Heim

Elisabeth Engelhardt

Maria Elisabeth Engelhardt (* 11. März 1925 in Leerstetten, jetzt Schwanstetten; † 8. August 1978 ebenda) war eine deutsche Schriftstellerin, Malerin und Dekorationsnäherin.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Elisabeth Engelhardt wächst als eines von fünf Kindern einer Bauernfamilie in Leerstetten bei Nürnberg auf. Schon früh wird ihre außergewöhnliche sprachliche und künstlerische Begabung erkannt und ihre Eltern ermöglichen ihr nach der Volksschule den Besuch des Gymnasiums in Schwabach. Doch schon nach einem halben Jahr muss sie dieses wegen einer Schwäche in Mathematik wieder verlassen und wird von ihren Eltern auf die kaufmännische Schule in Nürnberg geschickt. Nach ihrem Pflichtjahr beim Reichsarbeitsdienst absolviert sie die Haushaltungsschule in Roth.

1942 beschreitet sie eine Ausbildung zur Luftwaffenhelferin und wird anschließend als Funkerin in Hamburg eingesetzt. Gegen Ende des zweiten Weltkriegs gerät sie in britische Kriegsgefangenschaft aus der sie im Juli 1945 nach Leerstetten zurückkehrt. Dort absolviert sie eine Ausbildung zur Kunstmalerin und ist ab 1948 sporadisch im Malersaal der städtischen Bühnen Nürnbergs beschäftigt und wird 1955 fest als Dekorationsnäherin angestellt. Nach der täglichen Arbeit widmet sie sich der Schriftstellerei.

Zwischen 1950 und 1962 sammelt sie Impressionen durch Reisen in fast alle europäischen Länder. Nach Jahren des literarischen Misserfolgs veröffentlicht 1964 der Zürcher Flamberg-Verlag ihren Roman „Feuer heilt“. Die Resonanz der Kritiker auf ihren Erstlingsroman ist durchweg positiv und ihr gelingt der Durchbruch, auch wenn der Publikumserfolg relativ mäßig ausfällt. Im Laufe der nächsten Jahre publiziert sie mehrere Schriften, Bücher und Rundfunkbeiträge. 1967 erhält sie den Förderpreis der Stadt Nürnberg. Ab 1965 hat sie Kontakt zur Dortmunder Gruppe 61 von der sie 1969 ihren Abschied verkündet. 1972 schließt sie sich dem Verband Fränkischer Schriftsteller an.

1977 wird bei ihr ein Gehirntumor diagnostiziert an dessen Folgen sie im August 1978 verstirbt.

Literarische Leistung

Ihre Romane sind bis heute nur einem relativ kleinen Publikum bekannt.

Elisabeth Engelhardt perfektioniert als Autodidaktin einen weitgehend interpunktionslosen Stil. Sie verarbeitet in ihrer Werken, was sie äußerlich und innerlich wahrnimmt. Ihr Roman Feuer heilt handelt von einer Hexenverbrennung und thematisiert die selbst erlebt Rolle einer Außenseiterin. Ein deutsches Dorf in Bayern spielt in ihrem Heimatort Schwanstetten; sie schildert die raschen Umbrüche der Siedlungspolitik der sechziger und siebziger Jahre mit ihren Folgen für die Sozial- und Infrastruktur. Zuweilen surrealistische Elemente geben ihren Texten Reiz und heben sie von rein beschreibender Literatur ab.

Auszeichnungen und Ehrungen

Werke

Literatur

Ingeborg Höverkamp: Elisabeth Engelhardt. Gerabonn und Crailsheim: Hohenloher Druck- und Verlagshaus. 1994. ISBN 3873542269

 Wikiquote: Elisabeth Engelhardt – Zitate
Personendaten
Engelhardt, Elisabeth
deutsche Schriftstellerin
11. März 1925
Leerstetten
8. August 1978
Leerstetten