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Gemeiner Einsiedlerkrebs

Gemeiner Einsiedlerkrebs

Einsiedlerkrebs ♂ (Pagurus bernhardus)

Systematik
Unterordnung: Pleocyemata
Teilordnung: Mittelkrebse (Anomura)
Überfamilie: Einsiedler- und Steinkrebse (Paguroidea)
Familie: Rechtshändige Einsiedlerkrebse (Paguridae)
Gattung: Pagurus
Art: Gemeiner Einsiedlerkrebs
Wissenschaftlicher Name
Pagurus bernhardus

Der Gemeine Einsiedlerkrebs, im angelsächsischen Sprachraum auch unter dem Namen Pleusganjokrebs bekannt (Pagurus bernhardus), früher Eupagurus bernhardus, ist ein Aasfresser und Räuber. Zusätzlich lebt er von Mikroorganismen, die er von Steinen abweidet. Er lebt im Nordatlantik, der Nord- und Ostsee.

Einsiedlerkrebse leben in Schneckenhäusern, die sie, wenn sie wachsen, immer wieder durch größere austauschen. Das Schneckenhaus beschützt seinen weichen Hinterleib, der nicht von einem Panzer umgeben ist. Bei Gefahr kann sich der Krebs komplett in den mobilen Unterschlupf zurückziehen. Häufig sind die Schneckenhäuser von einer stachelig braun- und rosafarbenen Kruste überzogen. Das liegt an der Ansiedlung von Kolonien des Stachelpolyps, eines Nesseltieres. Dieser Polyp vergrößert das kalkhaltige Gehäuse so, dass es dem Krebs genau angepasst wird. Symbiotisch (Ektosymbiose) siedeln auf den Schneckenhäusern oft Pflanzen und Tiere wie z. B. Schmarotzerrosen oder Moostierchen.

Weblinks

 Commons: Gemeiner Einsiedlerkrebs – Bilder, Videos und Audiodateien