen wird auf der ersten Silbe betont und nicht, wie häufig von Auswärtigen und Zugezogenen gebraucht, auf der dritten Silbe.

Tönsberglager und erste urkundliche Erwähnung

Der Höhenzug bei Oerlinghausen war schon in alter Zeit von militär-strategischer Bedeutung. Deutliche Siedlungsspuren hat man bei Ausgrabungen im Stadtgebiet und dem nahen Hausberg Oerlinghausens, dem Tönsberg, freigelegt. So wurde das Tönsberglager, eine Höhenbefestigung aus der älteren Eisenzeit, freigelegt. Diese Wallburg hatte man in karolingischer Zeit weiter ausgebaut. Eine tiefer am Hang gelegene Quelle wurde einbezogen, um die Wasserversorgung zu sichern. Mittels der Radiokarbonmethode lässt sich die erste Besiedlung auf 400 - 50 v. Chr. und die zweite auf 750 - 1000 n. Chr. datieren.[5]

Erstmals wird Oerlinghausen in einer Urkunde vom 25. Mai 1036 als Vorwerk Orlinchusen des Paderborner Haupthofs Barkhausen erwähnt. In dieser Urkunde erließ Bischof Meinwerk von Paderborn die Verfügung, dass unter anderem von dem Vorwerk Orlinchusen der Zehnt an das von ihm gegründete Kloster Busdorf abzuführen sei[6][4]. Das erste Bauwerk des Ortes war aber vermutlich eine Burg zur Sicherung der Passstraße über den Osning. Heute besteht noch eine Flurbezeichnung namens „Burghagen“, die offenbar auf den Standort dieser Burg hindeutet.

Mittelalterliche Fehden und Reformation

Es ist umstritten, wann der Paderborner Erzbischof den Landesherren in Lippe die Herrschaftsbefugnisse übertragen hat. Fest steht jedoch, dass Bernhard II. in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts als Inhaber der ehemaligen Paderborner Hoheitsrechte in Oerlinghausen auftritt. Aus dem Jahr 1177 ist bekannt, dass Bernhard II. den 3 km nordwestlich von Oerlinghausen liegenden Lewenberg besetzte und befestigte, eine Aktion, die zum Konflikt mit Graf Herrmann von Ravensberg führte. Während der Eversteiner Fehde (1404-1409) wurde Oerlinghausen, wie das gesamte Land Lippe, von Truppen des Herzogs von Braunschweig besetzt und teilweise verwüstet. Aus dem Jahr 1409 gibt es ein Schadensverzeichnis, in dem von Raub, Brandschatzung und anderen Gewalttaten die Rede ist, besonders im lippisch-ravensbergischen Grenzbereich. Aus der Rietberger Fehde (1556-1566) ist überliefert, dass Graf Johann von Rietberg die lippische Exklave Lipperode überfiel. Vom Raum Oerlinghausen aus erfolgte der Gegenangriff des Grafen Bernhard VIII., der die Stadt Rietberg belagerte, die schließlich vom Herzog von Jülich unterworfen wurde.[6]

Im 13. Jahrhundert bildete sich um die Alexanderkirche der Ortskern Oerlinghausens. Die Kirche wird bereits 1201 erwähnt und 1225 weist eine Urkunde Oerlinghausen als Sitz eines Archidiakonats aus. Um 1500 wurde auf dem verlassenen Höhenrücken des Tönsbergs die Antoniuskapelle errichtet, deren Ruine auf der Ostseite der früheren Befestigungsanlage zu finden ist und die dem Berg seinen Namen gab („Töns“ von Antonius). Oerlinghausen war kurz vor der Reformation die größte Pfarrei der Diözese Paderborn, zudem war Oerlinghausen der Sitz eines Vogtes, des gräflichen Verwaltungsbeamten. Beides, sowie die exponierte Lage am Pass, trugen dazu bei, dass sich der Ort zusehends entwickelte, indem sich Schmiede, Wagenbauer, Krämer und Schankwirte ansiedelten.[5]

1538 beschloss der lippische Landtag, die neue, lutherische Kirchenordnung in Lippe einzuführen. Oerlinghausen hat nach Aussage der Visitatoren schon 1540 die neue Kirchenordnung übernommen. Der alte Klerus blieb jedoch im Amt, sodass sich am Gottesdienst zunächst fast nichts änderte.[7]

Dreißigjähriger Krieg und Absolutismus

Bei Dörfern gab es im Gegensatz zu Städten keine Mauern zum Schutz gegen Feinde und Eindringlinge. Statt der Steinmauern umgaben sich Dörfer mit einem Schling, einer bis zu 60 Meter breiten Dornen- oder Hainbuchenhecke, durch die sich nur ein schmaler Pfad "schlingt". Später setzte sich für diese Befestigungsart der Begriff Landwehr durch. Der Meßdohrschling (Misttorschling) versperrte in Oerlinghausen den Hauptzufahrtsweg, die Marktstraße, und wurde nachts durch einen Schlagbaum gesichert. Der zuständige Bürger für den Schlagbaum wurde Schlinghüter genannt. Zum nächtlichen Wachdienst, in dem zwei Männer mit Hellebarden bewaffnet durch die Straßen patrouillierten, waren Oerlinghauser Bewohner noch bis ins 19. Jahrhundert verpflichtet.

Erste Auswirkungen des Dreißigjährigen Krieges erfährt Oerlinghausen Ende 1622, als für das Bündnis der katholischen Reichsstände an Lippes Grenzen Truppen rekrutiert werden. Im Sommer folgenden Jahres fällt in Oerlinghausen eine Reitereinheit ein, plündert und verwüstet den Ort. Die Bitte der Bürger um Hilfe bei Simon VII. bleibt ergebnislos. Die Oerlinghauser leiden noch mehrfach unter der Einquartierung von Soldaten. 1633 fallen 50 Reiter des Schwedenkönigs in das Dorf Oerlinghausen ein. Die Bewohner hatten ihre Wertsachen in die Kirche geschafft, in der Hoffnung, die protestantischen Schweden würden ihr Gotteshaus verschonen. Das war allerdings ein verhängnisvoller Irrtum, denn die Söldner raubten alles, was ihnen brauchbar erschien.[8]

Nach dem verheerenden Krieg wuchs die Macht der territorialen Herrscher in dem Maße, wie das Reich an Einfluss verlor. Ludwig XIV. von Frankreich (1638 - 1715) war ihr Vorbild, dem es nachzueifern galt. So entwickelte sich auch an Lippes Herrscherhaus der Absolutismus und erreichte bei Friedrich Adolf (Regentschaft: 1697-1718) seinen Höhepunkt mit dem verschwenderischen Ausbau von Parkanlagen und prunkvollen Gebäuden. So Aufsehen erregend diese Bauten zu ihrer Zeit gewesen sein mögen, so verheerend wirkten sie sich auf die Staatsfinanzen aus. Die Verantwortlichen ersannen immer neue Möglichkeiten, auf Kosten der Bürger das Staatssäckel zu füllen und griffen auf heute kaum vorstellbare Art und Weise in das Privatleben der Untertanen ein. So war unter anderem bei Strafe verboten, Kaffee zu rösten und zu trinken, wie auch bei Trauerfeiern und Beerdigungen schwarze Kleidung zu tragen. Das Denunziantentum blühte, denn wer einen Verstoß gegen die geltenden Gesetze anzeigte, dem wurde ein Drittel des Strafgeldes erlassen.[9]

Zeitalter der Aufklärung und Revolution

Nach dem Siebenjährigen Krieg wuchs die Einwohnerzahl Oerlinghausens wie überall im Land. Von 1775 bis 1824 stieg die Einwohnerzahl von 775 auf 1.430 Menschen. 1774 wurde eine über Oerlinghausen führende Postkutschenlinie von Bielefeld nach Detmold eingerichtet und eine Posthalterei eröffnet.

