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Corps Makaria München

Das akademische Corps Makaria ist ein Kösener Corps, d. h. es gehört dem Dachverband des Kösener Senioren-Convents-Verbands (KSCV seit 1848) an. Der KSCV ist einer der beiden Corpsverbände (zusammen mit dem WSC, dem Weinheimer Senioren-Convent). Das Corps Makaria ist seit 1850 als sechstes Münchner Corps Teil des Münchner Seniorenconvents (MSC). Im heutigen MSC befinden sich insgesamt 19 Corps. Wie alle Kösener Corps ist Makaria pflichtschlagend.

Inhaltsverzeichnis

Das Corps

Gegründet (bzw. gestiftet) wurde das Corps Makaria am 4. November 1843 in München. Damit blickt es nunmehr auf eine über 150 Jahre alte ereignisreiche Geschichte und Tradition zurück. Das offiziell anerkannte Gründungsdatum als Corps ist der 31. Mai 1848. Bis auf die Zeit im dritten Reich war das Corps zu keiner Zeit geschlossen bzw. suspendiert gewesen. Zu dieser Zeit musste Makaria wie alle anderen Corps aufgrund von unüberbrückbaren Differenzen mit dem Regime den aktiven Betrieb einstellen - im Jahre 1948 nahmen ihn dann viele engagierte Corpsbrüder und junge Studenten wieder auf.

Aus der Gründerzeit um das Jahr 1847 stammen auch die Farben schwarz-weiß-rot, welche in Band und Mütze geragen werden. Allein aus der Tatsache des Alters lässt sich erkennen, dass die Farben (die sog. Couleur) keine Beziehung zu spätereren geschichtlichen Abschnitten haben (Kaiserreich, Drittes Reich). Die demokratisch organisierte Gemeinschaft steht beim Corps im Mittelpunkt. Basis ist die freiheitliche, demokratische Grundordnung und die enge Bindung zur Universität. Die Makaren verbindet das Tragen eines gemeinsamen Bandes; egal, ob alt oder jung. Diese generationsübergreifende Gemeinschaft ist Grundlage und Ziel der Verbindung und stärkt dadurch den Zusammenhalt. Ein weiteres traditionelles Erkennungszeichen ist der Zirkel, ein geschwungener Schriftzug, den alle Mitglieder der Verbindung intern hinter ihren Namen setzen.

Das Corps Makaria ist ein Kreis von Studenten und ehemaligen Studenten (den "Alten Herren", also den bereits im Berufsleben oder sogar danach stehenden Makaren), die gemeinsam feiern, Gedanken austauschen und Kontakte auf Dauer pflegen. Sie verbindet hierbei ausschließlich persönliche und ideelle Werte. Politik, Religion oder soziale Herkunft spielen hierbei keine Rolle und taten dies auch in der Geschichte nicht.

Dieser Grundgedanke der Toleranz ist kennzeichnend für alle Corps, von denen es etwa 160 in Deutschland und Österreich gibt.

Das Corpshaus

Das Corpshaus der Makaren befindet sich im nördlichen Schwabing, zwischen Englischem Garten, Ungererbad und Münchner Freiheit. In dieser besonderen Lage bietet das Haus, das mit großem Garten, Freitreppe, Balkon und Parkplatz ausgestattet ist, einen oftbesuchten Ort für Veranstaltungenwährend des Semesters, sowie einen gemütlichen Platz zum Wohnen und Studieren. Das Haus wurde 1926 erbaut und in der Folgezeit als Casino und Verlagshaus genutzt. Im Jahr 1963 wurde es vom Corps erworben, da das alte Haus am Platzl in der Innenstadt nach langen Schwierigkeiten mit der Enteignung während des Krieges und darauffolgenden Rückerstattungsverfahren bereits anderweitig genutzt und auch umgebaut wurde. Im Jahr 1968 zogen die ersten Corpsbrüder in das mittlerweile neugestaltete Haus an der Ungererstraße und die ersten Veranstaltungen konnten hier stattfinden. Seither haben viele Aktivengenerationen von Makaren hier studiert und gefeiert und in altgewohnter Weise das Haus an die jeweils nachfolgende Generation weitergegeben.

Die Kartellcorps (Das Süddeutsche Kartell)