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Holzmodifikation

Holzmodifikation, auch Holzmodifizierung genannt, ist ein Verfahren zur Verbesserung der technischen Eigenschaften von Holz, insbesondere der Dauerhaftigkeit gegenüber biotischem Abbau (Angriff durch Pilze und Insekten) sowie der Dimensionsstabilität. Dabei wird die Struktur der Zellwand derart verändert, dass einerseits die Hygroskopizität (Wasseraufnahmefähigkeit) des Holzes vermindert wird und andererseits holzabbauende Enzyme das Holz nicht mehr abbauen können. Bei der Acetylierung werden die Hydroxylgruppen der Cellulose und der Hemicellulose mit Essigsäureanhydrid acetlyiert und dadurch die Bindung von Wasser in der Zellwand weitgehend verhindert. Bei der thermischen Modifizierung wird das Lignin denaturiert. Inzwischen werden auch Verfahren aus der Textilindustrie erfolgreich auf Holz und Holzwerkstoffe übertragen.