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Diskussion:Hauset

Das ist eine Textwüste. --Musicsciencer 13:46, 23. Feb 2006 (CET)

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Beanstandeter Hauset Text

Hauset

Koordinaten 50°43' N 06° 03 O

Hauset ist ein Ortsteil der Ost-Belgischen Gemeinde Raeren.

Wir liegen 260 Meter über dem Meeresspiegel und sind nur einen Steinwurf von der Deutschen Grenze Aachen entfernt. In unserem ständig wachsenden Dorf wohnen fast 1700 Menschen. Die Geul, die nur wenige Kilometer von Hauset entspringt, der schöne Wald und die gut ausgebauten Wanderweg ergänzen das idyllische Bild .

In der Vergangenheit sah es jedoch nicht immer so beschaulich bei uns aus.

Was Hauset im Laufe der Geschichte alles erlebte

58 - 56 v. Chr. erobern die Römer unter Julius Cäsar unser Gebiet und bauten in Lichtenbusch erste Villen und große Strassen. Vielleicht waren sie es, die dem Ort, an dem heute Hauset liegt, den Namen HULSETUM gaben. (Ort an dem Dornen und Stechpalmen wachsen).

In Hergenrath lebten schon zur Bronzezeit Kelten, die sich die Erzvorkommen zu nutze machten ( Eisen, Zink und Blei). 150 n. Chr. wurde unser Gebiet von den Eburonen, einem Belgischen Stamm der Gallier, bewohnt. Vielleicht gab es auch in Hauset damals schon Menschen, aber dafür gibt es bisher keine Beweise. Es ist jedoch wahrscheinlich, das damals hier nur Wildnis war. Im 4. - 5. Jh. brachten Mönche aus Irrland das Christentum auch in unsere Gegend. Dies war die Zeit der großen Völkerwanderungen.

In Paris wird im Jahre 422 die heilige Genoveva von Paris geboren, die die Hauseter später, vielleicht wegen Ihrer Volkstümlichkeit, zur zweiten Schutzpatronin ihrer Pfarre wählen. Die heilige Genovefa starb am 3.Januar 502 in Paris. Über ihrem Grab wurde 1759-90 zuerst die Kirche Sainte – Geneviève und dann, 1791 das Phantéon erbaut. Ihre Reliquien wurden 1793 öffentlich verbrannt.

Der Name Walhorn wird zum ersten Mal 833 in einer Urkunde erwähnt. Zu diesem Dorf, (genannt die Bank Walhorn) gehörten alle Dörfer in der Nähe, also auch Hauset. Kaiser Heinrich der IV schenkt 1072 die Bank Walhorn dem Marienstift Aachen.

In dieser Zeit zwischen 1150 - 1250 werden viele Wälder in unserer Region gerodet und neue Ortschaften gegründet. Der Name Raeren wurde wahrscheinlich von dem Wort Roden abgeleitet. Es ist anzunehmen, das auch Hauset zu dieser Zeit entstand.

In einer Urkunde wird 1266 zum ersten Mal ein "Bosch von Hoisoit" erwähnt, womit sicherlich unser Dorf gemeint ist. Wenige Jahre später, im Jahre 1271 wird in einer Urkunde die Burg von Hauset in Verbindung mit dem Namen Tilhelm von Holseit erwähnt.

In Montpellier, Südfrankreich, wird 1295 der heilige Rochus geboren. Er ist der Schutzpatron der Pestkranken und wird später von den Hausetern zum Schutzpatron ihrer Pfarre gewählt.

1321 taucht auf einer Urkunde der Name Tomas von Hulset auf.

Der heilige Rochus stirbt 16.08.1327 im Alter von nur 32 Jahren in den Kerkern seiner Heimatstadt Montpellier.

Der Name Casilis von Housetten wird 1355 in einem offiziellen Dokument aufgeschrieben.

Im Jahre 1387 wird unser Gebiet dem Königreich von Burgund zugeschrieben.

Der Name Johann von Holsit taucht 1396 in einer Urkunde auf. 1470 Zu dieser Zeit ist Raeren und die Umgebung für ihr Töpferhandwerk und Töpferkunst bekannt. Auch in Hauset war diese Zunft vertreten, was durch den Fund eines Töpferofens in der Nähe der Rochuskapelle belegt wird.

Im Jahre 1477 gehören wir nicht mehr zu Burgund, sondern zum Österreichischen Hause Habsburg.

Knapp 50 Jahre später, im Jahre 1525 herrscht In unserer Gegend für ein ganzes Jahr die Pest. Wieviele Menschen an ihr starben ist nicht überliefert.

1555 gehören wir nicht mehr zu Österreich, sondern nun zu Spanien.

Der heutige Hof Hick, das älteste noch existierende Gebäude in Hauset wird 1600 gebaut, teilweise wird auch Baumaterial der alten Burg, die schräg gegenüber stand, verarbeitet. Der Grundriss der Burg lässt sich heute nur noch an einigen Erhöhungen erahnen.

