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ersol

ersol Solar Energy AG
Unternehmensform Aktiengesellschaft
ISIN DE0006627532
Gründung 1997
Unternehmenssitz Erfurt
Unternehmensleitung

Dr. Claus Beneking (Vorstandsvorsitzender)
Ekhard von Dewitz
Jürgen Pressl
Peter Schneidewind

Mitarbeiter 1000 (Juni 2008)
Umsatz 160 Mio. Euro (2007)
Branche Solarstromtechnik
Website www.ersol.de

ersol ist ein deutscher Wafer- und Solarzellenproduzent mit Sitz in Erfurt, der siliziumbasierte Photovoltaik-Produkte herstellt. Das Unternehmen besteht aus den Unternehmensbereichen Silicon, Wafers, Solar Cells und Modules. Seit dem 30. September 2005 ist das Unternehmen börsennotiert. Am 19. Dezember 2005 wurde die Aktie in den TecDAX aufgenommen. Das Unternehmen wurde 1997 als ErSol Solarstrom GmbH & Co. KG gegründet.

Am 2. Juni 2008 kündigte Bosch an - vorbehaltich der kartellrechtlichen Prüfung - 50,45 Prozent der ersol Solar Energy AG zu übernehmen, um damit sein Geschäft im Bereich der erneuerbaren Energien ausbauen. Gleichzeitig unterbreitete Bosch den ausstehenden Aktionären ein freiwilliges Übernahmeangebot.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die Aufbaujahre 1997-2004

Die ErSol Solarstrom GmbH & Co.KG wurde am 12. März 1997 durch fünf Privatpersonen um Jürgen Hartwig gegründet. Die erste Fertigungsanlage war eine Produktionslinie für multikristalline Silizium-Solarzellen im Format 100mm x 100mm.

2001 wurde das Unternehmen in eine Aktiengesellschaft mit Dr. Claus Beneking als Vorstandsvorsitzendem umgewandelt und firmiert seitdem als ersol Solar Energy AG. Im Laufe des Jahres 2002 stieg die Produktionskapazität bereits auf rund 10 MWp. Die Folgejahre 2002 bis 2004 waren geprägt von der Markteinführung der multikristallinen Zelle E6+ BluePower® sowie der ersten monokristallinen ersol Solarzelle E6M+ BlackPower® (beide im Format 156mm x 156mm).

Der Börsengang 2005

Am 30. September 2005 erfolgte der Börsengang der ersol Solar Energy AG. Die Aktie notierte im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse und wurde noch im selben Jahr in den TecDax aufgenommen. Im Rahmen einer Kapitalerhöhung trat der Ventizz Capital Fund II als Mehrheitsaktionär ein. Mit dem Erwerb des Ingot- und Waferproduzenten ASi Industries GmbH in Arnstadt, dessen Geschäftsführer Jürgen Pressl Mitglied des ersol-Vorstands wurde, begannen umfassende Ausbauaktivitäten in der ersol-Gruppe. Der Unternehmensumsatz wuchs auf 64 Millionen Euro und der operative Gewinn auf 9,5 Millionen Euro. Die Produktionskapazität wurde auf 60 MWp ausgebaut.

Der weitere Ausbau seit 2006

Im Februar 2006 erwarb ersol den kalifornischen Silizium-Recycler Silicon Recycling Services Inc. (SRS) und beschloss den umfassenden Ausbau der Bereiche Solar Cells (220 MWp Nominalkapazität Ende 2008), Wafers (180 MWp Nominalkapazität Ende 2008) und Modules (amorphe Silizium-Dünnschichtmodule, 40 MWp Nominalkapazität Ende 2008) mit gesamten Investitionsvolumen von etwa 200 Millionen Euro. Im Juli 2006 erfolgte daraufhin der Spatenstich für die Dünnschichtfabrik (ersol Thin Film GmbH), später der Projektstart für den Bau des Solarzellenwerks 2 in Arnstadt, welches im November 2007 unter Beisein des Bundesumweltministers Sigmar Gabriel eingeweiht wurde (geplante Nominalkapazität: 120 MWp bis 2007). Zur Finanzierung der Expansion unterzeichnete ersol bereits im Oktober 2006 einen Konsortialkreditvertrag unter Führung der Deutschen Bank über 157 Millionen Euro.

Die Jahreswende 2006/2007 war zunächst gekennzeichnet durch einen Vorstandswechsel. Der bisherige Finanzvorstand Frank Müllejans verließ das Unternehmen, sein Nachfolger wurde Ekhard von Dewitz, der zunächst als kaufmännischer Geschäftsführer der ersol Thin Film GmbH tätig war. Beide Positionen nimmt Ekhard von Dewitz nun in Personalunion wahr. 2007 war das Jahr des zehnjährigen Jubiläums der ersol Solar Energy AG, welches den Anlass zu einem Corporate Design-Wechsel in der gesamten ersol Gruppe gab. Auf der 22. Europäischen Photovoltaik-Konferenz und -Ausstellung (PVSEC) in Mailand präsentierte ersol zusammen mit den Projektpartnern Crystal Growing Systems GmbH (CGS), dem SolarZentrum Erfurt, der Roth & Rau AG und Day4 Energy Inc. ein Solarpanel basierend auf 16 monokristallinen SuperSize-Solarzellen mit einer Kantenlänge von 210 x 210 mm. Zum 31. Dezember 2007 beschäftigte die Firmengruppe mehr als 800 Mitarbeiter.

Am 2. Juni 2008 machte der schwäbische Autozulieferer Robert Bosch GmbH ein Angebot über den Kauf einer Mehrheitsbeteiligung von 50,45 Prozent an dem Thüringer Unternehmen. Nach Medienberichten habe Bosch bereits einen Vertrag mit den Ersol-Eignern Ventizz Capital Fund und Ventizz II Jersey Holding. Der Kaufpreis betrage 101 Euro je Aktie und damit rund 63 Prozent über dem Schlusskurs des Aktienhandels vom Vortag der Veröffentlichung des Angebots, der Kaufpreis für die veräußerten Anteile betrage 546,4 Millionen Euro.

Struktur und Produkte

ersol ist nach Produktgruppen in vier unterschiedliche Unternehmensbereiche gegliedert. Den Unternehmensbereichen sind die verschiedenen Tochterunternehmen zugeordnet:

Vorstand

Dem Vorstand des Unternehmens gehören an: