Heim

Rundholz

Als Rundholz, Stammholz oder auch österr. Bloch(holz) (mhd. ploch „großes Stück“, „zusammenhängendes Stück“), werden die unbearbeiteten Stammstücke eines gefällten Baumes bezeichnet. Die Stämme sind zu diesem Zeitpunkt auf bestimmte Längen geschnitten und vermessen worden. Langholz steht für Stücke über 5 oder 6 Meter.

Rundholz ist als Rohholz ein Produkt der Forstwirtschaft, das als Rohstoff für die Holzwirtschaft dient und dort zu Schnittholz, Bauholz im speziellen, Industrieholz oder Energieholz weiter verarbeitet wird. Rundholz und Blochholz steht bei letzterem auch für ungespaltenes, gelängtes Brennholz (als Meterholz oder kürzer, in Unterscheidung zum gespaltenen Scheitholz).

Eine Besonderheit beim Rundholz stellt das Starkholz dar. Das Wort „stark“ bezieht sich hierbei auf den Durchmesser, der mindestens 40 cm betragen sollte. Dünneres („schwächeres“) Holz mit Durchmessern unter 20 cm wird dementsprechend als Schwachholz oder Dünnholz bezeichnet. Während Starkholz bei entsprechender Qualität in der Regel als Sägeholz (Schnittholz) gehandelt wird, wird das Schwachholz auf den Industrie- oder Energieholzmärkten angeboten.

Zu Jahresanfang 2005 unterzeichneten der Deutsche Forstwirtschaftsrat (DFWR) und der Verband der Deutschen Säge- und Holzindustrie (VDS) die gemeinsam geschaffene „Rahmenvereinbarung Werksvermessung“ als bundesweit gültiges Regelwerk für die automatisierte Rundholz-Vermessung, die den gemeinsamen Anforderungskatalog zur Werksvermessung aus dem Jahr 1994 ersetzte. [1]

Einzelnachweise

  1. N.N.: Neuer gemeinsamer Standard für die Werksvermessung. Einigung zwischen Sägeindustrie und DFWR. In: AFZ/DerWald, 60. Jahrgang Heft 6/2005, S. 287, ISSN 1430-2713