In Lippe bestand zwar seit 1684 eine Art von Schulpflicht, doch viele Eltern schickten ihre Kinder, die zum Viehhüten und zur Feldarbeit benötigt wurden, selten oder gar nicht zur Schule. Eine Anweisung von 1722 besagt, dass auf dem Lande Handwerker zur Erteilung von Schulunterricht eingesetzt werden konnten. Wer es verstand, schwierige Wörter korrekt zu buchstabieren und die gebräuchlichsten Kirchenlieder sauber vorsingen konnte, war für den Schuldienst geeignet - den Rest besorgte der Rohrstock.

Die lippische Schulreform im Zeitalter der Aufklärung machte das lippische Elementarschulwesen weithin als beispielhaft bekannt. In Oerlinghausen ist die Weiterentwicklung des Schul- und Bildungswesens mit dem Namen des Pfarrers Georg Conrad von Cölln verknüpft, der überzeugt davon war, dass eine bessere Bildung der einfachen Leute für das Staatswesen von Vorteil sein würde. So wurde unter anderem der Rohrstock von einer lobenden Anerkennung für Zeugnisse eines ordentlichen Lebens ersetzt. Sein Bruder August von Cölln, als Nachfolger im Amt, setzte das begonnene Werk fort. 1797 wurde August als Generalsuperintendent von Fürstin Pauline zur Lippe nach Detmold gerufen, wo alsbald die Oerlinghauser Unterrichtsmethoden übernommen wurden.[9]

Im März 1848 war eine Gruppe von etwa 25 jungen Handwerksburschen grölend durch Oerlinghausen gezogen und hatte einige Bürger angegriffen. Daraufhin wurde der Landsturm alarmiert, der Oerlinghausen sichern sollte, jedoch am 24. März gegen eine rund tausendköpfige Menge nichts ausrichten konnte. Diese hatte das Gut Niederbarkhausen verwüstet, den Gutsherrn und seinen Sohn gekidnappt und im Triumphzug durch Oerlinghausen geführt. Am nächsten Tag erschien eine Abteilung Detmolder Militär und nahm die Rädelsführer fest, die hinter Gittern verschwanden. Am 24. März 1848 wurde die Oerlinghauser Revolution endgültig abgeblasen.[10]

Industrielles Zeitalter und Kaiserreich

Die Oerlinghauser Einwohner hatten aufgrund der ungünstigen Lage am Berghang kaum eigenes Land und mußten sich zunächst hauptsächlich mit Flachsspinnen und der Leineweberei ihren Lebensunterhalt verdienen. Fast 300 Webstühle standen im Amt Oerlinghausen. Die hiesigen Weber waren berühmt für ihr besonders feines, gebleichtes Leinentuch, das von Hausierern und fliegenden Händlern („Leinenhopser“ genannt) in ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland verkauft wurde. Die Leinenhopser waren oft monatelang unterwegs. Die große Zeit des handgewebten Leinens hatte um 1825 ihr vorläufiges Ende. Als von England her die mechanischen Webstühle nach Deutschland kamen, waren die Oerlinghauser Handweber dank der feinen Qualität ihrer Ware zunächst konkurrenzfähig. Als die Aufträge ausblieben, litten viele Weberfamilien unter Hunger und bitterer Not, dazu kam noch eine Typhusepidemie. Die Krise in der Leinenweberei hatte zur Folge, dass die Einwohnerzahl Oerlinghausens von 1.710 auf 1.510 schrumpfte. Viele Familien wanderten in die Vereinigten Staaten aus. Durch Carl David Weber aus Bielefeld erlebte das Oerlinghausener Leinen eine neue Blütezeit. Obwohl das handgewebte Leinen achtmal so teuer wie das maschinengewebte Material aus England war, fand der Kaufmann aufgrund der exzellenten Qualität des Oerlinghauser Leinens genügend Kunden. Erst 1904 richtete er eine große mechanische Weberei ein, in der fast 1.000 Menschen aus Oerlinghausen und Umgebung Arbeit fanden.[11]

Neben der dominierenden Leinenindustrie ist noch die Zigarrenherstellung zu erwähnen.[12]. Um 1870 gab es in Oerlinghausen an der Detmolder Straße vier Zigarrenfabriken, die bis zu 120 Arbeiter beschäftigten. Die Anfänge der Sozialdemokratie in Oerlinghausen hatten ihren Ursprung bei den Zigarrenmachern, die sich schon 1861 zu einer eigenen Organisation zusammenschlossen. Die Behörden waren beunruhigt und der Amtmann in Schötmar stellte besorgt fest, dass Oerlinghausen ein Herd der Sozialdemokratie sei.[10]

Weimarer Republik und Drittes Reich

1926 wurde Oerlinghausen vom lippischen Landtag die Stadtrechte verliehen, um die man sich vier Jahrzehnte lang bemüht hatte.

Die NSDAP war vor 1930 völlig bedeutungslos in Oerlinghausen und galt auch danach bei den Nationalsozialisten als „rote Hochburg“. Vor der Landtagswahl am 15. Januar 1933 in Lippe trat die NSDAP mit einer Propaganda an, die derjenigen der anderen Parteien weit überlegen war. In der Endphase des Wahlkampfs sprach allein Hitler sechzehn Mal innerhalb von zehn Tagen in Lippe, allerdings nie direkt in Oerlinghausen. Bei der Wahl errangen die Nationalsozialisten überall in Lippe die Mehrheit, außer in Oerlinghausen, wo die SPD 1.014 Stimmen, die NSDAP nur 751 Stimmen erhielt.[13]

In der Folgezeit blühte in Oerlinghausen ein nationalsozialistischer Germanenkult auf. Hauptverfechter war Hermann Diekmann; bereits in den zwanziger Jahren hatte er zahlreiche Grabungen unternommen, deren Ergebnisse jedoch wissenschaftlich nicht anerkannt waren. Nach der Machtergreifung wurde er jedoch von der Landesregierung gefördert; er wurde zum Schulleiter und Stadtrat ernannt. Seine Vorgeschichtsforschung war nun auf eine Idealisierung der Germanen ausgerichtet, einhergehend mit der Identifizierung von Germanen und Nationalsozialisten. In der Stadt wurde ihm die Leitung der Feierlichkeiten zur 900-Jahr-Feier übertragen.

