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DDSG Blue Danube

DDSG Blue Danube Schiffahrt GmbH
Unternehmensform
Gründung 1995
Unternehmenssitz Wien
Branche Schifffahrt
Website http://www.ddsg-blue-danube.at/

Die DDSG Blue Danube Schiffahrt GmbH ist ein 1995 gegründetes Binnenschifffahrtsunternehmen. Es ist die Nachfolgegesellschaft für die Passagierschifffahrt der 1829 gegründeten Ersten Donau-Dampfschiffahrts-Gesellschaft. Mit mehreren Schiffen werden Linien- und Ausflugsreisen auf der österreichischen Donau im Raum Wien und Wachau angeboten.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Vorgeschichte

Die heutige DDSG-Personenschifffahrtsgesellschaft DDSG Blue Danube ging aus der zwischen 1991 und 1995 bestehenden DDSG Donaureisen hervor. Diese wiederum war die Nachfolgegesellschaft für die Passagierschifffahrt der 1990 privatisierten Ersten Donau-Dampfschiffahrts-Gesellschaft, die 1829 gegründet wurde und zur Zeit der österreichisch-ungarischen Monarchie die größte Binnenschifffahrtsgesellschaft der Welt war. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde die Flotte jedoch an die Nachfolgestaaten der Donaumonarchie aufgeteilt, was die Größe und Wirtschaftlichkeit des Unternehmens stark dezimierte.

1991 wird die DDSG privatisiert und aufgeteilt. Der Gütertransportbereich wird in der DDSG-Cargo zusammengefasst und verkauft. Für die defizitäre Passagierschifffahrt konnte jedoch kein entsprechender Käufer gefunden werden, was zu Folge hatte, dass die Schiffe dieses Bereiches an verschiedene Unternehmen vergeben wurden. Einen Großteil der Fahrgastschiffe übernahm die DDSG Blue Danube Schiffahrt GmbH, die diesen Geschäftsbereich bis dato erfolgreich weiterführt. Andere Strecken, etwa der Langstreckendienst Passau-Linz, gingen an andere Schifffahrtsgesellschaften, in diesem Fall die bayrische Wurm & Köck und Donau Touristik.

Gründung der DDSG Blue Danube

1995 wurde die DDSG Donaureisen vom Österreichischen Verkehrsbüro und dem Wiener Hafen zu je 50 Prozent übernommen. Seither werden wieder erfolgreich Donaureisen mit fünf eigenen Schiffen in den Kernzonen Wien und der Wachau unternommen. Zusätzlich werden mit Partnerunternehmen die Strecken Wien-Passau-Wien (Donau Touristik, Kaiserin Elisabeth), Wien-Budapest-Wien (Mahart Passnave, Tragflügelboote) und Wien-Bratislava-Wien (Central Danube, TwinCityLiner, neu ab Juni 2006) betrieben. Bei letzt genannter Destination ist die DDSG Blue Danube nicht nur Partner, sondern führt auch den operativen Betrieb mit Buchung und Schiffspersonal durch.

Im Jahr 2007 erweitert das Rundfahrtsschiff „Schlögen“ die DDSG-Flotte, sodass nun sechs komfortable Ausflugsschiffe zu Verfügung stehen!

Schifffahrten Wien

In Wien stehen die drei Ausflugsschiffe Vindobona, Vienna und Schlögen zu Verfügung, die fünfmal täglich zu Sightseeingtouren auf der Donau und dem Donaukanal ablegen. Das Hundertwasser-Schiff Vindobona, die 2005 renovierte Vienna und das übernommene Schiff Schlögen legen zu Rundfahrten vom Schwedenplatz donaukanalabwärts Richtung Kraftwerk Freudenau ab. Auf der "großen" Donau fahren die Schiffe stromaufwärts bis zum DDSG-Schifffahrtszentrum (Station Reichsbrücke) und weiter zur Schleuse Nußdorf, wo sie wieder in den Donaukanal einfahren. Nach rund 3-stündiger Tour endet die Rundfahrt wieder beim Schwedenplatz.

Neben dem Sonntags-Ausflug "Wien-Dürnstein-Wien" bietet die DDSG mit ihrem Flaggschiff Admiral Tegetthoff auch einige Fahrten von Wien in den Nationalpark DonauAuen nach Orth an der Donau und Hainburg an.

Neu - seit Juni 2006 - ist die Städte-Schnellverbindung Wien-Bratislava mit dem Twin City Liner. 3 Mal täglich in jede Richtung legt der Aluminium-Katamaran zur 75-minütigen Donaufahrt von „City to City“ ab.

