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Diskussion:Methanol

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Herstellung aus Kohle

"In diesem Verfahren wird Kohle unter Hitze und Zugabe von Luftsauerstoff vergast (Kohledruckvergasung). Nach Kühlung des entstandenen Synthesegases (CO + 2 H2) werden die Teerabscheidungen entfernt"

Aus Kohle und Luftsauerstoff wird nie im Leben Synthesegas, da weder in Kohle noch in Luft Wasserstoff enthalten ist. Synthesegas entsteht indem man Wasserdampf über Koks leitet. Der Kohlenstoff reduziert den Wasserstoff aus dem Wasser und man erhält CO und H2. Was "Kohledruckvergasung" ist, weiß ich leider auch nicht, daher halte ich mich mit Änderungen am Artikel mal zurück. Auf jeden Fall ist es so wie es da geschrieben steht falsch.

Nein. Kohle, Holz, Zucker, Öl etc. bestehen aus Kohlenwasserstoffen, also C und H bei Umwandlung zB Verbrennung zB. Atmung entsteht CO2 + H2O. Bei diesem Verfahren entsteht eben CO + 2 H2. --86.33.243.114 13:35, 11. Apr. 2007 (CEST) (Jodelhuber)

zur Giftigkeit

Also generell stimmt es schon, dass ADH eime wesentlich höhere Affinität zu EtOH hat als zu MeOH und sich deshalb kaum giftige Methabolite bilden. Dennoch halte ich den Abschnitt für zu gewagt, wo behauptet wird MeOH wäre nicht sehr gefährlich, solange man parallel EtOH zu sich nimmt. Immerhin erfolgt die Resorption von EtOH durch den lipophileren Charakter schneller und somit beginnt der Abbau früher und das Abatmen von MeOH muss nicht vollständig erfolgen?!? Ich denke es ist dringend von dem Verzehr minderwertiger Spirituosen abzuraten! Vor allem, sollte man diese auf keinen Fall regelmäßig konsumieren! --Luke1ace 00:17, 27. Jun 2006 (CEST)


Könnte man nicht auch die Kurzbezeichnung MeOH irgendwo einfügen ???

Meiner Meinung nach sind die Angaben in "Anwendung/In der Chemie" nicht ganz korrekt. Methanol wird für MTBE, Formaldehyd, Essigsäure, Lösungsmittel (z.B. Carbonsäureester), Chlormethane, Methylmethacrylat usw. eingesetzt, ungefähr in dieser Reihenfolge. Methanol wird zwar bei der Herstellung von Ameisensäure eingesetzt, aber nur als Hilfsmittel, ohne verbraucht zu werden. Die Herstellung von Methylaminen hat nur eine sehr untergeordnete Bedeutung. Wenn niemand was dagegen hat, würde ich das Kapitel entsprechend umschreiben. FeiYuQing 05:50, 27. Jul 2005 (CEST)

Es sollte erwähnt werden, dass Methanol bei korrekter Gärung von Glukose nur in geringen Spuren auftritt und z.B. Weinbrand normalerweise keine nennenswerten Methanolmengen enthält. Beim unsachgemäßen Umgang mit Stärke (z.B. Wodka) ist das u.U. anders. Auch Zellulose spielt bei der Methanolentstehung wohl eine Rolle, aber darüber habe ich keine Unterlagen.  Augiasstallputzer Bild:Signatur Augiasstallputzer.png 00:09, 3. Jul 2006 (CEST)


Irre ich mich, oder rührt die Giftigkeit nicht vom Methanol, sondern von der daraus entstehenden Methansäure (Ameisensäure) her?


Frage vom Laien: Erst steht da: "Methanol ist ein starkes Nervengift, ...", und zwei, drei Sätze weiter "Methanol selbst ist nicht giftig, wohl aber der durch die Alkoholdehydrogenase gebildete Formaldehyd.". Also, falls ich den Artikel verstanden habe, ist der zweite Satz richtig. Könnte das nicht jemand, der Ahnung hat, umformulieren? --Nschlia 20:34, 6. Okt 2006 (CEST)

Bei Tierversuchen (z.B. mit Mäusen) konnte die Acidolyse zu Ameisensäure nicht festgestellt werden. Nur bei Primaten (Affen und Menschen) findet die Acidolyse von Methanol zu Ameisensäure statt. Die Folsäure, die für die Entgiftung der Ameisensäure notwendig ist, ist bei Menschen und Affen nur in geringer Konzentration (anders bei Hunden und Mäusen) vorhanden. Für Versuchstiere wie Mäuse und Hunde ist die Toxizität von Methanol sogar geringer als für Ethanol.