Diese zehntägige 900-Jahr-Feier im Jahr 1936 wurde zu einem Paradebeispiel einer nationalsozialistischen Feier. Ein speziell zu diesem Anlass geschriebenes Theaterstück "Oerl Bark, der Sachsenführer" wurde täglich aufgeführt, der Rundfunk berichtete aus Oerlinghausen, ein Festzug durch die Stadt wurde von über 25.000 Menschen besucht, ein Minister und ein Reichsstatthalter waren anwesend, politische Kundgebungen fanden vor mehr als 15.000 Menschen statt.[14]

Diese Feierlichkeiten sowie die straff organisierten Vorbereitungen hierzu trugen insbesondere auch dazu bei, dass sich das nationalsozialistische Gedankengut in der Bevölkerung festigte.


1933 gab es in Oerlinghausen etwa 25 Bürger jüdischer Herkunft, darunter einen Arzt und Kaufleute mit ihren Familien, von denen einige schon seit Jahrhunderten im Ort wohnten.

Zum Zeitpunkt der Reichsprogromnacht 1938 hatten die meisten Bürger jüdischer Herkunft Oerlinghausen bereits verlassen; die Synagoge war nicht mehr im Eigentum der jüdischen Gemeinde. Aus unbekannten Gründen fanden in der Reichsprogromnacht in Oerlinghausen keine Ausschreitungen statt, so dass sowohl die Synagoge als auch der jüdische Friedhof unbeschadet blieben. Eine Nacht später wurde das Textilgeschäft von Heinrich Herz verwüstet. Die verbliebenen Bürger jüdischer Abstammung wurden nach Riga und Minsk verschleppt und fanden dort den Tod. 1941 lebte kein Einwohner mit jüdischer Abstammung mehr in der Stadt.[15][16]

Bis kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieg blieb Oerlinghausen bis auf einige Tieffliegerattacken von unmittelbaren Kampfhandlungen verschont. Im Dezember 1944 starten im Rahmen der Ardennenoffensive Kampfflugzeuge des Typs Ju 52 vom Flugplatz in Oerlinghausen[17]. Im Februar 1945 kommt es zu einem Absturz eines britischen Kampfflugzeuges am Tönsberg[18].

Zu Kampfhandlungen kommt es im Frühjahr 1945, als sich am Ostersonntag, dem 1. April 1945, die amerikanischen Truppen von Süden her näherten und Vorauseinheiten der 2. US-Panzer-Division die Gemeinden Schloß-Holte und Lipperreihe eingenommen hatten, ohne auf Widerstand zu stoßen. In Oerlinghausen jedoch wollte ein junger Oberleutnant der Wehrmacht den amerikanischen Vormarsch mit einer Gruppe Hitlerjungen stoppen. Die Amerikaner hatten ihre Artillerie inzwischen unterhalb der heutigen Südstadt, etwa 2 bis 4 Kilometer südlich des Tönsberges in Stellung gebracht.

Um 18 Uhr fielen die ersten Schüsse und einige Häuser gingen in Flammen auf. Um die Innenstadt entbrannte ein heftiger Kampf von Haus zu Haus, der bis zum 3. April andauerte. 75 junge deutsche Soldaten, 20 Amerikaner und fünf Bürger der Stadt fanden den Tod. Um 19:30 Uhr rollten, so berichten Augenzeugen, endlos scheinende Kolonnen amerikanischer Panzer durch die Bergstadt. Am 9. April 1945 wurden die Opfer der Schlacht um Oerlinghausen beigesetzt.[19][20].

Die Nachkriegszeit

August Reuter, der 1933 abgesetzt worden war, wurde wieder zum Bürgermeister gewählt. In den folgenden Jahren machte es der stete Zustrom von Neubürgern dringend notwendig, neuen Wohnraum zu schaffen. Man benötigte ein großes Neubaugebiet, das die Bergstadt nicht zur Verfügung hatte. 1958 wurde im Stadtrat beschlossen, die Südstadt zu bauen und Anfang der 1960er Jahre entstanden dort die ersten Häuser. Von 1961 bis 1968 wuchs Oerlinghausen um 1.800 Einwohner, hauptsächlich durch Neubürger in der Südstadt.

Eingemeindungen

Im Rahmen der nordrhein-westfälischen Gebietsreform wurden die Stadt Oerlinghausen und die Gemeinden Lipperreihe und Helpup zum 1. Januar 1969 zur neuen Stadt Oerlinghausen zusammengeschlossen.[21] Während dieser Schritt in Helpup durchaus auf Akzeptanz stieß, gab es in Lipperreihe erheblichen Widerstand. In einer dort durchgeführten Abstimmung sprachen sich über 90 Prozent der Bevölkerung gegen die geplante Angliederung aus. Letztlich klagte Lipperreihe gegen die Eingemeindung bis zu dem Verfassungsgerichtshof in Münster; dabei war das Ziel eine eigenständige Gemeinde mit Sennestadt, welche ihrerseits gegen die Eingemeindung nach Bielefeld klagte. Als Gutachter für Lipperreihe fungierte in dem Rechtsstreit Hans Bernhard Reichow. Unter anderem aufgrund der Lippischen Punktationen wurde die Klage verloren.

Conle-Siedlung

Im Jahr 1964 wurde in der Südstadt ein Gebäudekomplex mit 322 Wohneinheiten errichtet und von den Familien der in Bielefeld stationierten britischen Streitkräfte bezogen.[22] Gleichzeitig errichtete man auf der Hanegge mehrere Häuser für die Kommandanten der britischen Rheinarmee. Mit dem Abzug der britischen Soldaten im Juli 1995 war leerstehender kostengünstiger Wohnraum in dem nun Conle-Siedlung genannten Komplex vorhanden, der in den folgenden Jahren überwiegend von Aussiedlern aus der ehemaligen Sowjetunion und anderen Migranten bezogen wurde. Ein großer Teil der Bewohner sind Kinder und Jugendliche, von denen viele ungewollt mit ihren Eltern nach Deutschland gekommen sind. Sie haben durch sprachliche Schwierigkeiten bedingte Probleme in der Schule, daraus resultieren Lehrstellenmangel, eine hohe Arbeitslosenquote und Alkoholismus. Die Integration dieser Jugendlichen stellt die Stadt vor erhebliche Probleme.

