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International Nonproprietary Name

Als International Nonproprietary Name (INN) (Übersetzung aus dem Engl.: internationaler markenfreier Name. Synonym: Freiname, generischer Name) werden die von der Weltgesundheitsorganisation vergebenen, gemeinfreien Namen für Arzneimittelwirkstoffe bezeichnet.

Sie erlauben einerseits Wissenschaftlern und Ärzten aus aller Welt, sich einfach über Medikamente zu unterhalten, die häufig in unterschiedlichen Ländern unterschiedliche Markennamen haben. Dadurch, dass die Namen gemeinfrei sind, unterliegt ihr Gebrauch in der Literatur und Forschung auch keinen Beschränkungen. Nach Ablauf des Patentschutzes können andere Hersteller Nachahmerpräparate, sogenannte Generika, unter diesem Namen, meist mit dem Zusatz des Herstellernamens, vertreiben. Ärzte, Apotheker und Patienten können sich so auch bei einer Vielzahl von gleichartigen Präparaten zurechtfinden, ohne mit umständlichen und langen IUPAC-Namen hantieren zu müssen. Zu beachten ist, dass manche Endungen von Land zu Land variieren, weil sie der Sprache angepasst werden, so wird im Deutschen häufig ein "e" am Ende fallen gelassen, weil es meist den Plural signalisiert.

Bei der Wahl des Namens hat der Entdecker der Substanz ein Vorschlagsrecht. Diesem Vorschlag wird in der Regel gefolgt. Dabei wird jedoch darauf geachtet, dass der Name nicht, auch nicht in Teilen, urheberrechtlich geschützt ist, oder das Urheberrecht anderer berührt wird. Weiter werden verschiedene Präfixe und Suffixe verwendet, um die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe zu zeigen, entweder aus chemisch-struktureller Sicht oder auf Grund der Wirkungsweise.