Heim

Heistenbach

Wappen Deutschlandkarte
Koordinaten: 50° 23′ N, 7° 59′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Rhein-Lahn-Kreis
Verbandsgemeinde: Diez
Höhe: 170 m ü. NN
Fläche: 5,27 km²
Einwohner: 1163 (31. Dez. 2006)
Bevölkerungsdichte: 221 Einwohner je km²
Postleitzahl: 65558
Vorwahl: 06432
Kfz-Kennzeichen: EMS
Gemeindeschlüssel: 07 1 41 053
Adresse der Verbandsverwaltung: Louise-Seher-Straße 1
65582 Diez
Ortsbürgermeister: Manfred Holter

Heistenbach ist eine Ortsgemeinde in der Verbandsgemeinde Diez im Rhein-Lahn-Kreis in Rheinland-Pfalz.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Geographische Lage

Die Ortsgemeinde Heistenbach liegt im Naturpark Nassau in den Ausläufern des Westerwalds, etwa 1 km nordwestlich von Diez, 4 km westlich von Limburg an der Lahn und etwa 14 km südöstlich von Montabaur. Der Heistenbach durchfließt das Gebiet der Ortsgemeinde.

Ortsname

Namensgeber des Ortes war möglicherweise ein Baum, der in der Umgebung des Bachlaufes häufig angetroffen werden konnte, der Heister. Es handelt sich dabei um die mittelhochdeutsche Bezeichnung für einen jungen Baum, meist eine Buche (Heistenbach = Buchenbach).

Die Schreibweise des Ortsnamens war jahrhundertelang uneinheitlich. Zwar fing es in einer ersten urkundlichen Nennung mit "ey" an, doch war "ei" seit seinem Erscheinen in der zweiten Urkunde am 16. Juli 1328 im weiteren 14. Jahrhundert dominierend. Im 15. Jahrhundert schien sich "ey" durchsetzen zu können, während "ei" und "ey" in der ersten Hälfte des 16. Jahrhundert annähernd gleich häufig verwendet wurden. Nach 1546 hat Heistenbach mit "ei" endgültig die Oberhand gewonnen.

Geologie

Im Erdzeitalter des Devons vor ungefähr 360 Mio. Jahren entstanden in sub-tropischen Lagunen durch Stromatoporen- und Korallenablagerungen Riffkalkschichten, die vor 325 bis 305 Mio. Jahren trockenfielen. Durch das Aufeinandertreffen von zwei Kontinentalplatten entstand seitlicher Gebirgdruck und Verwerfungen die die Kalkschichten ineinander schoben und z. T. mehrere hundert Meter aufwarfen[1]. Dabei kam es teilweise zu Marmorbildung. Der Kalk und zum Teil auch Mamor wurde zwischen 1872 und etwa 1963 auf dem Gebiet der Ortsgemeinde Heistenbach abgebaut.

Geschichte

Keltische Hügelgräber auf dem Gebiet der Ortsgemeinde Heistenbach zeugen von einer frühen Besiedlung. Heistenbach selbst wurde am 4. März 1319 erstmals urkundlich erwähnt. 1795 vorübergehend französisch besetzt, war der Ort ab 1806 Teil des Herzogtums Hessen-Nassau, das 1866 von Preußen annektiert wurde. Seit 1947 ist der Ort Teil des Bundeslandes Rheinland-Pfalz.

Zwischen 1828 und 1967 hatte Heistenbach eine eigene Volksschule. Heute gehört der Ort zum Einzugsgebiet der Schulen in Diez und Altendiez.

Bis ins 19. Jahrhundert wurde in der Umgebung von Heistenbach Eisen- und Manganerz abgebaut. Der Abbau wurde 1883 eingestellt.

Religionen

Heistenbach ist der römisch-katholischen Kirchengemeinde Herz-Jesu in Diez zugeordnet und gehört mit ihr zum Pastoralen Raum Diez, welcher selbst wiederum dem Bezirk Limburg im Bistum Limburg eingegliedert ist.

Auf evangelischer Seite ist der Ort der Kirchengemeinde Diez-Altendiez St. Peter im Dekanat Diez der Propstei Süd-Nassau in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) zugehörig.

Politik

Der Gemeinderat besteht aus 16 Ratsmitgliedern.

Freie Wähler SPD Gesamt
20041 9 7 16

1 Ergebnis der Gemeinderatswahlen vom 13. Juni 2004. Die Wahlbeteiligung lag bei 58,3%.

Verkehr

Die nächstgelegene Autobahnanschlussstelle ist Diez an der A 3 etwa 7 km entfernt nördlich von Diez. Südlich von Diez verläuft die B 417 in etwa 1 km Entfernung zur Ortschaft.

Heistenbach ist über die Buslinie 540 des Verkehrsverbundes Rhein-Mosel direkt an Diez und Limburg an der Lahn angebunden.

Die nächstgelegenen ICE-Fernbahnhöfe sind der Bahnhof Montabaur und der Bahnhof Limburg Süd.

Einzelnachweise

  1. Rhein-Lahn-Info – Höhlen und Höhlenforschung im Rhein-Lahn-Kreis