Heim

Bayer AG

Bayer AG
Unternehmensform Aktiengesellschaft
ISIN DE0005752000
Gründung 1863
Unternehmenssitz Leverkusen
Unternehmensleitung

Werner Wenning (Vorstandsvorsitzender)

Mitarbeiter 106.200 (Stand: September 2007)
Umsatz 32,385 Mrd. Euro (2007)
Branche Arzneimittel
Kunststoff
Website www.bayer.de

Die Bayer AG ist die Holding des international in der chemischen und pharmazeutischen Industrie tätigen Bayer-Konzerns. Hauptsitz des 1863 im heutigen Wuppertaler Stadtteil Barmen gegründeten Unternehmens ist Leverkusen. Bayer besteht heute aus über 350 Gesellschaften mit 106.200 Mitarbeitern.[1] Das Unternehmen ist im DAX an der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet. 2007 erreichte Bayer bei einem Gesamterlös von 32,385  Mrd. Euro ein EBIT von 4,3 Mrd. Euro.

Inhaltsverzeichnis

Konzernstruktur

Das operative Geschäft des Bayer-Konzerns ist in drei Teilkonzerne aufgegliedert. Neben Bayer HealthCare AG, der Bayer CropScience AG und Bayer MaterialScience AG bestehen zusätzlich die Service-Gesellschaften Bayer Technology Services GmbH, Bayer Business Services GmbH und Currenta, die ehemalige „Bayer Industry Services“; Joint Venture der Bayer AG, die 60 Prozent hält, und Lanxess mit 40 Prozent der Anteile.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Bayer Holding
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Teilkonzerne
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Servicegesellschaften
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Bayer HealthCare
 
Bayer CropScience
 
Bayer MaterialScience
 
 
Currenta
 
Bayer Technology Services
 
Bayer Business Services
 


Tochtergesellschaften

Geschichte

Gründungsphase

Das Unternehmen wurde am 1. August 1863 in Barmen, heute ein Stadtteil von Wuppertal, von Friedrich Bayer und Johann Friedrich Weskott unter dem Namen „Friedr. Bayer et comp.“ gegründet. Friedrich Bayer nahm entsprechend seiner Ausbildung innerhalb der noch kleinen Firma die kaufmännischen Aufgaben wahr. Friedrich Weskott hingegen hatte eine Färberlehre absolviert und dabei chemische Kenntnisse erworben. Nach gemeinsamen Versuchen mit Friedrich Bayer zur Herstellung von Farben, beschlossen sie schließlich eine Firma zu gründen.

1866 wurde der Großteil der Firma nach Elberfeld verlegt, wo ein größeres Gelände für die Produktion zur Verfügung stand. Dies war lange Zeit der Hauptsitz des Unternehmens. Bis 1881 stieg die Mitarbeiterzahl auf über 300 Beschäftigte. Dort wurde auch ein Großteil der für die spätere Bekanntheit des Unternehmens wichtigen Medikamente wie das Aspirin oder die Sulfonamide/Chemotherapie (Gerhard Domagk – Medizinnobelpreis 1939) bis hin zum Heroin erfunden. Dies machte Bayer bereits in Wuppertal zum Weltkonzern.

Verlegung an den Rhein

1881 wurde das Unternehmen in eine Aktiengesellschaft umgewandelt und weiter stark ausgebaut. 1883 kam Carl Duisberg als Chemiker zu Bayer und baute die chemische Forschung aus. In Wuppertal-Elberfeld entstand so ein modernes wissenschaftliches Laboratorium. 1895 plante Duisberg einen neuen Unternehmenssitz, da eine Ausdehnung in Wuppertal topografisch unmöglich war.

Neuer Sitz von Bayer sollte das Gelände der Alizarinfirma Leverkus und Söhne am Rheinufer bei der kleinen Stadt Wiesdorf am Rhein werden, wo bereits grundlegende Anlagen einer chemischen Fabrik vorhanden waren. Zu der Fabrik gehörte in dem weitgehend unbesiedelten, formal zu Wiesdorf gehörenden Areal auch eine Arbeitersiedlung, die der Firmengründer Carl Leverkus nach seinem Familienstammsitz bei Remscheid-Lennep, dem Hof Leverkus, auf den Namen „Leverkusen“ getauft hatte. Als 1930 für die neu gegründete Stadt Leverkusen ein Name gesucht wurde, griff man auf den Namen dieser Siedlung zurück.

Duisberg organisierte das Werk so vorausschauend, dass der Plan für Jahrzehnte Bestand hatte. Bereits 1895 achtete er darauf, dass 30 Meter breite Haupt- und 15 Meter breite Nebenstraßen zwischen den Gebäuden errichtet wurden, und schrieb in seiner Denkschrift, die er als Grundlage für seine Planungen verfasste:

Alle Gebäude der Betriebe sind so zu bauen, daß sie bequem eine Vergrößerung nach einer Richtung am besten aber nach zwei Richtungen zulassen.[2]

Dies war für die Verhältnisse der Zeit sehr fortschrittlich und Duisbergs exakte Planungen außergewöhnlich. Bei seinen Planungen ging er zudem auf die Normungen aller Apparate und Einzelteile ein, die er für nötig hielt. Auch den organisatorischen Aufbau des Werkes plant er detailreich:

Bei der Leitung der einzelnen Abteilungen kommt es darauf an, daß die in weitestgehender Weise durch die Zerlegung in einzelne (Unter-)Abteilungen und Betriebe vollzogene Dezentralisation ihre Grenze in einer geeigneten Zentralisation der Abteilung findet[3]

Nicht alle seine Planungen wurden genau umgesetzt, Veränderungen jedoch nur mit seiner ausdrücklichen Genehmigung zugelassen.

In der Zeit von 1895 bis 1900 wurde die Produktion schrittweise nach Wiesdorf verlegt. Zunächst gab es Probleme, genügend Arbeiter zu finden. Die Umgebung des Werks war gegenüber anderen Städten und Dörfern verhältnismäßig wenig entwickelt, es handelte sich größtenteils um unbesiedeltes Brachland. Bei einem akademischen Kommers wurde Duisberg ein „Klagelied“ vorgetragen:

Kann er einen nicht verknusen,
schickt er ihn nach Leverkusen.
Dort an diesem End der Welt
ist man ewig kaltgestellt.
[4][5]

So plante Duisberg, dass um das Werk nach und nach aus der unansehnlichen Arbeitersiedlung eine Stadt entstehen müsse, ließ Häuser bauen, die auch „Bayer-Kolonie“ genannt wurden. Heute existiert noch ein Museum, das ein Bayer-Kolonie-Haus zeigt. Im Laufe der Jahre entwickelten sich Einrichtungen wie das Bayer-Kaufhaus oder kulturelle Institutionen wie das Bayer-Erholungshaus, die Werk und Stadt eng miteinander verbanden.