Religionen

Christliche Gemeinden

Oerlinghausen gilt als eine der ältesten Pfarrgemeinden in Westlippe. Historiker sind sich einig, dass bereits Anfang des 9. Jahrhunderts hier die erste Kirche errichtet wurde. 1538 beschloss der lippische Landtag, die neue, lutherische Kirchenordnung in Lippe einzuführen. Oerlinghausen hat nach Aussage der Visitatoren schon 1540 die neue Kirchenordnung übernommen. Der alte Klerus blieb jedoch im Amt, sodass sich am Gottesdienst zunächst fast nichts änderte. Im Jahr 1607 wurde in Oerlinghausen das reformierte Bekenntnis eingeführt und den Stukenbrockern war der Besuch des Oerlinghauser Gottesdienstes von ihrem Fürstbischof Dietrich von Fürstenberg verboten worden.[7] Nach dem Zweiten Weltkrieg wuchs die Bevölkerung Oerlinghausens durch den Zuzug der Vertriebenen aus dem Osten in neu erschlossene Wohngebiete sprunghaft an. Die evangelisch-reformierte Kirchengemeinde umfasste 1955 mit 5.700 Gemeindemitgliedern etwa 85% der Gesamtbevölkerung. Zu den evangelischen Kirchen in Oerlinghausen gehören die 1514 erbaute Alexanderkirche in der Altstadt, das 1973 eröffnete Dietrich-Bonhoeffer-Haus in der Südstadt, die 1962 erbaute Kirche in Lipperreihe und die 1908 eingeweihte Kirche in Helpup.[23]

Nach der Reformation gab es fast 300 Jahre lang keine Katholiken in Oerlinghausen. Seit dem Ersten Weltkrieg wohnten hier wieder einige katholische Familien, von denen 1923 die Antoniuskapelle in der Steinbruchstraße erbaut wurde. Erster Seelsorger war Pater Kilian Kirchhoff, der 1944 von den Nationalsozialisten hingerichtet wurde. Im Zweiten Weltkrieg kamen mehrere Hundert katholischer Evakuierter aus dem Ruhrgebiet und Rheinland nach Oerlinghausen und 1946 erreichten viele katholische Heimatvertriebene die Stadt und ließen die katholische Gemeinde auf 1.100 Mitglieder im Jahre 1952 ansteigen. Der Einsturz der nun viel zu kleinen Antoniuskapelle führte zum Neubau der neuen Kirche St. Michael in der Marktstraße, die 1955 eingeweiht wurde. Heute umfasst die katholische Kirchengemeinde St. Michael etwa 2.700 Mitglieder.[24]

Weitere christliche Gemeinden in Oerlinghausen sind die Mennoniten im Menno-Simons-Weg, deren Mitglieder zu einem großen Teil aus zugewanderten Russlanddeutschen aus den GUS-Staaten bestehen. Darüber hinaus gibt es eine Adventgemeinde und eine Gemeinde der Neuapostolischen Kirche.

Jüdische Gemeinde

Bis zu ihrer Vertreibung durch die Nationalsozialisten im Zweiten Weltkrieg gab es in Oerlinghausen eine kleine jüdische Gemeinde. Davon zeugt die noch gut erhaltene Synagoge und der kleine jüdische Friedhof am Aufstieg zum Tönsberg. Einige jüdische Familien lebten seit Jahrhunderten in der Stadt, wie die des Textilkaufmanns Siegfried Bornheim, der Anfang der 1930er Jahre das 300-jährige Geschäftsjubiläum feiern konnte. Nach dem Krieg hat sich bis heute keine jüdische Gemeinde mehr in Oerlinghausen gebildet. [15]

Einwohnerentwicklung

Im Mittelalter lebten vermutlich nicht mehr als 500 Einwohner in Oerlinghausen. Erst nach dem Siebenjährigen Krieg wuchs die Einwohnerzahl wie überall im Land und stieg von 1775 bis 1824 von 775 auf 1.430 Menschen. Um 1850 hatte die Krise in der Leinenweberei zur Folge, dass die Einwohnerzahl Oerlinghausens von 1.710 auf 1.510 schrumpfte. Viele Familien wanderten in die Vereinigten Staaten aus.[6] Nach dem zweiten Weltkrieg kamen viele Flüchtlinge und Vertriebene nach Oerlinghausen und in den elf Jahren zwischen 1949 und 1960 wurden in Oerlinghausen 632 neue Wohnungen gebaut. Die Einwohnerzahl stieg um etwa 1.300 und in der Südstadt fanden weitere 1.800 Menschen eine neue Bleibe, so dass Oerlinghausen 1968 kurz vor der kommunalen Neuordnung 7.580 Einwohner zählte. [25]

Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen der Stadt Oerlinghausen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Eine Änderung des Gebietsstandes ergab sich durch den Zusammenschluss der Stadt mit den beiden Gemeinden Helpup und Lipperreihe zum 1. Januar 1969.

Bei den Zahlen handelt es sich bis 1970 meistens und für 1987 um Volkszählungsergebnisse[26][27][28] und ab 1975 um amtliche Fortschreibungen des Statistischen Landesamtes. Die Zahlen für 1975, 1980 und 1985 sind geschätzte Werte und die Zahlen ab 1990 Fortschreibungen auf Basis der Ergebnisse der Volkszählung von 1987. Die Angaben beziehen sich ab 1867 sowie für 1946 auf die Ortsanwesende Bevölkerung, ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und ab 1987 auf die Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung. Vor 1871 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt.

Jahr Einwohner
1818 1.204
1824 1.430
1828 1.544
1835 1.710
1841 1.726
1843 1.786
1850 1.510
1852 1.318
Jahr Einwohner
1858 1.411
1867 (3. Dez.) 1.552
1871 (1. Dez.) 1.568
1885 (1. Dez.) 1.895
1895 (1. Dez.) 2.250
1905 (1. Dez.) 2.620
1919 2.699
1925 (16. Juni) 3.071
Jahr Einwohner
1933 (16. Juni) 3.473
1939 (17. Mai) 3.611
1946 (29. Okt.) 4.514
1950 (13. Sep.) 4.972
1961 (6. Juni) 5.815
1968 7.580
1970 (27. Mai) 13.276
1975 (31. Dez.) 14.474
Jahr Einwohner
1980 (31. Dez.) 14.751
1985 (31. Dez.) 14.738
1987 (25. Mai) 14.757
1990 (31. Dez.) 15.689
1995 (31. Dez.) 17.165
2000 (31. Dez.) 17.465
2005 (31. Dez.) 17.305
2006 (31. Dez.) 17.151

Politik

Stadtrat

Der Stadtrat hat 32 Sitze, die sich nach der Kommunalwahl vom 26. September 2004 wie folgt zusammensetzten:

Parteien/Wählergemeinschaften Stimmen Sitze
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 35,4 % 11
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 34,9 % 11
Grüne Bündnis 90/Die Grünen 11,3 % 4
FDP Freie Demokratische Partei 10,9 % 4
FW Freie Wähler Oerlinghausen 7,4 % 2
Gesamt 100 % 32

Nach dem Übertritt eines Ratsmitglieds der CDU-Fraktion zu den Freien Wählern im November 2006 hat die CDU 10 Sitze und die FW 3 haben Sitze. Die übrige Sitzverteilung ist unverändert geblieben.

