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Philippsthal (Werra)

Wappen Deutschlandkarte
Koordinaten: 50° 51′ N, 10° 0′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Landkreis: Hersfeld-Rotenburg
Höhe: 315 m ü. NN
Fläche: 21,31 km²
Einwohner: 4383 (31. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 206 Einwohner je km²
Postleitzahl: 36269
Vorwahlen: 06620/06624
Kfz-Kennzeichen: HEF
Gemeindeschlüssel: 06 6 32 016
Adresse der Gemeindeverwaltung: Schloss 1
36269 Philippsthal (Werra)
Webpräsenz:
www.philippsthal.de
Bürgermeister: Ralf Orth (SPD)

Die Marktgemeinde Philippsthal (Werra) liegt in Osthessen, Deutschland, direkt an der Landesgrenze zu Thüringen.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Geographische Lage

Philippsthal liegt zwischen den Ausläufern der Rhön und des Thüringer Waldes an der Werra. Die Ulster mündet zwischen dem Ort und dem Ortsteil Röhrigshof in die Werra.

Die nächstgrößeren Städte sind Bad Hersfeld (etwa 25 km im Westen) und Eisenach (etwa 29 km im Nordosten).

Pamorama von Philippsthal mit der Abraumhalde des Kaliwerkes. Im Hintergrund die nördlichsten Berge der Rhön (Landecker Berg und Dreienberg. Die Kuppe links ist der Soisberg

Nachbargemeinden

Philippsthal grenzt im Norden an die Stadt Heringen (im Landkreis Hersfeld-Rotenburg), im Osten an die Stadt Vacha, im Süden an die Gemeinden Unterbreizbach (beide im thüringischen Wartburgkreis) und Hohenroda sowie im Westen an die Gemeinde Friedewald (beide im Landkreis Hersfeld-Rotenburg).

Gemeindegliederung

Die Gemeinde besteht aus den Ortsteilen Gethsemane, Harnrode, Heimboldshausen, Philippsthal, Röhrigshof, Unterneurode.

Alle oben genannten Orte wurden im Rahmen der Gebietsreform am 1. August 1972 zur neuen Großgemeinde Philippsthal (Werra) zusammengeschlossen. Der Titel Marktgemeinde wurde am 30. Mai 2001 an die Gemeinde verliehen.

Geschichte

Philippsthal wird im Jahre 1191 in einem Schutzbrief den Papstes Coelestin III. an die Abtei Hersfeld das erste Mal erwähnt. Die Abtei gründete in diesem Jahre ein Benediktinerinnenkloster und benannte es nach dem hier lebenden Rittergeschlecht der von Cruceburg. Nach diesen wurde dann auch die sich entwickelnde Ortschaft Kreuzburg genannt.

Das Kloster wurde im Bauernkrieg 1525 zerstört und 1568 von den Nonnen aufgegeben. Erhalten ist noch die ehemalige Klosterkirche aus dem 12. Jahrhundert. An der Stelle, an der das Kloster stand, ließ sich Landgraf Philipp von Hessen-Philippsthal (* 14. Dezember 1655, † 18. Juni 1721) im Jahre 1685 ein Schloss bauen, dem er den Namen Philippsthal gab. Dieser Name setzte sich Ende des 18. Jahrhunderts auch als Ortsname durch.

Nach dem Beginn des Bergbaus im Kaliwerk Hattorf im Jahre 1905 wurde aus dem Handwerker- und Weberdorf ein Industrieort.

Während der Zeit der innerdeutschen Teilung gewann das Gebäude der ehemaligen Druckerei Hoßfeld Berühmtheit, weil die innerdeutsche Grenze mitten durch das Gebäude verlief. Erst 1976 wurde durch eine Grenzregelung zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik das gesamte Grundstück der Bundesrepublik zugeteilt.

Politik

Gemeindevertretung

Die Kommunalwahl am 26. März 2006 lieferte folgendes Ergebnis:

Parteien und Wählergemeinschaften %
2006
Sitze
2006
%
2001
Sitze
2001
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 19,8 5 19,5 5
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 45,5 10 52,7 12
FWG Freie Wahlgemeinschaft Philippsthal 34,7 8 27,9 6
gesamt 100,0 23 100,0 23
Wahlbeteiligung in % 56,2 63,0

Der Gemeindevorstand besteht aus 10 Mitgliedern. Davon entfallen 4 Sitze auf die SPD, zwei Sitze auf die CDU und 4 Sitze auf die FWG.

Bürgermeister

Die Bürgermeisterwahl vom 16. September 2007 entschied Ralf Orth (SPD) mit 55,1 % der Stimmen für sich. Er ist seit 1. Januar 2008 Nachfolger von Hartwig Klotzbach (FWG), der das Amt seit 2001 inne hatte.

Wappen

Die Blasonierung des Wappens lautet: In Rot ein silberner Dreiberg, auf dessen Spitze ein silbernes Doppelkreuz. Vor dem Dreiberg ein Wappen in Blau mit rechtsgewendetem, golden gekröntem und golden bewehrtem, neun Mal von Silber und Rot geteiltem Löwen (Löwe von Hessen). Das Hersfelder Doppelkreuz erinnert an das Kloster im Ort und die Abtei Hersfeld, die hier in den ersten Jahrhunderten bestimmender Faktor war. Der hessische Löwe steht für die Landgrafen von Hessen-Kassel, die im 16. Jahrhundert in den Besitz des Ortes kamen.

Partnergemeinden

Partnerschaftliche Beziehungen werden seit 1974 zu Salies-du-Salat (Région Midi Pyrénées, Haute-Garonne) in Frankreich und seit 1990 zu Vacha und Dorndorf in Thüringen gepflegt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Museen

Bauwerke

Literatur

 Commons: Philippsthal (Werra) – Bilder, Videos und Audiodateien