Elberfeld blieb in dieser Zeit Hauptsitz der Forschung, während die Produktion in Leverkusen stattfand. Auch die Verwaltung war noch in Elberfeld untergebracht, bis sie schließlich im Jahre 1912 als erste Amtshandlung Duisbergs als neuem Vorstandsvorsitzenden nach Leverkusen verlegt wurde. Begonnen hatte die Planung der Verlegung des Firmensitzes allerdings schon 1902 unter dem Vorstandsvorsitzenden Carl Rumpff. Duisberg plante auch diese Verlegung straff und detailliert.[6] 1909 wurde von der Direktion festgesetzt:

...daß die hier geplanten Erweiterungsbauten bis zum Frühjahr 1912 fix und fertig übergeben werden können[7]

Schließlich wurde nicht nur auf die Funktionalität der Gebäude Wert gelegt, sondern auch auf ein beeindruckendes Äußeres, das der Zentrale eines Weltkonzerns angemessen erschien.[8] Auf diese Weise entstanden die Unternehmervillen und beispielsweise das Kasino (Kantine für Akademiker und Führungskräfte) in einem prächtigen Stil. Alle Direktoren wohnten direkt in der Nähe der Firma, was die Unternehmenskultur und die Stadt Leverkusen prägte.

Die später von Bedeutung werdende Interessengemeinschaft zwischen der BASF, Agfa und der Bayer AG wurde 1904 gegründet, nachdem Duisbergs Idee, die „Vereinigten Deutschen Farbenfabriken“ aus einer Fusion von Bayer,der BASF und Hoechst zu gründen, gescheitert war, u. a. weil die es für die Hoechst AG ein ungünstiger Zeitpunkt gewesen wäre zu fusionieren, da sie sich zur Zeit auf gutem Kurs befand und später unabhängig bleiben wollte. So schlossen sich die BASF und die Bayer AG zu einer Interessengemeinschaft zusammen, der wirksam zum 1. Januar 1905 die Agfa hinzutrat. Diese I.G. konnte so zusammen einige Projekte beginnen, die allein nicht gelungen wären. Die Idee für die Fusion und der daraus folgenden Interessengemeinschaft brachte Carl Duisberg aus seinen USA-Reisen mit, da ihn die Zusammenarbeit der Firmen beeindruckte.

1913 hatte das Unternehmen 10.600 Mitarbeiter, davon 7.900 in Leverkusen und fast 1.000 im Ausland. Tochtergesellschaften wurden in Frankreich, Großbritannien, Belgien, Russland und den USA gegründet. Der Export erbrachte 1913 einen Anteil von 60–80 Prozent des Unternehmensumsatzes.

Der Erste Weltkrieg

Der Erste Weltkrieg traf die deutsche Industrie unvorbereitet. Im ersten Kriegsjahr unterstützte Bayer Kriegsopfer durch die Versorgung mit ärztlichen Mitteln und Grundbedürfnissen wie Lagerstätten zum Schlafen und warmes Essen. Im Hauptlaboratorium wurde ein Notlazarett eingerichtet, da ursprünglich davon ausgegangen wurde, dass der Krieg nicht lange anhalten würde und die Produktion in dieser Zeit ruhen könne.

Durch den Mangel an Arbeitskräften infolge von Einberufungen musste die Produktion auf die Hälfte reduziert werden. Anfragen des Kriegsministeriums nach kriegswichtige Stoffen wie Kautschuk oder Sprengstoff wurden in den ersten beiden Kriegsjahren noch strikt von Carl Duisberg aus Technik-, und Sicherheitsgründen abgelehnt, da man aufgrund der wenigen Arbeitern nicht produzieren und Sprengstoff im aktuell genutzten Werk nicht hergestellt werden konnte[9]. Die Anfragen wurden aber schon Ende des Jahres 1914 zum Ausgleich von Umsatzeinbußen und aufgrund von technischen Fortschritten, die für die Produktion notwendig waren, gerne entgegengenommen. Zur Sprengstoffproduktion hatte man ein gesondertes Werk in Köln-Flittard errichtet. Obgleich die militärische Wirkung gering war, lediglich Scheinerfolge erzielt wurden, stellte Bayer auch Chlorgas und weitere Kampfgase wie Phosgen und Lost (auch „Senfgas“ genannt) her. 1916 wurde zum Ausgleich von kriegsbedingten Umsatzeinbußen und einer besseren Koordination ihrer Produktionen mit BASF, AGFA, Cassella, Kalle & Co., Weiler-ter Meer, der Chemischen Fabrik Griesheim-Elektron und den Farbwerken Hoechst eine Interessengemeinschaft gegründet, die den Gewinn untereinander paritätisch aufteilte, den einzelnen Firmen aber ihre Selbstständigkeit beließ.

1918 besetzten englische Truppen nach dem Waffenstillstand unter anderem einen rechtsrheinischen Brückenkopf um Köln wovon auch das Leverkusener Bayer-Werk betroffen war. Das Unternehmen verlor nach dem Krieg einen Großteil seiner Absatzmöglichkeiten. Der amerikanische Tochterkonzern wurde enteignet und die einzelnen Teile verkauft, der russische Konzernteil wurde in Folge der Russischen Revolution enteignet. Der Umsatz sank von 1913 bis 1919 um ein Drittel.

Die Forschung und Produktion konnte jedoch rasch wieder aufgenommen werden, da das Werk Leverkusen unversehrt blieb. Bereits 1923 brachte Bayer Suramin (Germanin), ein neuartiges Mittel gegen die Schlafkrankheit auf den Markt, das 1916 von den Chemikern Oskar Dressel und Richard Kothe entdeckt wurde.[10]

Die I.G. Farben

Im Rahmen der seit 1904 bestehenden und 1916 ausgeweiteten Interessengemeinschaft wurde im November 1924 über eine zukünftige Ausweitung der Zusammenarbeit diskutiert – die deutsche Chemieindustrie stand nach dem Krieg deutlich schlechter dar, als zuvor, weil der gesamte Auslandsbesitz verloren war. Erneut fertigte Carl Duisberg eine Denkschrift an, in der er die Möglichkeiten des Fortbestandes diskutierte: eine Fusion, eine engere Bindung der Mitglieder aneinander oder eine Holdinggesellschaft. Duisberg persönlich präferierte die Holdinggesellschaft, während die meisten Vorstandsvorsitzenden der anderen Firmen möglichst rasch fusionieren wollten. Es bildeten sich in einem erbitterten Streitgespräch zwei Parteien – die eine, kleinere Partei, die wie Duisberg für eine Holding-Organisation plädierte und die größere Partei, angeführt von Carl Bosch von der BASF, die für eine Fusion stimmte. Schließlich stimmte der Gemeinschaftsrat der Interessengemeinschaft für eine Fusion.

Carl Duisberg legte daraufhin alle Ämter nieder, die er in den Farbenfabriken vorm. Friedr. Bayer et comp. (Farbenfabriken vormals Friedrich Bayer et Companion) und der Interessengemeinschaft hatte, was Carl Bosch tief traf, der Duisberg als Kollegen sehr geschätzt hatte.[11] Nach einer versöhnlichen Geste Boschs wurde Duisberg aber schließlich doch noch Aufsichtsratsvorsitzender in der neuen I. G. Farbenindustrie AG. Die neue Gesellschaft entstand durch die Umfirmierung der BASF, welche die übrigen Fusionsteilnehmer aufnahm. BASF, Bayer und die Farbwerke Hoechst (mit Cassella und Kalle) brachten jeweils 27,4 % des Grundkapitals in das Gemeinschaftsunternehmen ein, AGFA 9 %, Griesheim-Elektron 6,9 % und Weiler ter-Meer 1,9 %.