Der dreißigjährige Krieg der von 1618 bis 1648 in Europa wütet verschont auch unsere Region nicht. Im Rahmen der Auseinandersetzungen fallen wir 1632 an Holland. Dies dauert aber nur 3 Jahre, denn 1635 gehört unser Gebiet wieder zu Spanien.

Nach fast 100 Jahren kehrt die Pest erneut nach Hauset zurück. Die Seuche wütet 2 Jahre bei uns. An Ihr sterben 230 Menschen, darunter viele spanische Soldaten.

Die Sankt Rochus Kapelle wurde wahrscheinlich zu dieser Zeit (1650) gebaut. Der genaue Zeitpunkt ist nicht bekannt. Der heilige Rochus half in seinem kurzen Leben den Pestkranken und wurde deshalb zu diesem Zeitpunkt als Schutzpatron ausgewählt.

Hauset wird 1676 von der Pfarre Walhorn losgelöst und nun Pfarre Eynatten zugeschrieben. Nur die abgelegenen Höfe Fossey, Prestert und Roverheide blieben bei Walhorn.

In den Chroniken wird erwähnt, das die Bauern im Jahr 1704 sehr unter den Wölfen litten, die ihr Vieh rissen. 1707 wird in Raeren wird eine Glocke für die Rochuskapelle geweiht.

Nach 82 Jahren gehören wir ab 1714 erneut zu Holland.

Hauset wird 1724 eine zehn Bürgermeistereien, in die Walhorn aufgeteilt wird.

1795 wird unsere Gegend Frankreich zugeteilt, und Hauset fällt an die Bürgermeisterei Hergenrath.

Es wird weiter berichtet, das die ehemalige "Bank Walhorn" , somit auch Hauset 1796 von einer schlimmen Viehseuche heimgesucht wurde.

Die allgemeine Wehrpflicht wird 1798 eingeführt. Alle jungen Männer zwischen 21 und 25 Jahren müssen als Soldaten in den Krieg ziehen. Daraufhin verlassen viele junge Leute die Dörfer und wandern aus.

Unsere Gegend gehört 1815 zum ersten mal zu Preußen. (Deutschland) Nachweislich werden zwischen 1817 - 1860 im Kreis Eupen 41 Wölfe erlegt.

Die allgemeine Schulpflicht wird 1825 eingeführt.

Der Belgische Staat wird 1830 gegründet und unsere Region (Die Ostkantone) gehören nun zu Belgien.

Die Hammerbrücke wird 1843 eingeweiht . Sie war ein zweistöckiger Eisenbahnviadukt über das Göhltal und war die Verbindung zwischen Köln, Aachen, Lüttich und Antwerpen.

Hauset wird 1848 zum ersten mal eine selbstständige Gemeinde. Wer ihr vorstand ist leider nicht bekannt. Ein Jahr später, 1849 wurde die erste "ordentliche" Straße in Hauset gebaut. Der sogenannte " Kommunalweg ". Er führte von Eynatten an der Rochuskapelle vorbei und durch das Dorf (über Frepert) zum "Aachener Busch".

Hauset baut 1854 in nur einem Jahr eine eigene Schule. Sie wurde am 01.Aprill 1855 eröffnet. [Gemeindeschule Hauset]

1857 wird in Hauset der Grundstein für unsere Pfarrkirche gelegt. Hauset wird 1858 unter Rektor Martin Strom zum Rektorat, aber noch nicht zur selbstständigen Pfarre. Im Jahre 1859 zählt unser Dorf 511 Einwohner. Das Pfarrhaus wird gebaut 1860. 1861wird Hauset zur selbstständigen Pfarre. Der erste Pfarrer ist der bisherige Rektor Martin Storm. Ein Jahr später, 1862 wählen die Hauseter die heilige Genovefa zu ihrer zweiten Schutzpatronin. 1869 Unser Dorf ist in den letzten zehn Jahren deutlich gewachsen und hat nun schon 683 Einwohner. Aus unserer Kirche wurden 1896 Gegenstände im Wert von 120 Talern gestohlen. Der Hauseter Kirchenchor wird 1875 gegründet. Unser Dorf zählt in diesem Jahr 661 Einwohner. Die Gemeinde Hauset gehört 1877 wieder zu Hergenrath. 1880 wird die Hauseter St. Rochus Schützengesellschaft gegründet, und ein paar Jahre später, 1889, wird die St. Petrus Schützengesellschaft ins Leben gerufen. Auch der Hauseter Musikverein wird kurz danach, 1890 gegründet, dieser Verein existiert jedoch leider nicht mehr. In unserem Dorf leben 1900 bereits 800 Einwohner. Die Schule wird 1905 durch einen Anbau vergrößert und an der Rochuskapelle werden 13 Linden gepflanzt. An Unsere Pfarrkirche wird 1908 um zwei Seitenschiffe und ein neues Chor vergrößert. In Hauset wird 1909 vom Büchsenmacher Heinrich Münch aus Aachen eine riesige Schießanlage gebaut, die Hubertushöhe. Heute befindet sich in diesem schönen Gebäude ein bekanntes Möbelgeschäft. Am 11.11.1918 beendet der Waffenstillstand den erste Weltkrieg, und obwohl Deutschland den Krieg verloren hat gehören wir jetzt wieder zu Deutschland. 1919 wird Hauset erneut eine selbstständige Gemeinde, aber weiterhin mit Hergenrather Bürgermeister. Das Gebiet Eupen Malmedy wird Deutschland 1920 aberkannt und gehört nun wieder zu Belgien. Herr Michael Noêl wird am 01.08.1921 Bürgermeister von Hauset. Neben der Pfarrkirche wird 1923 ein Kriegerdenkmal errichtet, das an die 39 Hauseter erinnert, die während des ersten Weltkriegs gestorben sind. 1931 wird in Hauset erneut ein Verein gegründet, der Kegelclub "Brett-Rein". 1939 werden in unserem Dorf die ersten Mähmaschinen erworben. Sie werden zwar noch von Pferden gezogen, erleichtern den Bauern jedoch sehr die Arbeit. 1940 Der Zweite Weltkrieg hat begonnen und deutsche Soldaten haben unser Gebiet erobert. Nun gehören wir wieder zu Deutschland. Belgische Soldaten sprengen 1940 die Hammerbrücke und finden dabei den Tod. Eine Notbrücke wird gebaut, an der 1944 sieben deutsche Soldaten, die Besatzung eines Flagstands, durch gegnerische Flugzeuge getötet werden. Wenig später wird diese Brücke von Deutschen Soldaten auf dem Rückzug gesprengt. Am 08.05.1945 beendet ein erneuter Waffenstillstand den 2. Weltkrieg. Jetzt sind wir wieder Belgier. Im 2. Weltkrieg haben 45 Hauseter ihr Leben verloren. Ihre Namen werden in das Kriegerdenkmal eingemeißelt Der Sommer 1947 war so warm und trocken, das sogar der Oberlauf der Göhl (Geul) austrocknete. 1956 wird der dritte Schützenverein in Hauset, die Schützengesellschaft St. Hubertus, ein Flobbertclub gegründet.

1960 wird Heinz Kockartz belgischer Kegelmeister. In diesem Jahr beginnt auch die Ausbeutung der Sandgrube Flög An unsere Pfarrkirche wird 1961 ein 33 Meter hoher Turm angebaut. Im gleichen Jahr werden drei neue Glocken geweiht und eine neue Orgel gekauft. Im Dorfzentrum wird 1964 eine Madonnenstatue aus weißem Carrarra-Marmor aufgestellt. 1965 Freddy Kockartz wird belgischer Kegelmeister. In diesem Jahr muss auch ein Haus auf Hauseter Boden dem Bau der Köln – Lütticher Autobahn weichen. Die hölzerne Göhlbrücke bricht 1965 unter dem Gewicht einer Dampfwalze zusammen und wird vollständig zerstört. Der Innenraum der Pfarrkirche wird 1967 restauriert. Im selben Jahr wird der HSV (Hauseter Sport-Verein) gegründet, ein Amateurfußballverein. Die Rochuskapelle 1969 erhält eine neue Eingangstür. Nahe der Rochuskapelle wird 1971ein sehr alter Töpferofen und eine Grube voll zerstoßener Gefäße entdeckt. Der Elternrat der Gemeindeschule und der Fußballclub "Gut Schluck" werden 1973 gegründet. Die Fußballer sind später auch als Karnevalisten sehr aktiv. Aus der Rochuskapelle wird 1974 die Statue des Hl. Rochus gestohlen. Sie wurde im 18. Jahrhundert aus Holz geschnitzt. Bis heute ist sie nicht wiedergefunden worden. Der Wanderclub "Micky Mäuse" wird 1975 gegründet und organisiert bis heute jedes Jahr einen Volkswandertag. Das Jugendheim wird 1976 gegründet und befindet sich später im ehemaligen Gemeindehaus. Am 01.01.1977 werden Hauset, Eynatten und Raeren zur Großgemeinde Raeren zusammengelegt.

An die Gemeinde Schule werden 1981Klassen für den Kindergarten angebaut. Zu diesem Zeitpunkt wohnen in unserem Dorf bereits 1300 Einwohner, mehr als 400 von Ihnen sind Ausländer, zum größten Teil deutscher Nationalität. 1983 Die deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens wird gegründet. Unser Gebiet ist nun in vielen Bereichen selbstständig, und wird vom RDG, Rat der deutschsprachigen Gemeinschaft geleitet. Die Schützen bauen in der Sandgrube Flög einen Schießstand. Die neue Mehrzweckhalle gegenüber der Kirche wird 1986 gebaut. Sie steht allen Hauseter Vereinen für Ihre Aktivitäten sowie der Schule als Turnhalle und Esssaal zur Verfügung. 1986 wird das "Kreative Atelier Regenbogen " gegründet. Zum ersten Mal wird 1986 - 1987 ein Hauseter Prinz Karneval in der Großgemeinde Raeren: Johnny I (Deliège) 1988 werden die Kirchenfenster restauriert.

Seit 13.10.2003 hat Hauset wieder ein Restaurant