--DTeetz 12:28, 17. Dez. 2006 (CET)


Ich denke, die Gefahr von Vergiftungen durch Konsum von Methanol (insbesondere im Zusammenhang mit minderwertigen Spirituosen) sollte am Artikelanfang unbedingt explizit erwähnt werden. Daß genaugenommen die Abbauprodukte giftig sind, steht ja schon weiter unten. --Joise 21:27, 23. Mai 2008 (CEST)

zur Herstellung

Im Artikel Synthesegas wird geschildert, dass das die Herstellung des Synthesegases bei der Methanolsynthese durch die Reaktion

CO + 2 H2 --> CH3OH

beschrieben wird. In der Zeichnung jedoch wird CO + 3 H2 gezeigt. Wird nun ein zusätzliches Wasserstoffmolekül benötigt (wenn ja, wofür?) oder ist die Grafik falsch?

mfg
--213.7.195.146 10:41, 15. Jan 2006 (CET)


Ich denke auch, daß man in der Grafik CO + 2H2 angeben sollte, das wäre formal korrekt. Drei Mole H2 werden verbraucht, wenn man noch CO2 zugibt: CO2 + 3 H2 --> MeOH + H2O, was in der Praxis auch gemacht wird. Ich komme aber nicht an die Graphik ran zum ändern.

FeiYuQing 13:00, 16. Jan 2006 (CET)

Bei der Methanolsynthese gibt es mehrere Gleichgewichtsreaktionen. Durch Katalysatoren und Druckänderungen und Wahl der Zusammensetzung der Edukte (Ausgangsstoffe einer Reaktion in diesem Fall: Wasserstoff, Kohlenmonoxid, Kohlendioxid) können die Gleichgewichte verschoben werden.

Folgende Gleichgewichte gelten:

1) CO + 2H2 <-> CH3OH // K1

2) CO2 + 3 H2 <-> CH3OH + H2O //K2

3) CO + H2O <-> CO2 + H2 //K3

Bei Methanolsynthesen wurden immer Gemische aus Kohlenmonoxid , Kohlendioxid und Wasserstoff eingesetzt. Alle drei Gleichgewichtskonstanten werden durch Druck und Temperatur beeinflußt, laufen also nicht vollständig in eine Richtung ab, da die Rückreaktion auch möglich ist.

--DTeetz 13:44, 14. Dez. 2006 (CET)

Versuch mit Natrium

Was passiert mit Methanol, dass in Natrium gegeben wird?? Es wäre, denke ich, besser noch einige Informationen über Reaktionen mit verschiedenen anderen Stoffen einzubringen


Es bildet sich Natriummethanolat und H2


Anmerkung:

Wenn man in absolutes Methanol kleine Stücken Natrium gibt zeigt sich eine kräftige Wasserstoffentwicklung nach der Umsetzung wie beschrieben. Vorsicht (!), Kalium reagiert schon ganz anders, es ist kaum zu vermeiden, dass sich das Methanol entzündet.

--DTeetz 12:40, 17. Dez. 2006 (CET)

Strukturformel

Das Gebilde neben der Strukturformel bedarf unbedingt einer Erklärung, sonst ist es nicht brauchbar bzw. eher verwirrend.--Dr.cueppers 22:10, 9. Dez. 2006 (CET)

Entfernt, da so tatsächlich wertfrei. --Minutemen ± 16:14, 23. Jan. 2007 (CET)

Methanolsynthese

Wirtschaftlich und energiepolitisch sind solche Verfahren äußerst fragwürdig, weil zu diesem CO2-Recycling mehr Energie aufgebracht werden müsste, als bei der vorhergehenden Verbrennung von C zu CO2 gewonnen wurde.

Also das mag ja bei einer klassischen Verbrennung unsinnig sein, im Zusammenhang mit Methanolbrennstoffzellen [[1]] könnte Methanol aber alternativ zu Wasserstoff als CO2-Neutraler Energieträger (ähnlich Biofuel) eingesetzt werden. Wasserstoff ist bekannterweise wg seiner Flüchtigkeit sehr schwer zu lagern (Druck, Temperatur), für Methanol könnte die aber die vorhandene Treibstoffinfrastruktur weitergenutzt werden. siehe http://en.wikipedia.org/wiki/Methanol_economy LanX--217.224.66.151 14:26, 11. Feb. 2007 (CET)


Achtung!!! Falsche Angabe!!!! Methanol ist ein T+ Stoff und höchst giftig!!!! Verursacht Erblindung!!!!(Der vorstehende, nicht signierte Beitrag stammt von 217.230.58.227 (Diskussion • Beiträge) 2:02, 26. Mar 2007) --NEUROtiker 12:05, 26. Mär. 2007 (CEST)

Die Gefahrstoffkennzeichnung im Artikel ist korrekt. --NEUROtiker 12:05, 26. Mär. 2007 (CEST)

methanol, ein primärer alkohol?

kurze frage: methanol, ein primärer alkohol?, ich dachte ethanol sei ein primärer alkohol??(Der vorstehende, nicht signierte Beitrag stammt von 80.136.251.226 (Diskussion • Beiträge) 19:59, 18. Apr 2007) --NEUROtiker 22:38, 18. Apr. 2007 (CEST)