Sitz der I.G. Farben war Frankfurt am Main. Die Werke Leverkusen, Dormagen und Uerdingen (Weiler-ter Meer) gehörten zur Betriebsgruppe Niederrhein. Aus dem übergroßen Aufsichtsrat von 50 Mitgliedern, in dem alle Aufsichtsratsbeisitzer der ursprünglichen Firmen saßen, wurde von Carl Duisberg ein Verwaltungsrat gebildet; aus dem Vorstand, der 83 Personen umfasste, von Carl Bosch ein Arbeitsausschuss. Zu diesem Zeitpunkt existierte die Firma Bayer nicht mehr im Handelsregister. Dennoch wurden alle Arzneimittel der I.G. Farben ab 1934 unter der Marke Bayer verkauft, weil der Name ein gutes Ansehen im In- und Ausland gewonnen hatte. In Leverkusen sank die Zahl der Arbeiter auf 5.400, was mit Rationalisierung des Betriebes zusammenhing.

Ab 1926 wurde im Werk Kupferseide hergestellt, im Jahre 1927 wurde die Pflanzenschutzforschung in Leverkusen zentralisiert, so dass eine gezieltere Forschung möglich war.

Die Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise machten sich ab 1929 in der I.G. bemerkbar. Über 45 Prozent der Arbeiter mussten entlassen werden, die Umsatzzahlen sanken rapide. In Leverkusen mussten von 12.450 Mitarbeitern im Jahre 1929 bis 1932 2.650 entlassen werden und die Arbeitszeit pro Woche und pro Tag wurde angehoben, damit mehr Arbeit von einem Arbeiter erledigt werden konnte.

1930 wurden die Gemeinden Wiesdorf, Schlebusch und Rheindorf mit dem Namen Leverkusen zur eigenen Stadt, woran das Bayer-Werk Leverkusen nicht unwesentlich beteiligt war. Die hohe Zahl von Arbeitsplätzen, die durch die Ansiedlung des Werks im Leverkusener Raum entstanden, ließ eine administrative Vereinigung der betroffenen Gemeinden schon aus steuerlichen Gründen sinnvoll erscheinen, da die Einnahmen so unter den Gemeinden aufgeteilt werden konnten. Außerdem hatte Wiesdorf mit dem großen Bayer-Gelände das Bedürfnis nach Ausdehnung, da immer mehr Arbeiter zuströmten und immer weniger Platz für diese vorhanden war, der zwangsläufig in den Nachbargemeinden gesucht wurde.

Im Jahre 1931 wurde von einer heute 100-prozentigen Tochterfirma der Bayer AG, der Miles Inc., Alka-Seltzer erfunden. Eine Grippewelle in den USA war der Anlass für viele Arbeitsausfälle. Ein Redakteur versorgte seine Mitarbeiter regelmäßig mit einem Gemisch aus Backpulver, Aspirin und Zitronensaft, woraus ein bei Miles arbeitender Chemiker das Produkt entwickelte. Lange Zeit stagnierten die anfangs stark gestiegenen Verkaufszahlen und gingen schließlich wieder zurück. Dies machte Werbung notwendig, da das Medikament rezeptfrei verkauft wurde. Durch Radiowerbung gelang schließlich der Durchbruch des Medikaments.

Das Bayer-Kreuz, die mit 72 Metern Durchmesser damals größte Leuchtreklame der Welt, wurde 1933 von Carl Duisberg erstmals eingeschaltet. 2200 Glühlampen sorgten für die Beleuchtung und es hing zwischen zwei 126 Meter hohen Schornsteinen.

NS-Zeit und Zweiter Weltkrieg

Die Arbeiterzahl stieg in der Zeit des Nationalsozialismus nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten zunächst an, ein Konjunkturaufschwung war wahrzunehmen. Die zwangsweise entlassenen jüdischen Arbeiter und Forscher fehlten jedoch im Bayer-Laboratorium. Als Hitler von Carl Bosch in einem persönlichen Gespräch darauf hingewiesen wurde, dass man dadurch „um hundert Jahre zurückgeworfen“ werde, antwortete er: „Dann werden wir eben 100 Jahre ohne Chemie und Physik arbeiten“.[12] Die chemische Wirtschaft war politisch nicht sehr engagiert, sondern wünschte sich ein einfaches und gutes Verhältnis zur Kommunalpolitik. 1938 waren nahezu alle Vorstandsmitglieder Mitglied der NSDAP, obwohl sie ursprünglich selten politisch gehandelt hatten.[13]

Nach dem Tod Duisbergs 1935 wurde Hans Kühne Werksleiter

Die I.G. und auch das Leverkusener Werk gehörten für das nationalsozialistische Regime im Zweiten Weltkrieg zu den „kriegswichtigen“ Betrieben.

Für die Kriegswirtschaft waren zur Produktion von Kriegsmaterial chemisches Wissen elementar. So produzierte Bayer Stoffe wie Kautschuk, Öl- und Schmierstoffe, sowie verschiedene Gase.

Obwohl die Produktion der I.G. für das NS-Regime wichtig war und bei der Auswahl der Arbeiterzuordnung bevorzugt wurde und die Wochenarbeitszeit schon deutlich höher als im Normalzustand war, entstand durch den Einzug der Mitarbeiter in den Kriegsdienst, der durch die Ausweitung der Kriegswirtschaft entstand ein Arbeitermangel. So wurden auch in den Werken der Betriebsgemeinschaft Zwangs- und Fremdarbeiter eingesetzt. In den ersten Jahren begann man damit, Arbeiter aus dem Ausland anzuwerben, was jedoch nicht ausreichte. Um weiterem Arbeitermangel entgegenzuwirken, wurden die Arbeiter aus den von Deutschland besetzten Ländern, speziell aus Osteuropa, nach Deutschland verschleppt. Zunächst waren diese Fremdarbeiter noch in der Überzahl. Um 1940 jedoch wurde Menschen aus Polen nach Deutschland verschleppt um bei den ehemaligen Bayer-Werken zu arbeiten, um 1941 auch aus Russland und der Ukraine. Bedarf musste an die SS und die Arbeitsämter gemeldet werden.

Die Höchstzahl der Zwangsarbeiter ist nicht genau bestimmbar. Sie erreichte im Herbst 1944 mit ungefähr 9.000 Zwangsarbeitern die Höchstzahl in Leverkusen, wobei sich die Zahlen erheblich unterscheiden. [14][15][16] Die Behandlung, Unterbringung, Versorgung und Arbeiter waren exakt geregelt.