Wahlergebnisse

Die früheren Wahlergebnisse der Kommunalwahlen zum Stadtrat seit den Eingemeindungen von Lipperreihe und Helpup:

Parteien und Wählergemeinschaften 1999 1994 1989 1984 1979 1975 1969
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 36,9 % 42,4 % 41,3 % 43,6 % 48,6 % 50,2 % 47,3 %
CDU Christlich Demokratische Union 41,2 % 33,8 % 27,3 % 31,0 % 33,4 % 32,8 % 25,6 %
Grüne Bündnis 90/Die Grünen 10,8 % 12,9 % 14,3 % 11,8 % - - -
FDP Freie Demokratische Partei 11,1 % 11,0 % 17,1 % 13,6 % 13,2 % 16,3 % 27,1 %
Wählergruppen - - - - 4,2 % - -
Einzelbewerber - - - - 0,7 % 0,6 % -
Gesamt 100 % 100 % 100 % 100 % 100 % 100 % 100 %

Bürgermeister

Erster Bürgermeister der jungen Stadt wurde 1926 der liberal-konsevative August Reuter, der 1933 von den Nationalsozialisten des Amtes enthoben wurde. Für ihn kam bis 1945 Friedrich Möller von der NSDAP. Nach dem Krieg kehrte August Reuter für kurze Zeit ins Bürgermeisteramt zurück bis er 1946 vom Sozialdemokraten Heinrich Kramer abgelöst wurde. Der langjährige Bürgermeister Heinrich Kramer erwarb sich große Verdienste, denn er sorgte für den Wiederaufbau der zerstörten Häuser und die Unterbringung hunderter von Flüchtlingen und Vertriebenen. Der letzte Bürgermeister vor der kommunalen Neuordnung war Heinrich Schildmann (SPD) von 1965 bis 1969. Bemerkenswert war das starke Abschneiden der FDP bei der ersten Wahl nach den Eingemeindungen. Dies führte dazu, dass die FDP als zweitstärkste Fraktion - mit Unterstützung der CDU - mit Konrad Drexhage (FDP) den ersten Bürgermeister der erweiterten Stadt stellte. 1975 errang wieder die SPD die Ratsmehrheit und Erich Diekhof übernahm das Bürgermeisteramt, das er neun Jahre innehatte. Dann folgten Horst Steinkühler und Martin Weber (beide SPD).

Aktuelle Bürgermeisterin ist seit 1999 Dr. Ursula Herbort, die zuvor bereits Stadtdirektorin war. Sie ist parteilos, jedoch hat die CDU zu ihren Gunsten bei den Wahlen 1999 und 2004 auf einen eigenen Bürgermeister-Kandidaten verzichtet. Bei ihrer Wiederwahl 2004 setzte sie sich gegen Dirk Becker (SPD) durch.

Die Bürgermeister Oerlinghausens seit Erteilung der Stadtrechte:

  • 1926–1933: August Reuter
  • 1933–1945: Friedrich Möller (NSDAP)
  • 1945–1946: August Reuter
  • 1946–1965: Heinrich Kramer (SPD)
  • 1965–1969: Heinrich Schildmann
  • 1969–1975: Konrad Dreckshage (FDP)
  • 1975–1984: Erich Diekhof (SPD)
  • 1984–1989: Horst Steinkühler (SPD)
  • 1989–1999: Martin Weber (SPD)
  • seit 1999: Dr. Ursula Herbort (Parteilos)

Wappen

Die Wappenbeschreibung lautet: In Rot ein silbernes (weißes) Segelflugzeug. Im Schildfuß ein goldener (gelber) Dreiberg, belegt mit einer roten fünfblättrigen Rose mit goldenem (gelbem) Butzen und goldenen (gelben) Kelchblättern. Das stilisierte Flugzeug weist auf die bedeutende Rolle des Segelflugs für die Stadt hin[29]. Der Dreiberg repräsentiert die drei Stadtteile und die Lippische Rose den Kreis Lippe. Es ist zweigeteilt, auf der linken Seite befindet sich die lippische Rose auf weißem Grund, die rechte Seite ist nochmals unterteilt; im oberen Bereich ist eine Tanne abgebildet, der Hintergrund ist gelb-rot, im unteren Bereich wird die Kumsttonne auf ebenfalls gelb-rotem Hintergrund dargestellt. Die Rose symbolisiert wiederum die Zugehörigkeit zu Lippe; die Tanne wurde in das Wappen als Zeichen, dass es sich um eine Stadt der Sommerfrische handelt, integriert und die Kumsttonne wurde als Wahrzeichen der Stadt aufgenommen.

Dieses aktuelle Wappen besitzt erst seit 1978 Gültigkeit, zuvor fand das zur Verleihung der Stadtrechte 1926 entwickelte Wappen Verwendung. Das frühere Wappen ist zwar auch heute noch präsent, stand aber bereits frühzeitig in der Kritik, insbesondere, da es mit den benachbarten Farben 'Weiß' und 'Gelb' gegen die heraldischen Farbregeln verstößt.[30]

Städtepartnerschaften

1988: Villers-lès-Nancy, Frankreich
1990: Augustusburg, Sachsen
1991: Osterburg (Altmark), Sachsen-Anhalt

Kultur

Bauwerke und Anlagen

Die evangelisch-reformierte Pfarrkirche oder Alexanderkirche ist eine dreijochige Hallenkirche mit 5/8-Schluss. Der heutige Bau entstand zwischen 1511 und 1514 nach einem größeren Brandschaden. Vom Vorgängerbau aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts wurden die Seitenschiffsmauern und der untere Teil des Westturmes übernommen. Der ursprünglich stumpfe Kirchturm bekam 1878 eine Spitze und erreicht danach bis zum Wetterhahn eine Gesamthöhe von 69 Metern. Bedeutendstes Austattungsstück ist der Orgelprospekt von 1688. Den Namen „Alexanderkirche“ erhielt sie vermutlich durch die gleichnamige Glocke „Sanderus“ (Alexander), die im Jahre 1547 von Johan Ahns gegossen wurde. Die etwa 1.500 Kilogramm schwere Bronzeglocke erklingt im Schlagton dis' und hängt neben drei Gussstahlglocken in der Tonfolge h° - d' - e'. Die Inschrift dieser Glocke stellt eine einmalige plattdeutsche Übersetzung des alten Glockenspruches „vivos voco, mortuos plango, fulgura frango“ dar.[31]

Die Synagoge in der Tönsbergstr. 4 ist ein schlichter, durch kräftige Lisenen gegliederter Bruchsteinbau aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Das ehemalige jüdische Bethaus wurde noch vor der Reichspogromnacht im Jahr 1938 von der jüdischen Gemeinde verkauft ist damit eine der wenigen alten Synagogen im Gebiet von Ostwestfalen-Lippe, die weitgehend originalgetreu erhalten geblieben sind. Die ehemalige Synagoge dient heute dem Oerlinghauser Kunstverein als Ausstellungsraum für zeitgenössische Malerei und Plastik.[31] → Siehe auch: Alte Synagogen in Nordrhein-Westfalen

Alter jüdischer Friedhof

Der ehemalige jüdische Friedhof wurde seit dem Ende des 17. Jahrhunderts von der jüdischen Gemeinde als Begräbnisstätte genutzt. Er befindet sich nur wenige Meter oberhalb der Synagoge am Aufstieg zum Tönsberg. Durch ein eisernes Tor betritt man den Friedhof, das seit dem 17. Jahrhundert der damals relativ großen jüdischen Gemeinde als letzte Ruhestätte diente. Efeubewachsene, verwitterte Grabsteine tragen in hebräischen Schriftzügen die Namen alter jüdischer Oerlinghauser Familien.[31]

