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Johannes XV.

Johannes XV. († März 996) war Papst von 985 bis 996.

Er wurde auf Betreiben von Johannes I. Crescentius zum Papst erhoben. Vor seinem Pontifikat war er Kardinalpriester von San Vitale in Rom. Nachdem das Ansehen des Papsttums im 10. Jahrhundert durch die Wirren in Rom stark gesunken war, bemühte er sich um Autorität im Ausland. So vermittelte er 991 zwischen dem englischen König Aethelred und dem Herzog der Normandie und nahm die Übereignung von Polen an den Heiligen Stuhl durch Herzog Mieszko I. entgegen.

Obwohl er ein Anhänger der Cluniazensischen Reform war, betrieb er in Rom einen starken Nepotismus. 993 nahm er die erste Heiligsprechung der Geschichte vor (Ulrich von Augsburg).

Da er unter starkem Druck durch die Crescentier stand, die nach dem Tod von Johannes I. Crescentius unter der Führung von dessen Bruder Crescentius I. Nomentanus dem Papst ihre Unterstützung entzogen hatten, musste er 995 aus Rom nach Sutri fliehen. Er rief König Otto III. zu Hilfe. Dessen Einmarsch nach Italien führte dazu, dass die Crescentier ihn aus Furcht vor Otto III. zurückholten. Johannes XV. starb kurz nach seiner Rückkehr nach Rom noch vor Ankunft des Königs.

Literatur

R. Barth, F. Bedürftig: Taschenlexikon Päpste. Piper, München 2000

Personendaten
Johannes XV.
Papst von 985 bis 996
996