KZ-Häftlinge wurden als Sklaven missbraucht, da sie rechtlich restloses Eigentum der SS waren. Insgesamt 4.500 Häftlinge waren in den Werken der I.G. tätig, die zu Großteilen von der Bayer-AG angefordert worden waren, speziell im Bau des neuen I.G.-Werkes Auschwitz, an dem auch die Werke der heutigen Bayer AG maßgeblichen Anteil hatten. Die I.G. forderte insgesamt von 1941 bis 1945 38.000 Zwangsarbeiter an, von denen geschätzt 30.000 starben. Sobald sie aufgrund der schlechten Arbeitsbedingungen nicht mehr arbeitsfähig waren, wurden sie in Auschwitz ermordet. Erhalten sind auch Unterlagen, dass die I.G. Farben 150 weibliche Häftlinge für „170 RM je Stück“ anforderte und erhielt. In einem weiteren Schreiben hieß es dann:

Die Experimente sind durchgeführt worden, alle Personen sind gestorben. In Kürze werden wir uns mit Ihnen zwecks weiterer Lieferungen in Verbindung setzen.“

1943 wurde Ulrich Haberland Nachfolger von Hans Kühne als Werksleiter in Leverkusen.

Am 26. Oktober 1944 wird das Werk in Leverkusen, nachdem schon 1940 erste Bomben das Werk getroffen hatten, bei einem verheerenden Luftangriff stark zerstört und anschließend komplett stillgelegt; es konnte keine gefahrlose Arbeit mehr stattfinden.

Am 14. April 1945 wurde das Werk Leverkusen durch die Amerikaner eingenommen. Die Werke am Niederrhein lagen in der britischen Zone, deshalb hatte die britische Militärregierung in den folgenden Jahren die vollständige Kontrolle über sie, da die Briten die militärische Verwaltung Leverkusen 1947 übernahmen.

Nachkriegszeit

In den ersten Jahren der direkten Nachkriegszeit ab 1945 war der Fortbestand der I.G. Farbenindustrie AG ungewiss. Alle Werke waren bei Kriegsende besetzt und unter alliierte Militärverwaltung worden. Am 5. Juli 1945 verfügte die Militärregierung in ihrer Anordnung Nr. 2 zum Gesetz Nr. 32 die Beschlagnahme des gesamten I.G. Farben-Vermögens. Für einen Teil der Werke plante man die Demontage, die übrigen sollten soweit möglich in kleine Einheiten zerlegt werden, weil die Alliierten die I.G. als kriegswichtigen Rüstungsbetrieb ansahen und Deutschland nachhaltig kriegsunfähig machen wollten.

Der Aufbau des Werkes in Leverkusen war unorganisiert und verlief zu großen Teilen ohne Versicherung und Lohn und ohne Ausbildung, sodass sich beispielsweise Chemiker als Glaser oder Sekretäre als Schreiner betätigten. Es war jedoch notwendig, den Wiederaufbau rasch durchzuführen, da großer Nachholbedarf in der Produktion bestand, sodass die wichtigsten Produkte trotz des „Schwebezustandes“ der I.G. wieder produziert wurden. Die Wiederkehr der Arbeiter aus dem Krieg und aus der Kriegsgefangenschaft stellte die Stadt und das häufig für die Arbeiter sorgende Unternehmen zunächst vor Probleme, da die Unterbringung und Versorgung aufgrund der Hungersnot sehr schwierig war.

Kurz vor der Währungsreform 1948 und der damit verbundenen Inflation war es außerdem schwierig, einen gerechten Lohn auszuzahlen. Stattdessen blühte in dieser Zeit der Schwarzmarkt und daher bot die Firma auch Tauschwaren als Lohn an, was aber natürlich kein Dauerzustand war und auch eher inoffiziell praktiziert wurde.

In Nürnberg mussten sich 23 Leitende Angestellte der I.G. Farben im I.G.-Farben-Prozess wegen Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Versklavung, Mitgliedschaft in einer verbrecherischen Organisation und ähnlichen Anklagen verantworten. 10 Angeklagte wurden freigesprochen, 13 zu Gefängnisstrafen zwischen 18 Monaten und 8 Jahren verurteilt.

1950 schuf die Alliierte Hohe Kommission mit dem Gesetz Nr. 35 die Voraussetzung für die Entflechtung der I.G. Farben in zwölf „wirtschaftlich gesunde und unabhängige“ Teile. [17] Unter diesen zwölf Unternehmen befand sich die nach langen Verhandlungen neu gegründete Firma „Farbenfabriken Bayer Aktiengesellschaft“. Der Vorstandsvorsitzende Ulrich Haberland kämpfte auch darum, das Werk Dormagen mit in das Bayer-Unternehmen einzubeziehen, da es alleine kaum lebensfähig gewesen wäre. Zur neuen Bayer AG gehörte neben den bereits vor 1925 bestehenden Werken Dormagen, Elberfeld und Leverkusen auch das Werk Krefeld-Uerdingen, das vor der I.G. Farben die Firma Weiler ter-Meer war.

Bereits vier Jahre nach Kriegsende wurden wieder erste Auslandsverbindungen geknüpft. Eine Vertretung in Frankreich, die zunächst Anteile an einem ähnlichen Chemie-Konzern hatte, erhöhte diese Anteile allmählich. Heute ist diese Vertretung eine hundertprozentige Tochterfirma der Bayer AG. Dieses Vorgehen war für die Bayer AG typisch, da sie in vielen weiteren Fällen so oder ähnlich arbeitete.

1952 wurden schon wieder neue Großproduktionen eingeführt, wie zum Beispiel Mittel zur Bekämpfung von Tuberkulose oder die Produktion von Penicillin. Im selben Jahr wurde auch die Bayer-Wohngesellschaft wieder gegründet, die erneut Werkswohnungen zur Verfügung stellte. Ein Jahr später trat die Bayer AG wieder auf den Aktienmarkt und die Bayer-Aktie wurde wieder eingeführt.

Wieder weitestgehend international wurde Bayer 1954 mit Gründungen von Werken in Buenos Aires zur allgemeinen Auslagerung von Produktion, Ohio, in dem die Vorproduktion von Polyurethan-Kunststoffen stattfinden soll, in Vero Beach in Florida, welches die Forschung an sub- und tropischen Pflanzenschutzmitteln erleichtern soll und in Chile für synthetische Gerbstoffe. Außerdem wird die Brasilianische Tochterfirma Chiica Bayer Ltda. zurückgewonnen.

Die Bayer AG entdeckte Erdöl 1957 als profitablen neuen Rohstoff für sich und in einer Zusammenarbeit mit der BP Benzin und der Petroleum AG aus Hamburg wird die Erdölchemie GmbH gegründet. Die sogenannte Petrochemie war damit eine der wichtigsten Lieferanten für organische Rohstoffe.

Das Wirtschaftswunder und die Folgen

Bayer konzentrierte sich nun wiederum auf Forschung und Entwicklung und konnte einen positiven Geschäftsverlauf im Rahmen des „Wirtschaftswunders“ verzeichnen. Nachfolger des 1961 verstorbenen Ulrich Haberland als Vorstandsvorsitzender war von 1961 bis 1974 Kurt Hansen, der Stifter des Hansen-Preises. Mit ihm wurden auch die Großrechner „beim Bayer“ eingeführt und es gab durch den Neubau des Bayer-Hochhauses, der 1960 begann, einige Verschiebungen des Japanischen Gartens.

