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Orkney

Dieser Artikel erläutert die zu Schottland gehörende Inselgruppe; für die subantarktische Inselgruppe siehe Südliche Orkneyinseln.
Orkney
Àrcaibh

Flagge von Orkney
Verwaltungssitz Kirkwall
Fläche 990 km² (16.)
Einwohner (2005) 19.590 (32.)
ISO 3166-2 GB-ORK
ONS-Code 00RA
Website www.orkney.gov.uk

Orkney (engl. Orkney Islands [ˌɔːknɪˈaɪləndz]; Adjektiv: orkadisch) ist ein aus ca. 100 kleineren Inseln und der Hauptinsel Mainland (alter Name: Pomona) bestehender Archipel, der zu Schottland gehört. Er liegt, nur durch den Pentland Firth getrennt, nördlich von Caithness in Sichtweite der schottischen Küste.

Inhaltsverzeichnis

Der Name

Über die Entstehung des Namens ist nichts Sicheres bekannt. Man geht heute davon aus, dass der Bestandteil “ork” des lateinische Namens orcades keltisch sei und “junger Eber” bedeute, möglicherweise ein Stammesname. Die norwegischen Einwanderer hätten eine lautliche Verwandtschaft zu ihrem eigenen Wort “orkn” = Seehund zum Anlass genommen, die Inselgruppe Orkn–eyjar = Seehundsinseln zu nennen.[1]

Die Inseln

Die zum Archipel gehörenden Inseln verteilen sich über ein Gebiet von knapp 50 km Ost-West und 85 km Nord-Süd. Orkney liegt zwischen dem 58. und 59. Grad nördlicher Breite. Das entspricht etwa der Höhe Sankt Petersburgs und Südgrönlands. Von den 992 km² Fläche entfallen auf die Hauptinsel The Mainland 492 km² oder 49 Prozent.

Bevölkerung

Nur 21 Inseln sind bewohnt – davon eine Insel Papa Stronsay als reine Klostersiedlung (Transalpine Redemptoristen) mit beschränktem Zugang für die Öffentlichkeit, eine Insel in den letzten Jahren wieder nur saisonal. Die beiden wichtigsten Städte sind Kirkwall, als Verwaltungsort und bedeutendster Drehscheibe des gesamten Verkehrs mit ca. 7.000 Einwohnern, und Stromness, als einer der Fährhäfen vom/zum „Festland“ mit ca. 2.000 Einwohnern; beide liegen auf Mainland. Die Bewohner von Orkney werden Orkadier genannt.

Administration

Der Verwaltungsbezirk (Unitary Authority) heißt offiziell „Orkney Islands“, wird aber auch in Gesetzen und Verlautbarungen von Scottish Executive oftmals verkürzt nur als „Orkney“ angesprochen. Orkney bildet eine eigenständige Lord-Lieutenancy (lieutenancy area). Wichtigstes politisches Gremium ist der Council mit 21 Mitgliedern.

Amts- und Verkehrssprache auf den Inseln ist Englisch, weit verbreitete Umgangssprache ist das Orcadian, eine Variante des Insular Scots. In diesem Dialekt haben sich bis heute insbesondere im Vokabular, in der Aussprache, aber auch in der Grammatik Reste der zwischen 800 und 1700 n. Chr. verwendeten - doch schließlich im Verlauf des 18. Jahrhunderts erloschenen - skandinavischen Sprache Norrøn (auch: Norn) erhalten.

Vorgeschichte

Orkadische shetländische Megalithanlagen – Die Abbildung zeigt (von li. nach re.): a) Die idealtypische Darstellung eines stalled cairn, b) die leicht generalisierte Darstellung eines chambered cairns vom Maeshowe-Typ, c) die idealtypische Darstellung eines heel-shaped cairn (auch horned cairn), einer Sonderentwicklung, die nahezu ausschließlich in Shetland vorkommt. Möglicherweise gehört der mit einer deutlichen, zu den Seiten hin spitz auslaufenden „Fassade“ versehene Isbister cairn (Tomb of the Eagles) / South Ronaldsay als bisher einziges Beispiel auf Orkney in die Gruppe der heel-shaped / horned cairns.

Bis 10.500 v. Chr. lag Orkney unter dem Eis der Gletscher. Wann genau der Pentland Firth überschwemmt wurde, so dass das noch im Mesolithikum zusammenhängende „Festland“ Orkney zu einem Archipel wurde, ist umstritten. Die Datierungen liegen zwischen 10.000 und 8.000 v. Chr. Um 5.900 bedeckten Farn, Gras und Haselsträucher den Archipel. Orkneys halbwegs gesicherte Vorgeschichte beginnt in der Mittlelsteinzeit mit Mikrolithen der Narrow-Blade-Tr\\\\\ Ein Pollendiagramm aus Quoyloo (Mainland) scheint auf eine Rodungsepisode mit Holzkohleablagerungen um 6.500 v. Chr. hinzuweisen.

Etwa um 3.900 v. Chr. begann das Neolithikum. Die älteste Keramik ist die Unstan ware (benannt nach einem Megalithgrab auf Mainland), die sich auch im nordwestlichen Schottland findet. Aus dieser Zeit stammt die Anlage Knap of Howar und die spezifische Bauform der stalled cairns, die zum Orkney-Cromarty-Typ der megalithischen Ganggräber gehören. Die 58 Stalled Cairns sind auf allen großen und einigen der kleinen Inseln (Faray, Swona, Eday, Helliar, Papa Westray) vertreten. Allein Rousay beherbergt noch 15 Anlagen und damit mehr als Mainland (10). Die Unstan-Ware wird um 3.300 v. Chr. durch die Grooved ware (gerillte Ware) des Rinyo-Untertyps abgelöst, die sich z. B. in Skara Brae, Rinyo und Barnhouse fand.

Die elf Ganggräber des Maes Howe-Types mit kreuzförmigen Kammern finden sich auf Eday (1), Egilsay (1), Mainland (5), Sanday (2) und Westray (1) und Papa Westray (1).

Außer den Großsteingräbern wie Blackhammer, Cuween, Isbister – „Tomb of the Eagles“, Knowe of Yarso, Maes Howe, Quoyness, Taversoe Tuick, Unstan und Wideford Hill sind Steinkreise, wie der (Ring of Brodgar) und Henges bekannt. Die Felskammern von Crantit (gemauert) und Dwarfie Stane (gepickt) sind baulich bisher völlig einmalige Anlagen. Erste Funde der Glockenbecherkultur stammen etwa von 2.000 v. Chr. aus der Sand Fiold cist.[2] Auch Goldschmuck ist aus anderen Steinkisten belegt. Zwischen 1000-400 v. Chr. entstanden die Burnt Mounds (Ancient cooking place), von denen über 200 bekannt sind. Es handelt sich um Haufen verbrannter Steine, die immer in der Nähe von Süßwasser liegen und einen Durchmesser von bis zu 30 m haben können. Ausgegraben wurde Liddle auf South Ronaldsay.

Die Eisenzeit, die zur Periode der Brochs wurde (Gurness, Midhowe, Deerness, Birsay, Borwick etc.), begann um 700 v. Chr. Die Rundhäuser von Pierowall und Quanterness entstanden. Souterrains oder Earth houses sind auch aus Schottland, Irland und der Bretagne bekannt. Sie stammen aus dem ersten vorchristlichen Jahrtausend. Die Anlagen Crantit und Grain (bei Kirkwall) und Rennibister (alle auf Mainland) können nicht genau datiert werden.