Schifffahrten Wachau

Die Wachau ist wohl der schönste Streckenabschnitt der Donau. An Bord der beiden DDSG-Schiffe Wachau und Prinz Eugen erlebt man 36 km Flusstal von seiner schönsten Seite. Drei Abfahrten stehen täglich von April bis Oktober zu Verfügung; Stopps gibt es in Krems an der Donau, Dürnstein, Spitz, Emmersdorf an der Donau und Melk. Komplettiert wird das Linienangebot durch Kombi-Tickets mit Rad, Picknick, Kultur, Wein und Bahn.

Themen- & Sonderfahrten

Aber nicht nur unter Tags wird viel geboten. Es gibt auch abendliche Themenschifffahrten ab Wien, Krems und Melk, bei denen getanzt, gefeiert und gegessen werden kann. Zum Beispiel gibt es Karibiknächte oder die Dinner Cruise „Sound of W. A. Mozart“.

Winterschifffahrten

Die Donauschifffahrt ist längst kein reines Sommergeschäft. Auch in der kühlen Jahreszeit legen Schiffe der DDSG zu Linien-, Rund- & Sonderfahrten ab. So reicht das Programm von „Wiener Donaurundfahrten“ und der City-Schnellverbindung Wien-Bratislava an Wochenenden über unterhaltsame Sonderfahrten (z.B. „Brunch am Adventsonntag“) bis hin zu einmaligen Abendfahrten, wie „Karibische Weihnacht“ oder „Magic Christian & Friends“.

DDSG-Schiffe

Aktuelle DDSG Blue Danube Flotte

Die aktuelle Flotte der DDSG Blue Danube umfasst fünf Ausflugsschiffe, die vorwiegend in den Kernzonen Wien und Wachau eingesetzt werden.

Flottenstand:

MS Admiral Tegetthoff

Das Flaggschiff der DDSG Blue Danube Flotte stellt die MS Admiral Tegetthoff dar. Sie wurde 1987 gemeinsam mit ihrem Schwesterschiff Prinz Eugen auf der Korneuburger Werft gebaut und ist vorwiegend für Themen- und Sonderfahrten ab Wien im Einsatz. 2001 investierte die DDSG in das Schiff, sodass es im neuen Glanz als Österreichs einziges „Jugendstilschiff“ ablegen kann. Von 1999 bis 2003 stand das Schiff zusätzlich im Liniendienst zwischen Wien und Passau.

Zahlreiche Charter-Fahrten lassen sich an Bord durch das besondere technische Equipment durchführen. So sorgen ein Tanzboden, eine leistungsstarke Küche und die Sound-Anlage für unproblematisches Feiern und Präsentieren am Schiff. Nicht um sonst, bezeichnet man die Admiral Tegetthoff als DAS Charter- & Eventschiff auf der Donau.

Das Schiff kann rund 430 Passagiere im Inneren und weitere 200 am Freideck befördern. Zwei Maschinen mit zusammen 940 PS sorgen für Bewegung des 63,4 m langen und 9,80 m breiten Schiffes.

MS Prinz Eugen

Das Schiff, das die wohl größte Kilometer-Anzahl leistet, ist die MS Prinz Eugen. Sie befährt seit Jahren den Streckenabschnitt zwischen Krems und Melk und liegt über Nacht in Krems.

Als Wachauer Traditionsschiff ist die Prinz Eugen aus dem Donautal kaum wegzudenken. In zwei Etappen wurde das Schiff umfassend renoviert, sodass das Hauptdeck mit Tanzfläche, Restaurant und Kassa und das Oberdeck mit Ausschank und großem Restaurant in neuem Glanz erscheint. Am Freideck, welches zu ca. 1/3 überdacht ist, befindet sich neben dem Steuerstand eine weitere Ausschank.

Die technischen Daten sind grundsätzlich ident mit denen der Admiral Tegetthoff, da die beiden Schiffe „Schwestern“ sind und gemeinsam in der Österreichischen Schiffswerften AG erbaut wurden.


MS Wachau

Hauptartikel: MS Wachau

Ein wahrer Klassiker unter den österreichischen Ausflugsschiffen ist die MS Wachau. Sie wurde 1975 als letztes Ausflugsschiff mit einem stolzen Kamin, der hydraulisch umlegbar ist, ausgestattet und wurde speziell für den Nibelungengau und die Wachau konzipiert. Das 1200 PS starke, 62,7 m lange und 11,6 m breite Schiff wird für die täglichen Linienfahrten zwischen Melk und Krems eingesetzt. Es kann ca. 400 Personen unter Deck und weitere 200 am Freideck befördern. Das Schiff zeichnet eine hohe Geschwindigkeit, ein Panoramasalon und die drei Restaurantbereiche aus. Außerdem ist die Wachau wohl das formschönste Tagesausflugsschiff auf der oberen Donau.