Die Kumsttonne (von Kumst = Kohl) ist ein Windmühlenstumpf und ein weithin sichtbares Wahrzeichen Oerlinghausens auf dem Tönsberg in 334 Metern Höhe. Die Windmühle wurde 1751 errichtet, verlor aber Mitte des 19. Jahrhunderts bei einem Sturm ihre Flügel. Sie blieb in diesem Zustand auf dem Tönsberg stehen und war auch im alten Oerlinghauser Wappen wiederzufinden. [31]

Die Hünenkapelle oder Tönskapelle liegt auf dem Tönsbergrücken in der Nähe des Wanderweges A5. Von der mittelalterlichen Saalkirche, die sich innerhalb einer vorgeschichtlichen Ringwallanlage (Sachsenlager) aus dem 4. Jahrhundert v.Chr. befindet, sind nur die Umfassungsmauern erhalten. Funktion und Bauzeit der Kapelle sind unbekannt.[31]

Die Villa, Detmolder Str. 20 wurde 1913/14 im Stil des Architekten Hermann Muthesius errichtet. An der Schlussplanung war der Frankfurter Architekt H. A. E. Kopf beteiligt. Der zweigeschossige Bau wird außen durch abgetreppte Lisenen mit Mosaikverblendungen gegliedert.

Sachsenhaus aus der Merowingerzeit.

Museen

Das Archäologische Freilichtmuseum erfreut sich überregionaler Bekanntheit und bietet auf einer Fläche von etwa 1,5 Hektar einen Rundgang mit rekonstruierten Behausungen von der Steinzeit (Zelt altsteinzeitlicher Rentierjäger) bis zu einem Haus aus dem frühen Mittelalter. Eine Attraktion sind auch die Rückzüchtungen mittelalterlicher Weideschweine. Das Angebot des Museums ist schwerpunktmäßig auf Kinder und Jugendliche ausgerichtet. Neben Führungen wird ein museumspädagogisches Programm für Schulklassen angeboten, dazu kommen neben Handwerkskursen auch größere Veranstaltungen, wie der Wikingertag.

Ausflugsziele

Segelflugplatz

Der Segelflugplatz Oerlinghausen liegt etwa 3 Kilometer südlich der Stadtmitte. Hier werden weltweit die meisten Starts und Landungen mit Segelflugzeugen mit etwa 50.000 Flugzeugbewegungen im Jahr durchgeführt. Gestartet wird zwischen März und Oktober auf maximal fünf Wndenschleppstellen, sowie im Flugzeugschlepp. Die Fläche des Flugplatzes beträgt etwa 65 Hektar, der sich im Besitz der Flugplatzgemeinschaft e.V. befindet. Der Flugplatz Oerlinghausen hat sich als beliebtes Ausflugsziel in der Flugsaison entwickelt. In der internationalen Segelflugschule am Flugplatz werden Lehrgänge in Flugausbildung und Flugweiterbildung durchgeführt. Außer Segelflugzeugen starten hier Motorsegler, Ultraleicht- und Modellflugzeuge, Drachen, Gleitschirme und Heißluftballone.[32]

Regelmäßige Veranstaltungen

Weihnachtsmarkt

Über die Grenzen der Stadt hinaus bekannt ist der Weihnachtsmarkt, der am zweiten Adventswochenende in der Innenstadt stattfindet. Veranstalter ist der Verkehrs- und Verschönerungsverein. Neben kommerziellen Anbietern beteiligen sich einheimische Geschäftsleute, Vereine, Schulen und andere Organisationen mit Verkaufsständen und Veranstaltungen. Ein Teil der Einnahmen wird für einen gemeinsamen sozialen oder gemeinnützigen Zweck in Oerlinghausen gespendet.

Schützenfest

Am Wochenende des ersten Sonntags im Juli findet in Oerlinghausen das traditionelle Schützenfest statt. Die Oerlinghauser Schützengesellschaft von 1590 ist eine der ältesten in Ostwestfalen-Lippe und hatte anfangs die Aufgabe, die Bürger vor Überfällen und Gesindel zu schützen. Das alljährliche Schützenfest wird auf dem Schützenplatz am Steinbült gefeiert und hat sich zu einem dreitägigen Volksfest entwickelt.[33]

Hermannslauf

Der etwa 31 km lange Hermannslauf vom Hermannsdenkmal nach Bielefeld führt über den Tönsberg und anschließend durch die Oerlinghausener Innenstadt. Dabei findet parallel zu dem Lauf in der Stadt ein Volksfest statt und viele Zuschauer begleiten die Läufer mit Beifall. Alljährlich am letzten Sonntag im April treffen sich über 7.000 Sportler, um diesen anspruchsvollen Lauf über die Kuppen und Kammwege des Teutoburger Waldes zu bestehen.

Sport

Wer in Oerlinghausen Sport treiben möchte, hat die Auswahl unter mehreren Sportvereinen. Der größte ist der TSV Oerlinghausen mit Abteilungen für Fußball, Handball, Basketball, Volleyball, Leichtathletik, Turnen, Tennis, Ju-Jutsu und Gymnastik/Tanz. Weitere bedeutende Vereine sind der TuS Lipperreihe und die TuS Helpup.

Einzelne Sportarten betreiben zum Beispiel die LG Oerlinghausen (Laufsport), die DLRG Oerlinghausen (Schwimmen und Rettungsschwimmen), sowie der Segelflugverein Oerlinghausen. Hier können Luftsportbegeisterte neben dem Segelfliegen auch den Motorsegelflug, den Ultraleichtflug und den Modellflugzeugbau betreiben.

Infrastruktur und Wirtschaft

Verkehr

Luftverkehr

Der Sonderlandeplatz Oerlinghausen ist vorzugsweise dem Segelflugbetrieb vorbehalten. Im Gegensatz zu einem Verkehrslandeplatz dürfen auf dem Sonderlandeplatz nur der Betreiber und auf Anfrage auch Dritte starten und landen. Der nächstgelegene internationale Flughafen ist der Flughafen Paderborn/Lippstadt (etwa 50 km südlich von Oerlinghausen), der über die A 33 zu erreichen ist.

Schienen- und Busverkehr

Der Bahnhof Oerlinghausen in Leopoldshöhe-Asemissen liegt an der Begatalbahn (KBS 404). Er wird jeweils im Stundentakt, sonntags alle zwei Stunden, vom RE 82 „Der Leineweber“ (Altenbeken–) DetmoldLageBielefeld und weiter als RB 67 bis Münster sowie von der RB 73 „Der Lipperländer“ Lemgo–Lage–Bielefeld und weiter als RB 71 nach HerfordRahden bedient. Ein weiterer Haltepunkt der RB 73 befindet sich in Helpup. Durchgeführt wird der Schienenpersonennahverkehr für den RE 82 von der NordWestBahn und für die RB 73 von der Eurobahn, die jeweils Diesel-Triebwagen vom Typ Bombardier Talent für Geschwindigkeiten bis zu 120 km/h einsetzen.