Geschichte

Um 325 v. Chr. soll der Grieche Pytheas auf seiner Erkundungsreise die Inseln „Cape Orcas“ besucht haben, die gewöhnlich mit den Orkneys gleichgesetzt werden. Er beschreibt die Einwohner als Pretani. Nach Tacitus Agricola sandte der römische Statthalter im Jahre 83 n. Chr. eine Flotte zur Erkundung der Inseln. Claudius Ptolemäus nennt in seiner Geographika die Inseln Orcades. Das einzige bekannte Datum vor der Landung der Normannen vor dem Jahr 800 n. Chr. ist Cormacs Missionsreise zu den Orkneys um 580 n. Chr. Man geht davon aus, dass die Bewohner der Orkneys vor der Landnahme durch die Norweger christliche Pikten waren. Die Erforschung der Pikten und ihrer Kultur als eigener Forschungsschwerpunkt setzte erst nach 1990 ein.

Die neuzeitlichen Bewohner stammen von Norwegern ab. Nach Snorris Heimskringla soll deren König Harald I. (Schönhaar) die Inseln 876 Røgnvald I. Eysteinsson aus Møre in Norwegen überlassen und ihn zum Jarl eingesetzt haben. Archäologisch gibt es keine entsprechenden Funde. Möglicherweise war aber der in der Heimskringla erwähnte Sigurd der Mächtige erster norwegischer Jarl auf den Inseln. Selbst von Erik Blutaxt wird nur berichtet, dass er auf den Orkneys und Hebriden herumzog. Wann die Norweger tatsächlich auf den Orkneys Fuß fassten, ist nicht bekannt. Eine der Hauptquellen ist die Orkneyinga saga, wenn auch nicht unbedingt für Personen und Ereignisse aus dieser Zeit, aber jedenfalls für die Sicht des 13. Jahrhunderts in Norwegen auf die Vergangenheit. Sie wurde immerhin erst um 1200 n. Chr. geschrieben. Ihre Auswertung als historische Quelle ist außerordentlich schwierig. So ist es archäologisch gesichert, dass es vor den heidnischen norwegischen Einwanderern dort christliche Pikten gab. Die Orkneya saga erwähnt die Pikten überhaupt nicht und versucht den Eindruck zu vermitteln, als ob Olav Tryggvason erstmalig das Christentum nach Orkney gebracht habe. Im zweiten Kapitel wird der schottische Jarl Melbrikta erwähnt, nicht aber, dass er Christ ist, da die Schotten zu dieser Zeit längst christianisiert waren. Im Gegenteil: Der Tod Sigurds wird auf magische Eigenschaften von Melbriktas Kopf zurückgeführt. Auch die politischen Verhältnisse der Handlungszeit, also die ganzen Konflikte des 9. Jahrhunderts einschließlich des Danelags sind in der Orkneya saga nicht erwähnt.

Das Verhältnis zwischen Skandinaviern und den Pikten ist umstritten. Es gibt die Friedenstheorie der Archäologin Anna Ritchie, die aus den archäologischen Funden auf ein langes friedliches Nebeneinander von Skandinaviern und Pikten schloss, und die Kriegstheorie von Brian Smith, die dem Verlust aller piktischer Ortsnamen eine gewaltsame Unterdrückung der piktischen Bevölkerung und Kultur entnimmt.[3]

Orkney bezeichnete im Mittelalter nicht die Orkney-Inseln, sondern das Jarltum Orkney. Um 1050 war Þorfinnur der Mächtige Jarl in Orkney. Sein Herrschaftsbereich umfasste Nordschottland (Caithness, Sutherland), Shetland und Hebriden.[4] Er erstrebte ein eigenes Reich von Shetland bis zur Insel Man mit einer parallelen kirchlichen Organisation. Dieses Gebilde zerfiel aber unter seinen beiden Söhnen. Stattdessen gewannen schottische Familien Einfluss auf Orkney. Im 12. Jahrhundert wurden sogar schottische Bischöfe eingesetzt. Es entstanden dann zwei Jarltümer: Orkney-Shetland unter norwegischer, Caithness unter schottischer Oberhoheit. 1231 endete die norwegische Jarlslinie in Orkney.[5] Nach der für den norwegischen König Håkon Håkonsson nicht siegreichen Schlacht bei Largs 1263 n. Chr. schwand der norwegische Einfluss auf Schottland und die Orkneys ganz allmählich. Aber Orkney war immer noch das einzige echte erbliche Lehen des norwegischen Reiches. Der Bischofssitz an der Sankt-Magnus-Kathedrale unterstand dem Erzbistum in Nidaros und war der einzige Bischofssitz in den norwegischen Tributländern, das ein eigenes Domkapitel besaß. Um 1350 war die Verbindung zu Norwegen noch stark. Das hing damit zusammen, dass Jarl Erengisle Sunesson, ein schwedischer Adliger, keine Lehnsgüter in Schottland hatte. Sein Schwiegervater Malise von Strathearn war der letzte Jarl, der gleichzeitig auch Jarl von Caithness war. Das Jarltum auf Orkney wurde offenbar nach privatrechtlichen Regeln vererbt. Malisle hatte nur Töchter. Diese konnten zwar nicht selbst Jarle werden, aber durch sie konnte das Jarltum an ihren Ehemann gelangen. Erengisle war mit der ältesten Tochter Malisles verheiratet und kam so zum Jarlsrang. Erengisle gehörte zum schwedischen Adelsgeschlecht, das um Erik Magnusson den Aufstand gegen dessen Vater Magnus betrieb. Mit dem Vergleich zwischen Vater und Sohn war Erengisle nicht länger norwegischer Erblehnsmann. Seine Frau, über die er das Jarltum hatte, starb kinderlos. Erengisle behielt zwar Rang und Titel, aber das Lehen ging an die Söhne seiner Schwägerinnen. Von diesen war aber noch keiner mündig. So kam der Sysselmann Håkon Jonsson und stützte die norwegische Königsmacht.[6] Zu dieser Zeit kam es zum Konflikt zwischen der Königsmacht und der Kirche, dessen Grund nicht genau bekannt ist. Håkon Jonsson repräsentierte den König, der schottische Bischof Viljalm die Kirche. Er stand im Loyalitätsverhältnis zum schottischen König. 1369 kam es zwischen beiden zu einem Vergleich. Danach musste der Bischof 141 Nobel bezahlen und versprechen, geistliche Ämter nur noch an Einheimische aus Orkney und Shetland zu vergeben. Auch die übrigen norwegischen Bischöfe waren gehalten, einheimische Geistliche anzustellen. Das lässt den Rückschluss zu, dass Bischof Viljalm schottische Landsleute mitgebracht hatte, denen er die besten Pfründe verschafft hatte. Die 141 Nobel könnten mit dem Frieden von Perth von 1266 zusammenhängen, in welchen Magnus lagabætir die Insel Man und die Hebriden an Schottland gegen Zahlung von 4.000 Mark Sterling und einer jährlichen Abgabe von 100 Mark übergeben hatte. Aller Wahrscheinlichkeit nach wurden diese 100 Mark an den Bischof an der Sankt-Magnus-Kathedrale zur Weiterleitung an den norwegischen König bezahlt und waren von diesem unterschlagen worden.[7] Das norwegisch-dänische Krongut auf den Orkneys - d.h. das betreffende Land und die aus dem Land erwachsenden Rechte - gelangte als Sicherheitsleistung für die Mitgift der Tochter des dänischen Königs Christian I. 1469 unter die Kontrolle Schottlands, als diese König James III. von Schottland heiratete. 1470 wurden die Orkneys vom Königreich Schottland annektiert und sofort in die allgemeine Reichsverwaltung integriert. Die Jarltümer erloschen. 1472 gingen die Orkneys vom Erzbistum Nidaros auf das Erzbistum St. Andrews über. Die Sprache der skandinavischen Herrscher wandelte sich allmählich zum Norn, einem Dialekt, der im 17. Jahrhundert ausstarb.[8] Gleichwohl wurden lange Zeit noch die traditionellen Bindungen an Norwegen gepflegt. So waren in den Jahren 1613–1650 noch 78 Bürger aus den Orkneys in Bergen registriert.[9] Die frühneuzeitlichen Abschriften der Orkneyinga saga wurden in Bergen erstellt.

Die Reformation zerstörte die wirtschaftlichen Grundlagen der Kirche. Der Besitz wurde an einflussreiche Familien am schottischen Königshof verteilt. Die Stewart Earls Robert und Patrick herrschten bis 1615 über Orkney. In diesem Jahr wurde Patrick enthauptet. Der Vorwurf lautete Kollaboration mit Dänemark und Anwendung falscher Maße und Gewichte.[10] Man geht davon aus, dass hier gegen die schottische Krone an alten Traditionen festgehalten wurde.[11] In den folgenden Jahrhunderten konzentrierte sich der Landbesitz bei wenigen Familien, den sogenannten lairds. Am Ende der Regierungszeit der Königin Viktoria betrieben nur noch 10 % der Bauern die Landwirtschaft auf eigenem Land.[12] Zwischen 1780 und 1830 kam es zu einem Aufschwung durch die Kelp–Produktion. Sie führte zu großen Gewinnen der Großgrundbesitzer. 1848–1880 kam es zu einer Agrarrevolution mit ebenfalls beträchtlichen Gewinnen, die die letzten Überbleibsel bäuerlicher Traditionen und Familienkulturen zerstörte. Danach schrumpften die Gewinne wieder, das wirtschaftliche Interesse wandte sich der Industrie zu, und das Interesse am Landbesitz in Orkney schwand. Die Großländereien wurden aufgeteilt und in kleinen Flächen den einheimischen Bauern verkauft (ownership revolution).[13]

Im Zweiten Weltkrieg spielten die Orkneys eine nicht unbedeutende Rolle. Die dort stationierten Soldaten überstiegen die einheimische Bevölkerung um ein Vielfaches. Dies führte zu großem wirtschaftlichem Aufschwung. Gleichzeitig wurde die Differenz Orkneys zu Schottland problematisiert. Es kam nämlich in der Folgezeit zu größerer Zuwanderung Ortsfremder. Es sind heute nur noch halb so viele Personen in der Landwirtschaft tätig wie in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts. Neue Arbeitsplätze entstanden vor allem in der Verwaltung, der Ölindustrie und in der Touristik.[14]

Scapa Flow ist eine kleines Binnenmeer [15] im Süden des Archipels. Die zahlreichen Naturhäfen an allen Küsten prägten nicht nur die Wirtschafts- und Militärgeschichte der Inselgruppe in allen historischen Epochen, sondern auch die des gesamten Vereinigten Königreichs. Zu nennen sind etwa:

Vier der Südinseln (Lamb Holm, Glims Holm, Burray und South Ronaldsay)werden heute durch die so genannten Churchill Barriers [17]verbunden. Im Zweiten Weltkrieg hatte Winston Churchill sie bauen lassen, um deutschen U-Booten die Durchfahrt unmöglich zu machen.

Geologie und Morphologie[18]

Bei den Gesteinen, aus denen die Inseln aufgebaut sind, handelt es sich im Wesentlichen um Sedimente aus dem Paläozoikum, die Middle Old Red Sand- & Flagstones, die im Devon gebildet wurden. Zu nahezu 100 Prozent sind die Gesteine der Orkney group und der Caithness group[19] zuzuordnen, feinkörnige bis mittelgrobe Sandsteine, die im Süß- und Brackwassermeer des Orcadian Basin abgelagert wurden.

