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Funkensonntag

Mit Funkensonntag bezeichnet man den ersten Sonntag nach Aschermittwoch, also den ersten Fastensonntag (Sonntag invocavit).

An diesem Tag endet an manchen Orten die alte Fastnacht an anderen (z.B. Basel) beginnt sie am folgenden Montag. Der Funkensonntag erhielt seinen Namen von dem Brauch des Funkenabbrennens, der im schwäbisch-alemannischen Raum (Vorarlberg, Schweiz, Allgäu, Oberschwaben, Schwarzwald) sowie im Tiroler Oberland und Vinschgau verbreitet ist und an diesem Tag begangen wird.

Auch in anderen Regionen finden an diesem Tag Feuer statt. In Südbaden gibt es an diesem Tag den Brauch des Scheibenfeuers. In Vorarlberg wird der Funkensonntag auch als Holepfannsonntag oder Küachlisonntag bezeichnet. Rund um Fulda existiert der Brauch des Hutzelfeuers. Im moselfränkischen Kulturkreis (Südeifel, Luxemburg bis ins Saarland) wird an diesem Tag das Burgbrennen, bzw. das Hüttenbrennen gefeiert.

Mit dem Funkensonntag verwandt ist der Chienbäse-Brauch in Liestal, in Deutschland bekannt unter dem Namen „Feuerwagenumzug“.