Im Straßenpersonennahverkehr bestehen direkte Busverbindungen nach Bielefeld, Lage (Lippe) und Bad Salzuflen. Eine Stadtbuslinie verbindet die Südstadt (Segelflugplatz) mit dem Bahnhof in Asemissen.

Straßen

Oerlinghausen (Stadtmitte) liegt etwa 8 km von der A 2 und etwa 6 km der A 33 entfernt. Als Umgehungsstraße ist 1998 die Tunnelstraße (L 751n) gebaut wurden, die den Verkehr durch einen 492 Meter langen Tunnel durch den Menkhauser Berg westlich der Innenstadt leitet und diese damit entlastet.

Wirtschaft

Nach dem Niedergang der Leinen- und Zigarrenindustrie entwickelte sich in Oerlinghausen die Möbelindustrie. Zudem fanden viele Oerlinghauser Arbeit im nahegelegenen Bielefeld, und suchten sich dort als Pendler ihr Auskommen. In der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg hatte Oerlinghausen billiges Bauland zu bieten, so dass große Bielefelder Unternehmen ihre Produktionsstätten teilweise nach Oerlinghausen verlegten, so zum Beispiel die Firmen Gundlach, Hanning & Kahl und später auch Oetker.

Ansässige Unternehmen

In Oerlinghausen sind etwa 700 Unternehmen beheimatet, in der Mehrzahl jedoch Klein- und Kleinstbetriebe. Zu bedeutendsten Oerlinghausener Unternehmen gehören:
Hanning & Kahl GmbH & Co. KG: Das 1898 von Adolf Hanning und Wilhelm Kahl gegründete Unternehmen produziert mit rund 300 Mitarbeitern im Wesentlichen Sicherheitstechnik für Schienenfahrzeuge. In der Zeit des Nationalsozialismus wurden in dem - damals noch in Bielefeld ansässigen - Unternehmen auch Zwangsarbeitende eingesetzt.
Hanning Elektro-Werke GmbH & Co. KG: Im Jahr 1947 gründete Robert Hanning, ein Sohn von Adolf Hanning, die Hanning Elektro-Werke. Das Unternehmen produziert im Bereich der Antriebstechnik und beschäftigt heute rund 1.500 Mitarbeiter in Oerlinghausen und drei anderen Standorten.
Isra Vision AG: Im Jahr 1959 wurde in Oerlinghausen die Sortiermaschinen GmbH im Unternehmensverbund der Feldmühle gegründet. Im Rahmen der Umgliederungen der Feldmühle wurde später daraus die eigenständige Lasor AG, die 2004 von der börsennotierten Aktiengesellschaft Isra Vision übernommen wurde. Der Unternehmenszweig hat weiterhin seinen Sitz in Oerlinghausen und firmiert unter dem Namen Isra Vision Lasor.
Dr. August Oetker Nahrungsmittel KG: Der Kernbereich der Oetker-Gruppe, die Dr. August Oetker Nahrungsmittel KG hat in Oerlinghausen eine Produktionsstätte, in der hauptsächlich Müsli und Backmischungen gefertigt werden.
Gundlach Verpackung GmbH: Seit 1965 produziert die Gundlach-Gruppe (Druck und Verlag) Verpackungen im Offset- und Tiefdruck und beschäftigt rund 400 Mitarbeiter in Oerlinghausen.
Stadtwerke Oerlinghausen GmbH: Die Stadtwerke liefern Strom, Gas, Wärme und Wasser und sind für die Abwasserversorgung und für den Öffentlichen Personen-Nahverkehr zuständig. Im Jahr 2005 wurde das neue Holzheizkraftwerk in Betrieb genommen und deckt den Strombedarf für 800 bis 1.000 Haushalte durch das Verbrennen von Biomasse.[34]

Kliniken

In Oerlinghausen befindet sich die Klinik am Hellweg, ein Fachkrankenhaus zur Rehabilitation suchtkranker Männer. Dort stehen 120 Therapieplätze vorwiegend zur Behandlung von Alkohol- und Medikamentenabhängigkeiten zur Verfügung. Die Klinik gehört zum Verbund des Evangelischen Johanneswerkes in Bielefeld. Seit 1993 gibt es in Oerlinghausen die Venomed-Klinik, eine Fachklinik für plastische Chirurgie und Phlebologie.

Bildung

Bundesweit in die Schlagzeilen mit Artikeln in der Zeit [35], im Focus, sowie Beiträgen im WDR, geriet das Gymnasium 1997, als der Schulleiter Friedrich Mahlmann das Buch Pestalozzis Erben veröffentlichte. In dem Buch wird der Schulalltag persifliert, wobei es offensichtliche Parallelen zwischen der fiktiven Stadt Rodenburg und Oerlinghausen gibt. Von ehemaligen Lehrern, die sich in den Akteuren des Romans wieder erkannten, wurde daraufhin - letztlich erfolglos - auf Entschädigung sowie gegen die weitere Verbreitung des Buches geklagt. Das Verfahren ging bis in die letzte Instanz vor das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe.

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

Söhne und Töchter der Stadt

Folgende Persönlichkeiten wurden in Oerlinghausen geboren:

Weitere Persönlichkeiten

Folgende Persönlichkeiten stammen nicht gebürtig aus Oerlinghausen, wirk(t)en aber hier:

Sonstiges

Spitznamen von Oerlinghausen: Eine im lokalen Umfeld häufig benutzte Koseform für Oerlinghausen lautet "Oerli" bzw. "Oerly"; so existiert die "Oerly-Musikschule", die "Oerli-Dent Zahnarztpraxis" und der "Oerli-Mus".[36] Bedingt durch den verhältnismäßig großen Anteil britischer Bewohner wird die Stadt auch umgangssprachlich - analog zu "K-Town" für Kaiserslautern oder "G-Town" für Gütersloh - auch "O-Town" genannt; diese Bezeichnung verbreitete sich insbesondere zur Blütezeit der gleichnamigen Band in den Jahren 2001/2002.

Oerlinghausen in der Literatur: In Hermann Löns Schilderung "Frau Einsamkeit", erschienen 1911 in dem Band "Da draußen vor dem Tore. Heimatliche Naturbilder", wird auch Oerlinghausen erwähnt; es heißt dort: "...So wanderte ich von Bielefeld über sonnige Höhen, wo die goldenen Zißtröschen im dürren Grase brannten, durch alte Wälder, in denen kein Vogel mehr sang, über hohe, braune Heidhügel, deren strenge Farbe ein dürftiger Rosenschein milderte, nach Oerlinghausen und weiter zur einsamen Senne, dem Lande, das nie der Wanderer besucht...."

Papstbesuch in Oerlinghausen: Laut dem Paderborner Geschichtsschreiber Nicolaus Schaten (17. Jahrhundert) soll Papst Leo III. gemeinsam mit König Karl dem Großen etwa im Jahr 800 in Oerlinghausen gewesen sein.[37]

Bezeichnung der Bewohner Oerlinghausens: Für die Bewohner Oerlinghausens - und gleichermaßen als Adjektiv zu Oerlinghausen - existieren drei unterschiedliche Bezeichnungen, die auch alle parallel Verwendung finden: Oerlinghauser, Oerlinghausener und Oerlinghäuser.