1962 hatte die Bayer AG in der Bundesrepublik 61.000 Beschäftigte und erwirtschaftete einen Jahresumsatz von vier Milliarden DM. In diesem Jahr wurden weitere Außenwerke in Thailand, Japan auf den Philippinen und in Australien gegründet − alle förderten die Produktion und die internationalen Kontakte, die sich nach dem Zweiten Weltkrieg zunächst mühsam entwickelt hatten, da sie völlig zerstört waren.

Die Agfa AG (hundertprozentige Tochtergesellschaft von Bayer]] und die Gaevert AG schlossen sich 1964 zusammen. Dies geschah aus mehreren Gründen; zum einen hatten sich die beiden Fotofabriken so entwickelt, dass die Gaevert größtenteils professionelle Filme herstellte, beispielsweise große Filmrollen für Kinos oder Röntgenapparate. Hingegen hatte sich die Agfa auf Fotografie für jedermann spezialisiert, sodass die Unternehmen keine Konkurrenz sondern eine Ergänzung waren. Wirtschaftlich gesehen war der Zusammenschluss günstig, weil beide Unternehmen alleine nicht international konkurrenzfähig gewesen wären, gemeinsam jedoch durchaus.

Auch in Italien wurden die Auslandsverbindungen wieder aufgenommen, die schon 1899 ursprünglich gegründet worden, jedoch wie viele andere über den Zweiten Weltkrieg abgerissen waren. Bereits 1946 konnte Bayer seine Rechte zurückgewinnen, hatte jedoch noch keinen sicheren Halt gefunden. Erst 1967 wurde dieser durch die „Bayer Italia S.p.A.“ wiederhergestellt. Auch die Beziehungen nach Amerika waren sehr zerstört gewesen. Der Name konnte nicht mehr zurückgewonnen werden und auch die Firmen waren größtenteils zerstreut und in anderen Besitz übergegangen. 1967 wurde „Mobay“ eine hundertprozentige Bayer-Tochter, das ursprünglich „Monsanto“ geheissen hatte und von dem die Bayer AG wie auch schon in vielen anderen Ländern immer mehr Besitz ergriffen hatte.

Zwei Jahre später, also 1969 wurden alle Lehrwerke, -produktionen und -werkstätten in einem Komplex zusammengefasst, die auf dem Flittarder Feld lag.

1971 wurde eine völlig neue Konzernstruktur entwickelt. Die funktionale Struktur, die jeder einzelnen Sparte − auch dem Rechnungs- oder Personalwesen einen Vorstand zuordnete wurde abgeschafft. Es war unpraktisch, da es mit dem Wachstum des Unternehmens immer größer und unübersichtlicher wurde. Stattdessen bekam jede Sparte (Anorganische Chemikalien, Organische Chemikalien, Kautschuk, Kunststoffe und Lack, Polyurethane, Farben, Fasern, Pharma und Pflanzenschutz), jeder Zentralbereich (Personalwesen, Ingenieurverwaltung, Finanz- und Rechnungswesen, Beschaffung, Werbung und Marktforschung, Rechts- und Steuerwesen, Zentrale Forschung, Patente, Marken und Lizenzen und Zentrale Anwendungstechnik) und den einzelnen Werksverwaltungen einen eigenen kleinen „Vorstand“, aus dem schließlich zwei Spartenleiter gewählt wurden, von denen jeweils einer Chemiker und einer Kaufmann war.

1973 wurde das Bayer-Werk in Brunsbüttel errichtet. Es war ein Grund für die Errichtung in Brunsbüttel, dass es gut mit dem Schiff zu erreichen war, aber auch, weil es genügend Platz bot, um sich gegebenenfalls auszudehnen und den Entwicklungen anzupassen. Eingesetzt für dieses Werk und daher auch gefördert hatte es die Landesregierung Schleswig-Holstein, weil es einen recht guten Schritt in Richtung Industrialisierung des immer noch landwirtschaftlich geprägten Raumes ging.

Nachdem Kurt Hansen 1974 in den Aufsichtsrat gewechselt war, übernahm Herbert Grünewald den Vorsitz bis 1984.

In der Zeit von 1978 bis 1981 übernahm die Bayer AG erneut einige neue Firmen. Dazu zählten die Miles Inc., die zu 97 Prozent in den Besitz von Bayer überging und auch die Agfa-Gaevert, die jetzt hundertprozentige Tochter der Bayer ist. Durch die Übernahme von Miles Inc. erreichte Bayer eine recht bedeutende Stellung auch auf dem Aktienmarkt der USA.

Die Pflanzenschutz-Forschung wurde ebenfalls weiter ausgebaut, 1979 begann man in Monheim mit dem Bau eines Pflanzenschutz-Zentrums.

Entwicklung bis 2001

Jahr Mitarbeiter
1863 3
1881 300
1913 10.000
1929 12.450
1932 9.800
1961 80.000
1988 165.000
1990 171.000
2003 115.400
2004 113.000
2005 82.600
2006 106.000
2007 106.200

1990 beschäftigte Bayer 171.000 Mitarbeiter und erzielte einen Jahresumsatz von 41,643 Milliarden DM. Bayer widmete sich vermehrt den neuen Absatzmärkten in Osteuropa. So nahm 1994 ein neues Bayer-Werk in Bitterfeld die Produktion von Aspirin auf. Bayer kann seit 1995 in den USA wieder unter dem Namen ‚Bayer‘ auftreten, da das Unternehmen mit Kauf der Firma Sterling Winthrop auch die Namensrechte für die USA zurückerwarb. Nach Hermann J. Strenger, der von 1984 bis 1992 Vorstandsvorsitzender war, folgte von 1992 bis 2002 Manfred Schneider und schließlich Werner Wenning bis heute.

Im Oktober 2001 übernahm Bayer die Pflanzenschutz-Sparte von Aventis. Mit einem Preis von 7,25 Mrd. Euro stellte dies zu dem Zeitpunkt den größten Aufkauf in der Geschichte von Bayer dar. Ein Jahr später, am 1. Oktober 2002, wurde die Firma Bayer CropScience AG rechtlich selbstständig. Mit 22.000 Mitarbeitern und einem Umsatz von 6,5 Mrd. Euro stellt sie die Nummer zwei auf dem Markt der Pflanzenschutz-Industrie dar.

Am 8. August 2001 zog Bayer den bis dahin am Markt erfolgreichen Cholesterinsenker Lipobay wegen starker Wechselwirkungen mit Todesfolgen vom Markt zurück. Der Wirkstoff Cerivastatin löste insbesondere in Kombination mit anderen Cholesterinsenkern mit dem Wirkstoff Gemfibrozil einen Muskelzerfall (Rhabdomyolyse) aus. Rhabdomyolyse ist eine bei allen Cholesterinsenkern bekannte Nebenwirkung, die jedoch in der Kombination von Cerivastatin mit Gemfibrozil vermehrt auftrat. Da die Kombination vor allem in den USA weiter von Ärzten verschrieben und von Apothekern verkauft wurde, obwohl sie laut Beipackzettel kontraindiziert war, und das Risiko für Bayer nicht mehr kontrollierbar war, nahm Bayer Cerivastatin freiwillig vom Markt. In den USA, wo Lipobay unter dem Namen „Baycol“ vermarktet wurde, wurden kurz nach dem Bekanntwerden die ersten Klagen gegen Bayer eingereicht. Laut des Geschäftsberichts 2004 wurde Bayer in ca. 14.660 Fällen verklagt (davon 14.550 in den USA). Mit Stand 18. Februar 2005 waren noch 6.191 Verfahren (6.111 davon in den USA) anhängig. Ohne Anerkennung einer Rechtspflicht kam es bis zum 18. Februar zu Vergleichen in Höhe von 1.114 Millionen US-Dollar. Neben den Vergleichen wurden zwei Prozesse mit Freisprüchen für Bayer beendet.

