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Gorefest

Gorefest
Gründung 1989
Genre Death Metal
Website http://www.gorefest.nl/
Gründungsmitglieder
Gitarre Frank Harthoorn
Gesang, Bass Jan Chris de Koeyer
Gitarre Alex Van Schaik (bis 1991)
Schlagzeug Marc Hoogedoorn (bis 1991)
Aktuelle Besetzung
Gitarre Frank Harthoorn
Gesang, Bass Jan Chris de Koeyer
Gitarre Boudewijn Vincent Bonebakker (seit 1991)
Schlagzeug Ed Warby (seit 1991)

Gorefest (engl: Blutorgie) ist eine niederländische Death-Metal-Band.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Gorefest wurde 1989 von dem Bassisten und Sänger Jan-Chris de Koeyer und dem Gitarristen Frank Harthoorn gegründet. Die Musik Gorefests war in den Anfangstagen reiner Death Metal und wechselte mit dem Album Soul Survivor (1996) und besonders Chapter 13 (1998) in die Death 'n' Roll-Richtung. Das heißt, die tradierenden Death-Metal-Elemente wurden mit Elementen des Hardrocks verbunden.

Zu ihrer Death-Metal-Phase ist der starke Carcass-Einfluss zu erwähnen, der sich vor allem in textlicher Hinsicht verdeutlichen lässt und auf dem Debütalbum Mindloss (1991) des Öfteren vertreten ist (Titel wie „Putrid stench of human remains“ oder „Tangled in gore“ oder der Bandname, etc.). Das darauffolgende 1993 veröffentlichte Album False setzte sich textlich gesehen mit sozial- und gesellschaftskritischen Aspekten auseinander. False ist Gorefests Referenzwerk und besticht durch einen professionellen Sound und hohes technisches Niveau, woran die zwei neuen Bandmitgliedern Boudewijn Bonebakker (Leadgitarre) und Schlagzeuger Ed Warby beteiligt sind.

Ihr viertes Album Erase differiert mehr vom klassischen Death-Metal-Sound, ist mehr im mittleren Tempo- und Groovebereich angesiedelt und verfügt erstmals auch über düstere, unverzerrte Gitarrenakkorde wie im Stück Goddess in Black (engl.: Göttin in Schwarz). Das darauffolgende Album Soul Survivor läutete, wie anfangs erwähnt, Gorefests kommerziellere rockigere Phase ein. So hatte die Band die Möglichkeit, einen professionellen Videoclip zum Titel Freedom in das Airplay der Rocksendungen zu platzieren. Zudem ist die künstlerische Freiheit der Band erweitert worden. Für den klassischen Death Metal untypische Instrumente wie die Hammondorgel oder Klavierklänge belegen die stilwechselnde Seite der Band. Bonebakkers Gitarrensoli werden zusehends durch Bluesrockskalen verfeinert und de Koeijers Texte werden persönlicher und Ich-bezogener.

Der Kurs des Death 'n' Roll wurde auf Chapter 13 intensiviert. Das Songwriting verdeutlicht Parallelen zu klassischen Hardrockgruppen wie AC/DC, da die Songs gradliniger strukturiert werden. Ebenso fällt de Koeijers Gesang auf, der seinen sehr tiefen, bassigen und gutturalen Gesang erweitert und bei Songs wie „F.S. 2000“ oder „Broken Wing“ auch mit der normalen Gesangsstimme arbeitet. Obwohl dieses Album die Karriere der Band vorantrieb – so hatten sie die Möglichkeit, als Supportact für Judas Priest aufzutreten – verabschiedete Gorefest sich einerseits indirekt von den Fans der ersten Stunde, die nicht mehr soviel mit dem Sound der Band verbanden wie mit dem Death-Metal-Material, und andererseits kurze Zeit später auch (vorerst) von der Musikwelt. Die Trennung der Band resultierte aus einem Zwist zwischen dem Sänger und dem Leadgitarristen.

2004 wurde überraschenderweise die Wiedervereinigung bekanntgegeben und im Sommer auch Festivalauftritte absolviert. 2005 erschien Gorefests Comebackalbum „La Muerte“, welches sich wieder stark an der Phase von 1992 bis 1994 orientiert, also wieder in Richtung Death Metal geht, den Rockeinfluss aber nicht außen vorlässt.

Diskographie

Medien

Quellen

  1. a b Chartverfolgung auf musicline.de (Zugriff am 12. Februar 2008)
  2. a b c dutchcharts.nl: Gorefest in den niederländischen Charts (Zugriff am 12. Februar 2008)