Literatur

Einzelnachweise

  1. LDS NRW: Amtliche Bevölkerungszahlen
  2. Claus-Peter Hutter (Hrsg.): Senne und Teutoburger Wald. Weitbrecht Verlag 2003. ISBN 3-522-72091-1
  3. Hauptsatzung der Stadt Oerlinghausen vom 30. Mai 2005 in der Fassung der 1. Änderungssatzung vom 15. Dezember 2005
  4. a b Hans Sprenger, Bruno Hunke: Vorwerk Orlinchusen. In: Heimatland Lippe. 79. Jahrgang, 1986. S. 140-143.
  5. a b Wilhelm Rinne: Landeskunde Nordrhein-Westfalen, Band Lippe, Kapitel Oerlinghausen. Verlag Ferdinand Schöning, Paderborn 1993. ISBN 3-506-76111-0
  6. a b c Ernst Fleischhack: Oerlinghausen und die Landesherrschaft in alter Zeit. In: Stadt Oerlinghausen: Oerlinghausen. Geschichte und Geschichten. Oerlinghausen 1984.
  7. a b Anna-Elisabeth Kätzner-Zapfe: Zur Kirchengeschichte Oerlinghausens. In: Stadt Oerlinghausen: Oerlinghausen. Geschichte und Geschichten. Oerlinghausen 1984.
  8. Ernst Fleischhack: Die Zeit des Dreißigjährigen Krieges. In: Stadt Oerlinghausen: Oerlinghausen. Geschichte und Geschichten. Oerlinghausen 1984.
  9. a b Ernst Fleischhack: Oerlinghausen im Zeitalter des Absolutismus und der Aufklärung. In: Stadt Oerlinghausen: Oerlinghausen. Geschichte und Geschichten. Oerlinghausen 1984.
  10. a b Ernst Maoro: Revolution und Sozialismus in Oerlinghausen. In: Stadt Oerlinghausen: Oerlinghausen. Geschichte und Geschichten. Oerlinghausen 1984.
  11. Dieter Burkamp: Es geht nichts über Leinen. In: Stadt Oerlinghausen: Oerlinghausen. Geschichte und Geschichten. Oerlinghausen 1984.
  12. Werner Höltke: "Ihr Raucher, wollt Ihr solches Glück... . Die Tabakgasse erinnert in Oerlinghausen an die Zigarrenindustrie." In: Der Minden-Ravensberger. 77. Jahrgang. 2005. S.147 - 150.
  13. Dieter Burkamp: Die Wiege der Sozialdemokratie stand bei den Zigarrenmachern. In: Stadt Oerlinghausen: Oerlinghausen. Geschichte und Geschichten. Oerlinghausen 1984.
  14. Uwe Gartenschlaeger, Jürgen Hartmann, Hans-Christoph Seidel: Eine rote Festung wird erobert - Der Nationalsozialismus in Oerlinghausen. Stadtverwaltung Oerlinghausen, Oerlinghausen 1986
  15. a b Dieter Burkamp: Die Flucht der Juden aus ihrer Heimat. In: Stadt Oerlinghausen: Oerlinghausen. Geschichte und Geschichten. Oerlinghausen 1984.
  16. |ref> Stadt Oerlinghausen: Die Geschichte der Oerlinghauser Synagoge von 1803 bis 1995. heka-Verlag, 1995.
  17. Manfred Suska: "Jede Menge Soldaten in Kampfanzügen". Die Rolle Oerlinghausens beim Fallschirmjägereinsatz während der Ardennenoffensive im Dezember 19444. In: Heimatland Lippe. 96. Jahrgang, 2003, S. 171 - 174
  18. Werner Höltke: Der Tod am Tönsberg. Britische Flieger starben 1945 bei Oerlinghausen. In: Der Minden-Ravensberger. 78. Jahrgang, 2006. S.51-54
  19. Dieter Burkamp: Ostern 1945: Als die Stadt erobert wurde. In: Stadt Oerlinghausen: Oerlinghausen. Geschichte und Geschichten. Oerlinghausen 1984.
  20. Fritz Soll: Kriegsende und Kampfhandlungen in Oerlinghausen. In: Heimatland Lippe. 94. Jahrgang, 2001, S. 49-51
  21. § 1 Gesetz zur Neugliederung des Landkreises Lemgo vom 5. November 1968
  22. http://[www.spd-oerlinghausen.de/cms/front_content.php?idcat=3&idart=69 Umbau der Conle-Siedlung]
  23. Helmut Albrecht: Die Evangelisch-reformierte Kirchengemeinde... In: Stadt Oerlinghausen: Oerlinghausen. Geschichte und Geschichten. Oerlinghausen 1984.
  24. Karl Henke: Die katholische Kirchengemeinde St. Michael. In: Stadt Oerlinghausen: Oerlinghausen. Geschichte und Geschichten. Oerlinghausen 1984.
  25. Dieter Burkamp: Von 1945 bis zur Neuordnung im Jahr 1969. In: Stadt Oerlinghausen: Oerlinghausen. Geschichte und Geschichten. Oerlinghausen 1984.
  26. Gemeindestatistik des Landes Nordrhein-Westfalen: Bevölkerungsentwicklung 1816–1871. Statistisches Landesamt Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf 1966, S. 194
  27. Gemeindestatistik des Landes Nordrhein-Westfalen: Bevölkerungsentwicklung 1871–1961. Statistisches Landesamt Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf 1964, S. 398–399
  28. Die Wohnbevölkerung in den Gemeinden Nordrhein-Westfalens 1970. Statistisches Landesamt Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf 1972, S. 39–46
  29. Hartmut Buch: Segelflugzeug im Stadtwappen. Oerlinghausen - ein Zentrum des BRD-Segelfluges. In: Flieger-Revue Heft 6/448, 38. Jahrgang, 1990.
  30. Hermann Diekmann: Die Geschichte der Bergstadt Oerlinghausen im Teutoburger Walde. 1936. S.: 54
  31. a b c d e Sehenswürdigkeiten in Oerlinghausen (Tourismus)
  32. Segelflugplatz Oerlinghausen
  33. Dieter Burkamp: Jeder Zweite im Verein. In: Stadt Oerlinghausen: Oerlinghausen. Geschichte und Geschichten. Oerlinghausen 1984.
  34. Holzheizkraftwerk Oerlinghausen
  35. Sabine Etzold: Ein Schulleiter erzählt aus seinem leidvollen Alltag. Die Zeit, 35/1997.
  36. Karin Prignitz: Das Oerli-Mus. Neue Westfälische. 18.09.2007
  37. Hermann Diekmann: Cheruskerhof mit Tönsbergburg zu Oerlinghausen. Verlag Topp & Möller, 1967, S. 53
 Commons: Oerlinghausen – Bilder, Videos und Audiodateien