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Amonstiege

Die Amonstiege ist eine Stiegenanlage im 6. Wiener Gemeindebezirk Mariahilf.

Sie ist eine 13 Meter hohe gerade Straßentreppe mit eisernem Treppengeländer, 4 Absätzen und hat 48 Stufen, die im Verlauf der Stiegengasse die Gumpendorferstraße mit der Windmühlgasse verbinden. Von dort führt der Raimundhof, das mit mehreren Stiegen versehene Durchhaus des Hauses „Zum goldenen Hirschen“ (Geburtshaus Ferdinand Raimunds) zur Mariahilfer Straße, während stufenabwärts die Stiege als direkter Weg zum Wiener Naschmarkt genutzt wird.

Die Amonstiege wurde 1862 fertiggestellt, zur gleichen Zeit wurden die Gärtnergasse und ein Teil der Windmühlgasse in Stiegengasse umbenannt. Wahrscheinlich erfolgte die Benennung in Amonstiege erst später, da der Schauspieler und Volksbildner Anton Amon (1862 bis 1931) im Jahr der Errichtung der Stiege gerade erst geboren wurde.

Da die Stiege lange Zeit für Rollstuhlfahrer, ältere Menschen und Personen mit Kinderwagen ein unüberwindbares Hindernis darstellte, stellten die Mariahilfer Grünen im Jahr 2000 einen Antrag zum Bau einer Stieghilfe. Auf Grund technischer Probleme konnte eine solche nicht gebaut werden, somit entschied man sich für den Bau einer öffentlichen Liftanlage.

Am 27. Januar 2005 wurde die öffentliche Liftanlage in Betrieb genommen. Der gläserne Lift bei der Amonstiege kostete rund 220.000 Euro, verbindet die Windmühlgasse mit der Gumpendorferstraße und überwindet dabei einen Höhenunterschied von sieben Metern.[1]

Einzelnachweise

  1. Lift verbindet zwei Straßen

Koordinaten: 48° 11' 56" N, 16° 21' 24" O