Umstrukturierungen im Konzern 2001 bis 2005

Seit dem 24. Januar 2002 wurde die Bayer-Aktie in New York unter dem Symbol BAY gehandelt. Der Börsengang sollte zunächst am 26. September 2001 stattfinden, musste dann aber wegen des Lipobay-Skandals verschoben werden.

Am 5. September 2007 gab Bayer bekannt, das Delisting seiner Aktien an der New York Stock Exchange beantragt zu haben. Ab Ende September 2007 wurden keine Aktien mehr gehandelt. Damit verbunden strebt das Unternehmen die komplette Deregistrierung und somit das Beenden aller Berichtpflichten an die US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) an.[18] Bayer folgt damit der BASF, welche kurz zuvor ebenfalls ein Delisting bekanntgab.[19] Insgesamt werden mit diesem Schritt Kosteneinsparungen in Höhe von 15 Millionen Euro erwartet.[20]

Am 13. September 2001 wurde Werner Wenning zum neuen Vorstandsvorsitzenden des Bayer Konzerns gewählt. Der bisherige Vorstandsvorsitzende Manfred Schneider wurde Aufsichtsratsvorsitzender. Unter dem neuen Vorstandschef Wenning begann eine der größten Umbruchsphasen des Konzerns zwischen 2002 und 2005. Die Notwendigkeit der Neuausrichtung verstärkte die erheblichen wirtschaftlichen Schwierigkeiten aufgrund der Lipobay-Krise und dem stark eingebrochenen Aktienkurs. Zunächst wurden die bisherigen Geschäftsbereiche der Bayer AG (Pflanzenschutz, Pharma, Polymere und Chemie) in eigenständige Teilkonzerne (Bayer CropScience, Bayer HealthCare, Bayer Polymers und Bayer Chemicals) unter dem Dach einer Bayer Holding formiert. Weitere Teile der Bayer AG wurden in Servicegesellschaften wie Bayer Technology Services, Bayer Industry Services (seit 01. Januar 2008 Currenta) und Bayer Business Services ausgegliedert. Auch in anderen Ländern wurden substanzielle Geschäftsbereiche in eigenständige Gesellschaften getrennt.

Ende 2003 wurde bekanntgegeben, dass der Teilkonzern Bayer Chemicals zusammen mit größeren Teilen des Kunststoffgeschäfts des Teilkonzerns Bayer Polymers als unabhängige Gesellschaft aus dem Konzern ausgegliedert werden sollte. Der Teilkonzern Bayer Polymers wurde zum 1. Januar 2004 in Bayer MaterialScience umbenannt. Die Abspaltung der Bereiche wurde zum 1. Februar 2005 komplett in Form eines Spin-offs und mit dem Börsengang der Firma Lanxess vollzogen.

Im Sommer 2004 angekündigt, wurde mit Beginn des Jahres 2005 die OTC-Sparte (rezeptfreie Medikamente) der Schweizer Roche (inkl. des 50-prozentigen Anteils des gemeinsamen OTC-Joint-ventures) übernommen. Mit dieser Übernahme wurde der Pharma-Bereich entsprechend neu ausgerichtet. Ziel ist es nun, das weltweit führende Unternehmen im Markt für rezeptfreie Medikamente zu werden.

Die Umstrukturierungen haben den Bayer-Konzern aus den zwischenzeitlichen roten Zahlen wieder hinausgeführt. Im Jahr 2005 betrug der Umsatz 27.383 Mio. Euro und lag damit 17,6 Prozent über dem Umsatz von 2004. Dabei verbesserte sich das Operative Ergebnis um 50 Prozent von 1.875 Mio. (2004) auf 2.812 Mio. Euro (2005). Die Dividende wurde von 0,55 €(2004) auf 0,95 € (2005),1 € (2006), 1,35 € (2007) erhöht.

Zeit von 2005 bis heute

Am 23. März 2006 gab der Bayer-Konzern ein Übernahmeangebot für den Berliner Pharmahersteller Schering AG ab und überbot damit ein Angebot der Merck KGaA. Bayer bot den Aktionären 86 Euro pro Aktie gegen 77 Euro von Merck. Das geplante Transaktionsvolumen sollte dabei ca. 16,5 Mrd. Euro betragen. Bis 30. Mai 2006 wollte Bayer mindestens 75 Prozent der Schering-Anteile besitzen. Allerdings musste diese Frist aufgrund der schlechten Nachfrage auf den 14. Juni 2006 verlängert werden. Kurz vor Fristende wurde bekannt, dass Merck KGaA den ursprünglichen Anteil an Schering durch Zukäufe auf bis zuletzt 21,8 Prozent erhöhte. Mit Erreichen der Sperrminorität von 25 Prozent hätte Merck die Übernahme dann zunächst verhindern können. Am 14. Juni einigten sich Bayer und Merck darauf, dass Bayer die Schering-Anteile von Merck für einen Preis von 89 Euro pro Aktie übernimmt, wodurch Merck einen Ertrag von 400 Millionen Euro erzielte. Auch die anderen Scheringaktionäre erhielten den erhöhten Preis. Die Übernahme kostete Bayer somit fast 17 Mrd. Euro.

Zusammen mit der Bayer-HealthCare-Sparte Diagnostika und Pharma soll die neue Pharmasparte auf einen Gesamtumsatz von ca. 14,7 Mrd. Euro kommen und wird zu den weltweit zwölf größten Unternehmen der Branche zählen. Das neue Unternehmen soll „Bayer-Schering-Pharma“ heißen und den bisherigen Schering-Hauptsitz in Berlin beibehalten.

Am 13. September 2006 beschloss die letzte Hauptversammlung der Schering AG einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag. Außerdem wurde der Name in „Bayer Schering Pharma AG“ geändert. Bayer hält nun mehr als 95 Prozent der Anteile und kann damit die restlichen Anteilseigner der Schering AG durch Ausschluss von Minderheitsaktionären („Squeeze-out“) aus dem Unternehmen drängen und schließlich das Unternehmen von der Börse nehmen.

Am 29. Juni 2006 wurde bekannt, dass Bayer die Division Diagnostics von Bayer HealthCare an Siemens verkaufte. Der Kaufpreis lag bei 4,2 Mrd. €. Dieser Rückzug von Bayer aus dem stark von Elektronik beeinflussten Diagnostic-Geschäft war wohl schon länger vorbereitet und hing nicht mit der Übernahme von Schering zusammen. Dennoch erleichtere der Nettozufluss von 3,6 Mrd. € die Finanzierung dieser Transaktion. Nicht verkauft wurden die Bereiche Diabetes Care und Kontrastmittel.