MS Vindobona

Hauptartikel: MS Vindobona

„Vindobona“ ist der römische Name für „Wien“. 1979 wurde das DDSG-Schiff Vindobona anlässlich des 150-jährigen Jubiläums erbaut, das damals eine große Flottenparade in Wien anführte. Zu diesem Zeitpunkt fand auch die Grundsteinlegung zum neuen Schifffahrtszentrum am Handelskai 265 statt. Das Schiff wurde 1995, als es von dem privaten Unternehmen DDSG Blue Danube übernommen wurde, zum „Hundertwasser-Schiff“ umgebaut und trägt seitdem die markant violette Farbe, diverse Goldkugeln und eine besondere Inneneinrichtung. Außerdem wurde das zuvor teils offene Oberdeck zu einem geschlossenen Salon umgebaut.

MS Vienna

2005 wurde die kleinste Einheit der DDSG-Flotte renoviert. Es handelt sich um das Wiener Sightseeingschiff MS Vienna. Es verfügt über eine Kapazität von 90 Personen im Inneren und weiteren 100 am Freideck. Die „Vienna“ wurde nach russischer Bauart erbaut und 1988 mit einer Länge von 28,3 m und einer Breite von 6,5 m auf Kiel gelegt. Vor allem in Ungarn gibt es unzählige sehr ähnliche „Schwestern-Schiffe“ dieses Bautyps.

MS Schlögen

Seit 1. Jänner 2007 erweitert das Fahrgastschiff "Schlögen" die Flotte der DDSG Blue Danube. War es bislang im Besitz der Donauschiffahrt Phyringer & Zopper, wurde die "Schlögen" mit Jahreswechsel an die größte Tagesausflugsschifffahrts-Reederei veräußert. Der Besitzer wechselte, Name und Einsatzgebiet bleiben gleich: Die MS "Schlögen" wird auch weiterhin Rundfahrten im Großraum Wien unternehmen und den Schwedenplatz mit der Reichsbrücke verbinden. Sie wird die Rundfahrtsflotte der DDSG Blue Danube erweitern, sodass nun mit 3 DDSG-Schiffen der gesamte Rundfahrts-Fahrplan in Wien abgedeckt werden kann!

Twin City Liner

Hauptartikel: Twin City Liner

Der neue Twin City Liner ist ein Aluminium-Schnellkatamaran mit Jetantrieb, welches 3x täglich die österreichische Hauptstadt Wien mit der slowakischen Bratislava verbindet. Das Schiff wurde in Norwegen gefertigt und auf die Donau überstellt. Grundgedanke hinter dem Schnellschiff war eine komfortable Verbindung zwischen Wien und Bratislava: 75 Minuten dauert die Fahrt; direkt von City to City (Abfahrt Wien: Schwedenplatz). Eigner ist die Central Danube GmbH., welche sich als Betreiber des Schiffes die DDSG Blue Danube „ins Boot holte“. Gemeinsam führen die beiden Unternehmen erfolgreiche Schifffahrten durch.

Ehemalige DDSG Schiffe

Bis 1990 fuhren alle DDSG-Schiffe (sowohl Personen- als auch Frachtschiffe) unter der Flagge der 1. DDSG. 1991 wurden die beiden Bereiche geteilt, und es entstand die DDSG Donaureisen, die über folgende Schiffe verfügte:

MS Stadt Wien und MS Stadt Passau

Die beiden Schwester-Radschiffe Stadt Wien und Stadt Passau erleben zwei geteilte Schiksale. Bis 1995 standen sie gemeinsam im Liniendienst zwischen Wien und Passau, jetzt liegt die Stadt Wien als Restaurantschiff an der Donaulände in Tulln und fährt an Wochenenden unter der Flagge des Tullner Bürgermeisters Wilhelm Stift in die Wachau; die Stadt Passau wurde zuerst nach Passau (D) veräußert, dümpelte dort bis 2001 an der bayrischen Donau in Heining ohne Verwendung vor sich hin, wurde schließlich von K. Földi, einem Ungar gekauft und mit eigener Maschinenkraft nach Budapest überstellt; der neue Reeder wurde ermordet und das zum Teil renovierte Schiff lag weiterhin ohne Verwendung an der Budapester Elisabethbrücke. 2005/06 wendete sich das Blatt und die Stadt Passau wurde innerhalb Ungarns weiterverkauft. Der neue Reeder lässt das Schiff in der slowakischen Werft Komarno grundlegend erneuern und will es ab Sommer 2007 für Tagesausflugsfahrten ab Budapest einsetzen. Neuer geplanter Name des Schiffes war SZÉCHENYI ISTVÁN ist jedoch jetzt GRÓF SZÉCHENYI.

