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Drumfunk

Drumfunk ist ein Untergenre von Drum ’n’ Bass, das auch unter den Begriffen Edits oder Choppage bekannt wurde.

Der Fokus von Drumfunk liegt hauptsächlich auf den Drums. Es werden häufig sogenannte Funk- und Soulbreaks wie der Apache oder der Amen, verwendet und zu komplexeren rhythmischen Anordnungen arrangiert. Diese komplexere Zusammensetzung hebt sich deutlich von dem Grundmuster des Mainstream Drum and Bass ab, der hauptsächlich auf dem sogenannten 2 Step-Rhythmus basiert.

Der Hauptvorwurf der dieser Spielart von Drum and Bass gemacht wird, ist, dass man sich alter Produktionstechniken bedient, die hauptsächlich in Drum and Bass Produktionen der Jahre 19941997 verwendet wurde, und daher eine Renaissance der „guten alten Zeit“ herbeisehnen möchte. Auch wird den Künstlern gerne der Vorwurf gemacht sich mehr in die Richtung Breakcore zu bewegen. Dabei wird jedoch oft vergessen, dass es bei Drumfunk weniger um die Verfremdung des Rhythmus geht, als darum eine gewisse organische Rhythmusstruktur zu schaffen. Daher klingen die meisten Tracks, so als wären sie von einem Schlagzeugspieler live eingespielt worden.

Die Einflüsse von Drumfunk stammen aus vielen Musikrichtungen, hauptsächlich aber aus Jazz, Funk oder Dub.

Der Begriff selbst wurde von Paradox geprägt, der mit seiner Hartnäckigkeit und seinen Releases auf Reinforced seit dem Jahre 1999 eine kleine Gemeinde treuer Fans um sich scharen konnte, die ebenfalls von der Einfachheit und Wegwerfmentalität der Drum and Bassgemeinde enttäuscht waren. Während Drum and Bass an sich immer mehr zu reiner Tanzmusik entwickelte, sollten die meisten Produktionen im Drumfunk zwar ebenfalls tanzbar, aber auch zu Hause bequem anzuhören sein.

Als einer der ersten Künstler der neuen Garde dieses Subgenres wurde Breakage bekannt, der mit seinem Remix des Doc Scott Klassikers „Here come the drums“, der auf Reinforced veröffentlicht wurde, den Grundstein für die weitere Entwicklung bis heute legte. Nach einigen weiteren Releases wurde auf Inperspective Records der Remix von Equinox „Acid Rain“ veröffentlicht, der auch von bekannteren DJ's wie Andy C gespielt wurde, der damit auch klar machte, dass Drumfunk kein Nischenprodukt ist sondern auch massentauglich ist. Inzwischen distanziert sich Breakage von der Manipulationsbessessenheit vieler Drumfunkproduzenten, da für ihn die Entwicklung zu weit zum Separatismus - weg vom „Dancefloor Drum and Bass“ - getrieben wird.

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