Lage und Verkehrsanbindung der Werke

Gründung Ort Gründerunternehmen des Standorts Übernahme
1857 Berlin Schering AG 2006
1863 Barmen Bayer AG
1863 Frankfurt-Höchst1 Hoechst 2003
1867 Elberfeld Bayer AG
1877 Krefeld-Uerdingen Weiler-ter Meer 1951
1895 Leverkusen Bayer AG
1895 Lyon1 Rhône-Poulenc 2003
1917 Dormagen Bayer AG
1973 Brunsbüttel Bayer AG
1979 Monheim Bayer AG
1992 Bitterfeld Bayer AG
1. Standorte von Aventis CropScience

Das erste Werk in Barmen war verkehrstechnisch ungünstig gelegen, weshalb es ins größere und besser angebundene Elberfeld verlegt wurde. In Elberfeld hatte das Hauptwerk einige Jahre lang genügend Platz, war von der Lage her jedoch ebenfalls nicht optimal, da keine Schifffahrtsanbindung bestand und es sich, da die Besiedlung des Gebietes bereits recht dicht war, nicht ausbreiten konnte. Ein Schienenanschluss bestand zur Bahnstrecke Düsseldorf–Elberfeld, es lag unmittelbar an der B 7 und in der Nähe der A 46.

Besser geeignet war der 1912 als Hauptsitz und -werk in Betrieb genommene Chemiepark Leverkusen, der ab 1. Januar 2008 „CHEMPARK“ heißt. Er liegt zur einen Hälfte in Leverkusen-Wiesdorf und zur anderen im Kölner Stadtteil Flittard und direkt am Rhein, wo Umschlagsanlagen für Binnenschiffe vorhanden sind. Die Straßenanbindung erfolgt über die B 8 und die nahen Autobahnen mit dem Kreuz Leverkusen (A 1/ A 3 sowie A 59). Eine Zweigstrecke nach Köln-Mülheim sorgt für die Anbindung an das Eisenbahnnetz. Im Personenverkehr ist das Werk über den S-Bahn-Haltepunkt Bayerwerk erreichbar, die Luftverkehrsanbindung erfolgt über den nahegelegenen Flughafen Köln/Bonn und Flughafen Düsseldorf.

Das 1917 zur Produktion von Schwefelsäure gegründete Werk Dormagen ist durch den Rhein ebenfalls an die Schifffahrt angebunden. Es existiert ein direkter Bahnanschluss mit der Haltestelle Dormagen Bayerwerk und der Standort ist über die A 57 auch an das deutsche Autobahnnetz angebunden.

Mit der Übernahme der Chemiefabrik Weiler-ter Meer nach der Auflösung der I.G. Farben gehörte auch das 1877 gegründete Werk Krefeld-Uerdingen zur Bayer AG, welches ebenfalls am Rhein gelegen ist. Auch dieses Werk ist über die A 57 erreichbar und hat über den Bahnhof Hohenbudberg/Bayerwerk eine Anbindung an das Schienennetz. Die Fluganbindung ist hier über den Flughafen Düsseldorf gegeben.

In Brunsbüttel wurde im Jahre 1973 ein weiteres Werk gegründet, welches im Norden Deutschlands liegt. Es liegt direkt an der B 5, am Nord-Ostsee-Kanal und der Elbe, wodurch eine recht gute Schiffsanbindung erreicht wird. In das Werk führen die Eisenbahnschienen, wodurch das Werk auch eisenbahntechnisch gut angeschlossen ist. Weniger ausgebaut ist dafür die Straßenanbindung, weshalb beim Bau des Werkes speziell auf den Ausbau des Hafens geachtet wurde.

1979 wurde mit dem Bayer-Werk Monheim ein großflächiges Pflanzenschutzforschungszentrum in Betrieb genommen. Über das Autobahnkreuz Monheim/Langenfeld ist eine Autobahnanbindung über die A 59 und über die A 542 gegeben.

Im Osten Deutschlands bei Leipzig in Bitterfeld liegt das 1992 gegründete Werk, das nur schwer über Schifffahrt zu erreichen ist. Eine indirekte Autobahnanbindung besteht über die A 9, über den Flughafen Leipzig/Halle wird der Standort an den Flugverkehr angebunden. In der Nähe existiert der Bahn-Haltepunkt Bhf Wolfen. Die Schienen führen durch das Werk hindurch und versorgen es so mit Gütern. [21]

Die Standorte Industriepark Höchst, Straßburg und Lyon kamen 2003 mit der Übernahme von Aventis Crop Science hinzu, die Werke Berlin, Bergkamen und Antwerpen durch die der Schering AG 2006.

Anteilseigner

79,31 Prozent der Anteile an der Bayer AG sind Streubesitz. 10,01 Prozent der Aktien gehören „The Capital Group Companies Inc.“ mit Sitz in Los Angeles, 4,99 Prozent der FMR Corp. mit Sitz in Boston, 3,18 Prozent der UBS AG, die ihren Sitz in Zürich hat und 2,5 Prozent der Allianz Lebensversicherungs- Aktiengesellschaft aus Stuttgart.[22]

Unternehmenskritik

Anfang 2000 kam Bayer in die Kritik nachdem bekannt wurde, dass sie Ende der 1980er Jahre mit HIV verseuchte Medikamente in den USA auf den Markt brachte. Die US-Behörden untersagten ihr danach den Verkauf dort, genehmigten allerdings den weiteren Vertrieb gleicher Medikamente außerhalb der USA. Einige tausend Menschen erkrankten daraufhin an AIDS. [23] In den Jahren 2001 und 2003 wurde Bayer mehrmals von Alternet und Multinational Monitor zu den „The 10 Worst Corporations of 2000“ gewählt. Gründe waren neben Kriegsverbrechen auch zahlreiche Umweltvergehen, bei denen besonders in Asien immer wieder Menschen zu Tode kamen, sowie irreführende Werbung.

Im Schwarzbuch Markenfirmen – Die Machenschaften der Weltkonzerne werden der Bayer AG schwere Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen, unter anderem „Import von Rohstoffen aus Kriegsgebieten, Finanzierung unethischer Medikamentenversuche, Behinderung eines Entwicklungslandes bei der Herstellung und Vermarktung lebenswichtiger Medikamente, Vertrieb gefährlicher Pflanzengifte, Ausbeutung und Kinderarbeit bei Rohstofflieferanten“ [24]

Im Oktober 1999 kam es in Peru zu einem Unfall, bei dem 50 Schulkinder durch das Insektizid Folidol (enthält Parathion) vergiftet wurden und 24 von ihnen verstarben. Eine Untersuchungskommission des peruanischen Kongresses warf der Bayer AG im Herbst 2002 eine unzureichende Kennzeichnung mit Warnhinweisen auf den Original-Kunststoffbehältern vor.