Primäre Alkohole zeichnen sich dadurch aus, dass an dem Kohlenstoffatom neben der OH-Gruppe zwei Wasserstoffatome vorkommen (z.B. Ethanol, 1-Propanol, 1-Butanol,....). Methanol ist daher als "einwertig" zu betrachten.(Der vorstehende, nicht signierte Beitrag stammt von 81.62.207.193 (Diskussion • Beiträge) 21:45, 18. Apr 2007) --NEUROtiker 22:38, 18. Apr. 2007 (CEST)

Die Unterteilung in primäre, sekundäre und tertiäre Alkohole richtet sich nach der Position des Kohlenstoffatoms (C), an dem sich die Hydroxylgruppe (-OH) befindet, innerhalb des Moleküls und ist unabhängig von der Wertigkeit des Alkohols. Das C mit OH-Gruppe eines primären Alkohols ist mit maximal einem weiteren C verbunden, das C eines sekundären mit genau zwei und das C eines tertiären mit drei weiteren.
Unabhängig davon bezeichnet man einen Alkohol als einwertig, wenn er nur eine OH-Gruppe aufweist, solche mit zwei werden zweiwertig genannt usw. --NEUROtiker 22:38, 18. Apr. 2007 (CEST)

Giftigkeit:

Könnte man den Abschnitt mit den drei Stadien ein bisschen konkreter schreiben? Anstatt der Latenzzeit wären da Stunden/Tage interessanter.


Eignung als Kraftstoff für Kraftfahrzeuge:

Hier wünsche ich mir eine Kosten-Darstellung für die Verwendung für (optimierte) Verbrennungs-Motoren und bei Verwendung als Stoff für Brennstoff-Zellen.

Schließlich sollte auch die voraussichtliche Umweltbelastung beziffert werden. Danke im Voraus. carlda

Bild bei Methanolsynthese: gehört das zu den synthese von kohle oder von erdgas?

Die Brennstoffzelle mit Methanol ist derzeit bei 3699.-EUR für eine 66 Watt Zelle mit 20,7% Wirkungsgrad. Gesehen auf der Caravan Show in Düsseldorf 2007. Im Oktober 2007 hatte ich ein Interview mit einer namhafte Forschungsinstitution, wo man meint bis 2009 einen Verbrennungsmotor mit Generator mit knapp über 40% Wirkungsgrad erreichen zu können. Methanol ist ideal um Wasserstoff leichter transportierbar zu machen. Man kann mit 1 kg Holz 1,65 Liter Methanol erzeugen, wenn man alle Energie für den Prozess von außen zuführt. Dies führte zu meiner Studie über ein Plug-in Hybrid Mittelklasseauto, einmal mit Wasserstoff und Brennstoffzelle, einmal mit Methanol. Mein Schluß: die Zukunft des Autos sind Plug-in Hybridautos mit einem Range Extender mit Methanol. --Pege.founder 15:27, 1. Mär. 2008 (CET)

Eignung als Kraftstoff für Kraftfahrzeuge - MTG- Verfahren

Gibt es einen Beleg für die Pilotanlage? Insbesondere die Produktionsmenge ist mit 1700 t/Tag für eine Pilotanlage gigantisch/unglaubwürdig?FrankOE 10:24, 20. Aug. 2007 (CEST)

Mit den Verfahrensbezeichnungen kenne ich mich nicht so aus. Lurgi (siehe den Link auf der Artikelseite) baut bereits Methanolanlagen mit 5.000 Tagestonnen. Zukünftig sollen Anlagen mit 10.000 Tagestonnen entstehen. Früher wurde das Erdgas bei der Ölgewinnung abgefackelt. Wegen undichten Leitungen oder aus mangelnden Verwendungsmöglichkeiten wurde das Erdgas früher verschwendet. Erdgas hat eine ökologisch bedenklichen Effekt auf unsere Lufthülle, da Methangas ein deutlich gefährlicheres Treibhausgas als Kohlendioxid ist. Wichtig ist daher die schnelle Umsetzung von Erdgas vor Ort zu einem gut transportablen Stoff: Methanol.--DTeetz 12:52, 12. Jan. 2008 (CET)


Methanolfahrzeuge

Eine 30%ige Motor-Leistungssteigerung durch Methanolbetrieb gehört ins Reich von Utopia (mag vielleicht kurzzeitig für Rennmotoren gelten). Unter realistischen Bedingungen erscheinen 10% möglich (durch höhere Verdichtung, höherer Liefergrad, schnellere Durchbrenngeschwindigkeit). Es fehlen Hinweise auf Einsatz von Methanol im Verkehrssektor, z.B. Deutsches Methanolprogramm in den 80ern, M85-Programme in USA/China/Japan, Emissionen von Methanolfahrzeugen (Aldehyde, Ozonbildungspotential usw.) und mehr. Ich meine, dieses sollte in einem umfassenden Methanolbericht nicht fehlen, obwohl sich das Interesse heute mehr dem (Bio)Ethanol zuwendet (siehe Flexible Fuel Fahrzeuge). Aber auch Methanol läßt sich ja bekanntlich aus Biomasse herstellen. --84.133.226.248 13:56, 27. Feb. 2008 (CET)