DS Schönbrunn

Hauptartikel: Dampfschiff Schönbrunn

Das 1912 erbaute Schaufelradschiff DS Schönbrunn wurde an die Österreichische Gesellschaft für Eisenbahngeschichte (kurz ÖGEG) verkauft und verkehrt seitdem auf Sonder- und Charterfahrten ab Linz. Sie ist der Stolz der Österreichischen Donauflotte, da sie der letzte Schaufelraddampfer ist. Die Faszination dieses sehr schnellen Schiffes liegt in den unzähligen Details, die mühsam nach einer kompletten Zerstörung durch unzählige, freiwillige Helfer aufgebaut wurden. Das Schiff wurde nach der Außerdienststellung vom DDSG-Linienverkehr zunächst für Sonderfahrten verwendet; später wurde es nach Budapest überstellt, wo es als schwimmendes Casino diente - hier wurden die schönen Jugendstilsalons komplett zerstört; wieder zurück in Österreich diente es ein Jahr lang als Ausstellungsschiff bei der Donauwelt Engelhartszell, bevor es an die ÖGEG um den Symbolpreis 1 Schilling verkauft wurde.

Heute finden auf der Schönbrunn gemütliche Tagesausflüge und Rundfahrten - in erster Linie im Raum Linz an der Donau statt. Meist 1x pro Jahr geht der historische Dampfer auf große Donaureise nach Wien und ist rechtzeitig zur Sonnwendfeier mit Feuerwerk in der Wachau.

Besonders beliebt ist die „Old-Lady“ auch für Charterschifffahrten, wie Hochzeiten, Firmenjubiläen, Feieren und Präsentationen!

Beachtenswert ist auch, dass alle Helfer am Schiff - angefangen beim Heizer über den Bootsmann bis hin zum Kapitän - kostenlos ihren Dienst, rein aus „Liebe zum Schiff“, versehen. Sie sind ehrenamtliche Mitglieder, die sich das Ziel gesetzt haben, das Prunkstück Schönbrunn im fahrfähigen Zustand und somit der Nachwelt zu erhalten. Denn das Schiff steht für ein besonders Erlebnis!

MS Theodor Körner

Das Fahrgastschiff Theodor Körner ist ein kombiniertes Tagesausflugs-Kabinen-Schiff, das in erster Linie für den Tages-Linienverkehr Wien-Linz-Passau und den Kreuzfahrt-Verkehr von Wien donauabwärts nach Belgrad und ans Schwarze Meer erbaut wurde. Vor allem der graue Bug war ein Markenzeichen der „Theodor Körner“. Als die DDSG Donaureisen stillgelegt wurde, wurde zunächst auch die „Theodor Körner“ im Korneuburger Werftgelände stillgelegt und dümpelte bis 1998 vor sich hin. Das Schiff wurde vom Reisebüro „Favorit Reisen“ gekauft, in Korneuburg general-überholt und kreuzt seither stolz zwischen Passau und dem Schwarzen Meer unter österreichischer Flagge. Der markante graue Bug wurde durch weiße Farbe ersetzt. Mittlerweile veräußerte "Favorit Reisen" das Schiff, da ersatzweise die "Donauprinzessin" der Peter Deilmann Reederei erworben und in "Rossini" umgetauft wurde. Die "Theodor Körner" fährt jedoch weiter unter österreichischer Flagge 7-Tagestouren von Passau nach Bratislava bzw. Budapest für einen Radreiseveranstalter.

MS Mozart

Das Fahrgastschiff Mozart wurde für die DDSG 1987 auf der Deggendorfer Werft (Deutschland) erbaut. Es ist das größte Binnenkreuzfahrtschiff Europas und sehr luxuriös ausgestattet. Das Schiff ist ein Katamaran mit den Abmessungen L=120,6m und B=22,85m. Angetrieben wird es von zwei Motoren je 1.185 kW. Einsatzgebiet waren Flusskreuzfahrten auf div. Destinationen. Doch der millionenteure Koloss fuhr nicht die erhofften Gewinne ein - so kam es auch nicht mehr zum Bau eines Schwesternschiffes, das den Namen „Schubert“ tragen sollte.