Die Bayer AG erhielt 2002 einen Big Brother Award in der Kategorie „Arbeitswelt“ verliehen. Die Jury begründete dies mit den Drogentests, welche von Auszubildenden erbracht werden müssen, um einen Ausbildungsplatz zu erhalten.

Nach Informationen der Universität von Massachusetts von 2008 ist die Bayer AG der viertgrößte Umweltverschmutzer weltweit.[25]

Preisabsprachen

Am 11. Oktober 2007 kam es an den Standorten Leverkusen und Köln der Vertriebsgesellschaft Bayer Vital zu Durchsuchungen durch das Kartellamt. Laut einem zuvor im Stern erschienenen Artikel soll Bayer, in sogenannten Zielvereinbarungen, illegale Preisabsprachen mit ca. 11.000 deutschen Apotheken vereinbart gehabt haben. Bayer hatte den Apothekern einen Zusatzrabatt von 3 Prozent versprochen wenn diese sich an die von Bayer vorgegebenen Grenzen für Preisnachlässe hielten. Bayer drohe nun ein Wettbewerbsverfahren mit einem Maximal-Bußgeld von 2,9 Mrd. Euro. [26] Ein im vergangenen Jahr von den Verbraucherzentralen durchgeführter Apothekencheck hatte ergeben, dass in 90 Prozent aller Apotheken ein Preis in Höhe der unverbindlichen Bayer-Preisempfehlung für Aspirin verlangt wurde. [27]

2007 hat die Europäische Kommission gegen die Konzerne Bayer, Denka, DuPont, Dow Chemical, Eni und Tosoh eine Geldbuße von insgesamt 243,2 Mio. Euro verhängt, weil sie sich an einem Chloropren-Kautschuk-Kartell beteiligt haben. Diese hatten sich laut Kommission zwischen 1993 und 2002 den Markt für Chloropren-Kautschuk untereinander aufgeteilt und Preisvereinbarungen getroffen. Den mit Abstand größten Teil der Kartellbuße wurde Bayer auferlegt, welche eine Kartellstrafe von 201 Mio. Euro hätte zahlen müssen. Dank der 2002 eingeführten Kronzeugenregelung wurde allerdings Bayer die gesamte Geldbuße erlassen, obwohl der Konzern bereits früher an ähnlichen Zuwiderhandlungen beteiligt war und somit ohne Kronzeugenregelung mit einer erhöhten Kartellstrafe hätte rechnen müssen. Nach Berücksichtigung der aufgrund der Kronzeugenregelung gewährten Ermäßigungen entfiel der größte Teil der Geldbuße mit 132,1 Mio. Euro auf Eni, welche neben Bayer bereits in früheren Kommissionsentscheidungen wegen Kartellaktivitäten mit Geldbußen belegt wurde. Von der restlichen Geldbuße entfielen 59,2 Mio. Euro auf DuPont, davon 48,6 Mio. Euro auf Dow (beide 25 % Ermäßigung), 47 Mio. Euro auf Denka und 4,8 Mio. Euro auf Tosoh (50 % Ermäßigung). [28]

Sport- und Kulturengagement

Die Bayer AG hat sich stark an der kulturellen und sportlichen Förderung speziell von Leverkusen beteiligt. 1907 wurde die Bayerkultur-Abteilung gegründet; auch daran war Carl Duisberg beteiligt, der auch darin eine Möglichkeit sah, den Konzern und die neu entstehende Stadt miteinander zu verbinden. Außerdem war ihm auch die nicht fachbezogene Bildung seiner Mitarbeiter wichtig. [29] Es wurde in diesem Jahr das Erholungshaus errichtet, in dem die Auftritte stattfinden konnten. Das Erholungshaus wurde mehrere Male modernisiert. Für die Stadt war die Bayer AG auch aufgrund der Bayer-Kaufhäuser in den Stadtvierteln von Leverkusen und dem Hauptkaufhaus in Wiesdorf von Bedeutung, die jedoch geschlossen wurden. Auch das Haupthaus schloss im Dezember 2007. Jedoch bleibt die Kulturabteilung der Bayer AG weiterhin bestehen und wurde sogar für die Aktion Ein Jahrhundert Bayer.Kultur mit dem ersten Preis der Initiative Freiheit und Verantwortung der deutschen Industrie ausgezeichnet. [30]

Auch mit dem Sportverein TSV Bayer 04 Leverkusen betätigte sich die Bayer AG kulturell am Stadtleben von Leverkusen. Dieser wurde 1904 unter dem Namen Turn- und Spielverein 1904 der Farbenfabrik vormals Friedrich Bayer Co. Leverkusen gegründet. Am bekanntesten ist die Fußball-Bundesligamannschaft Bayer 04 Leverkusen, es bestehen jedoch viele weitere Angebote für Erwachsene und Kinder in verschiedenen Sportarten.

Bayer verwaltet auch die Stiftung zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses.[31]

Einzelnachweise

  1. Aktionärsbrief der Bayer AG vom dritten Quartal 2007
  2. Verg 1988: S. 110, Z. 4
  3. Verg 1988, S. 114, Z. 3
  4. Verg 1988: S. 115, Z. 24-28
  5. F. Gruss: Leverkusen. Geschichte und Geschichten; Verlag Anna Gruss, Leverkusen, 2003;S. 76, Z. 11-15
  6. Verg 1988: S. 194
  7. Verg 1988: S. 194, Z. 22
  8. Verg 1988: S. 195
  9. Verg 1988: S. 201, Z. 36
  10. Verg 1988; S. 216f.
  11. Verg 1988; S. 222ff.
  12. Verg 1988: S. 294, 2. Sp., Z. 30ff.
  13. Verg 1988, S. 294f
  14. Stadtarchiv Leverkusen (Hg.):Leverkusen. Geschichte einer Stadt am Rhein. Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld 2005; S. 411, Z. 17
  15. Valentina Maria Stefanski:Zwangsarbeit in Leverkusen. Polnische Jugendliche im I.G. Farbenwerk. (Einzelveröffentlichungen des deutschen historischen Instituts Warschau 2) Osnabrück, 2000
  16. Verg, 1988; S. 296, Z. 41
  17. Verg 1988, S. 314
  18. Bayer Pressemitteilung
  19. BASF Pressemitteilung
  20. Pressenachricht über verbundene Kosteneinsparungen
  21. http://www.wege.bayer.de/de/indexplan_de.html
  22. [1], Oktober 2007
  23. TV-Mitschnitt bezüglich der Kritik am Verkauf von HIV infizierten Medikamenten
  24. Vgl. „Schwarzbuch Markenfirmen“, Seite 270ff
  25. Informationen des POLITICAL Economy Research Institute
  26. Markus Grill: Kartellamt durchsucht Bayer-Standorte stern.de, 11. Oktober 2007
  27. Kartellamt durchsucht Bayer-Vertrieb Financial Times Deutschland, 11. Oktober 2007
  28. Europäische Kommission, Medienmitteilung vom 05.12.2007
  29. http://www.kultur.bayer.de/de/grusswort.aspx
  30. http://www.kultur.bayer.de/de/auszeichnung.aspx
  31. Neuronenquelle im Gehirn „research“ − das Bayer-Forschungsmagazin, 22. Oktober 2007.

Literatur