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Zawiyet Umm el-Rakham

Zawiyet Umm el Rakham ist ein archäologischer Fundplatz an der ägyptischen Mittelmeerküste, etwa 25 km westlich von Marsa Matruh und etwa 300 km westlich von Alexandria.

Geschichte und Bauwerke

Zawiyet Umm el-Rakham ist durch seine pharaonisch-ägyptische Besiedlung bekannt geworden. Das wichtigste Bauwerk ist die aus ramessidischer Zeit (Neues Reich, 19. und 20. Dynastie) stammende Festung. Bekannt seit 1948 und in den Folgejahren sporadisch untersucht durch Alan Rowe und Labib Habachi, fanden zwischen 1994 und 2001 umfangreiche Grabungen der Universität Liverpool unter der Leitung von Steven Snape statt.

Bei der freigelegten Anlage handelt es sich um ein befestigtes Areal von 140 Metern im Quadrat mit einer Vielzahl verschiedener Bereiche im Innenraum, die funktional unterschieden werden können. So konnten ein Tempel, mehrere Kapellen und Magazine freigelegt und identifiziert werden. Im Südosten gelang es Gebäude freizulegen, die wohl als Wirtschaftsgebäude anzusprechen sind. So finden sich hier Hinweise auf Küchen und die Kornverarbeitung vom Mahlen des Korns bis hin zum Brotbacken, aber auch auf die Verarbeitung von Flachs.

In diesem Wirtschaftsbereich konnten insgesamt drei Brunnen ausgegraben werden.

Im Gegensatz zu den Brunnen von Samana und Tell Abqain finden wir hier Brunnen, die in den hier anstehenden Kalkstein getrieben sind. Aufgrund der hydrogeologischen Gegebenheiten sind die auch heute noch Wasser führenden Brunnen nur wenig mehr als 3 Meter tief. Das Wasser ist noch heute von guter Qualität, so dass die Grabungsmannschaft das Wasser kosten konnte.

Literatur

Koordinaten: 31° 23' 46" N, 27° 2' 38" O