Nur 6 Jahre später wurde die „Mozart“ 1993 an die deutsche Peter Deilmann Reederei verkauft, der das Schiff erfolgreich auf Donau-Kreuzfahrten vorwiegend zwischen Passau und Budapest einsetzt.

MS Austria

Das 1970 erbaute Fahrgastschiff wurde für das „Obere Donautal“, jenen Donauabschnitt zwischen Passau und Linz erbaut. Da der Betrieb des Wachauer Linienverkehrs mit Dampfschiffen nicht mehr möglich war, wurde die Austria vom Oberen Donautal abgezogen und in die Wachau verlegt. Das Schiff bewährte sich nicht sonderlich, da die Fahrgäste - bedingt durch das heckseitig gelegene Freideck - nur unzureichend freie Sicht hatten.

1975 wurde ein weiteres Schiff - ähnlichen Bautyps - auf der Werft Korneuburg in Auftrag gegeben: die MS „Wachau“. Hier wurde jedoch ein großes Freideck eingerichtet, das „frei Sicht“ zuließ. Die „Austria“ wurde dann erneut ab Passau zu täglichen Linienfahrten nach Linz und retour eingesetzt. Als 1995 die DDSG Donaureisen liquidiert wurde, wurde das Schiff zunächst in die Niederlande veräußert, bevor es wenig später zurück auf die Donau kam.

ACC Donaupfeil

Während des Flottenerneuerungs-Programms der DDSG in den 1980er Jahren wurde neben der Prinz Eugen oder Admiral Tegetthoff auch ein Schnellschiff für rund 80 Personen angeschafft. Es sollte der ungarischen Reederei „Mahart Passnave“ etwas entgegenwirken und als Gegenstück zu den ungarischen Tragflügelbooten auf der Destination Wien-Budapest-Wien eingesetzt werden. Da ACC Donaupfeil nicht ganz den Anforderungen entsprach, mussten diverse Umbauten durchgeführt werden, welche den schnellen Fahrbetrieb (ca. 55 km/h) etwas beeinträchtigten. Der Dauereinsatz diese High-Tech-Fahrzeugs hinterließ seine Spuren und so musste das Schiff oft noch nach der Ankunft in Wien gewartet werden. Selbst der Kapitän legte oft selbst Hand an und half beim Reparieren. Nach einem Unfall, bei dem das Schiff stark in Mitleidenschaft gezogen wurde, musste man den Donaupfeil außer Betrieb nehmen. Er wurde ins Ausland verkauft.

Heute, rund 20 Jahre später, gibt es wieder eine Neuheit auf der Donau: den Twin City Liner, ein Schnell-Katamaran, der die Städte Wien und Bratislava über Donaukanal und Donau 3x täglich verbindet!

Fahrstrecken

aus dem Fahrplan 2007

Flotte 2007

DDSG Schifffahrtszentrum - Wien, Handelskai 265

Das Schifffahrtszentrum am Wiener Handelskai bei der Reichsbrücke wurde damals als Ersatz zur DDSG-Zentrale in der Wiener Innenstadt errichtet. Mit großräumigen Büros, einer eigenen Druckerei und Restaurant wollte man für die wachsende Personenschifffahrt vorbereitet sein. Die Kosten des millionenteuren Vorhabens stiegen jedoch um ein vielfaches als geplant an.

Nach dem Ende der DDSG-Donaureisen im Jahre 1995 fand das Bürogebäude bedeutend weniger Verwendung als zuvor. 2006 entschloss sich die DDSG Blue Danube, welche ihre Firmenzentrale bis dato in der Friedrichstraße beim Österreichischen Verkehrsbüro eingerichtet hatte, wieder zum traditionellen Stadtpunkt am Handelskai zurückzukehren. Ab Herbst 2006 steht die vormalige Passagierhalle als Büro- und Verkaufsfläche der DDSG Blue Danube zu Verfügung.

Pontone (Anlegestellen) und Länden

Neben den Fahrgast- & Frachtschiffen verfügte die DDSG auch über sämtliche Schiffsanlegestellen zwischen Passau und Wien, welche alle regelmäßig bedient wurden. Nach der Liquidierung der DDSG wurden auch die Anlegestellen verkauft:

DDSG-Bildergalerie

7Koordinaten: 48° 13′ 28″ N, 16° 24′ 28″ O