Stratigraphisch sind im Wesentlichen zu unterscheiden:

Die Schichten des Old Red wurden im Bereich Orkney nie gefaltet, wohl aber entlang mehrerer Linien gebrochen, dabei minimal verworfen. Fast überall liegen die Schichtpakete nahezu horizontal, was vor allem im Bereich der Westküste von The Mainland (zwischen Warbeth Beach westlich Stromness bis Skipi Geo im Norden) aber auch rund um North Ronaldsay oder an der Ostküste von Sanday zur Ausbildung großflächiger, ebener Felsstrände und der Skerries, flacher, selbst bei Ebbe kaum über den Meeresspiegel ragender Felsriffe führte.

Die fehlende Faltung erklärt auch die geringen Höhen der auf Orkney heute zu beobachtenden Höhen (höchste Erhebung: Ward Hill, Hoy mit 479 m). Gäbe es den Begriff eines „Getäls“, er wäre selten so angebracht zu gebrauchen wie für die Hügellandschaften auf Hoy oder Rousay: Die einzelnen Bruchstücke der Schichtpakete des Old Red wurden in Folge der Gebirgsbildungsprozesse außerhalb der Region (etwa der Caledonischen Gebirgsbildung) zwar in unterschiedlichem Maße gehoben, die heutige Formen entstanden aber dadurch, dass sich im Verlauf der tertiären und quartären Eiszeiten die Gletscherströme entlang natürlicher Schwächezonen durch die ansonsten ungestörten Schichtpakete frästen, wodurch die heute sichtbaren Hohl- und Vollformen (Berge und Täler) modelliert wurden.

Farblich variieren die Gesteine je nach Entstehungszeit und –bedingungen zwischen verschiedenen Grau-, Gelb- und Rot- bis Rotbraun-Tönen, was sich immer wieder auch an topographischen Namen zeigt: Red Geo/Hoy, Red und Grey Head/Eday. Einige Formationen sind stark fossilienführend; so haben z.B. die zahlreichen Funde von Quastenflossern und Panzerfischen in den Stromness Beds (Hauptfundort: Quoyloo Quarry) Weltgeltung. An anderen Stellen wie im Bereich der Küste von Yesnaby/West-Mainland prägen kleinteilige Korallenstöcke, die aufgrund ihrer Verwitterungsformen auch horse teeth formations genannt werden, das Bild der Oberfläche.

Die Gesteine des Old Red, wie sie in Orkney vorkommen, sind relativ „weich“, d.h. verwitterungsanfällig, so dass sich auf den Inseln ähnlich wie im benachbarten Caithness auf dem Festland und im deutlichen Unterschied zum übrigen Nordschottland vergleichsweise gute Böden entwickelt haben. Sie begründeten in früheren Zeiten den Ruf der Inselgruppe als „Kornkammer Nordschottlands“, liefern heute die Grundlage für eine extrem intensive Grünlandwirtschaft mit dem Produktionsschwerpunkt Rinderzucht.

Ohne eine andere Eigenschaft der Old Red Sandstones der Orcadian group, wäre die frühe Besiedlung der Inselgruppe praktisch unmöglich gewesen. Häuser, Wände und selbst das Mobiliar mussten schon in früher Zeit aus Stein gefertigt werden. Was dazu nicht die Natur als leicht zu stapelndes, nahezu quaderförmiges Verwitterungsprodukt bot, ließ sich in Form der flagstones als große Platten von nur wenigen Zentimetern Stärke brechen. Natürliche Verwitterungsformen spiegeln sich auch in den großen slabs der prähistorischen Kulturdenkmale wieder, machen mit ihren Dreiecken, „Chevrons“, abgeschräkten Plattenenden einen Großteils ihres ästhetischen Reizes aus, führen aber gerade auch in populärwissenschaftlichen Veröffentlichungen immer wieder zu gewagten Spekulationen über die „(kunst-)handwerklichen Fähigkeiten und Intentionen“ der Erbauer. [20] Als Fußbodenbelag in den Wohnhäusern, als Straßenpflaster sowie zur Dachbedeckung im ländlichen Bauwesen finden die Orkney flags bis heute als beliebter Baustoff Verwendung.

Auch wenn das südliche Orkney heute die Grenze der natürlichen Waldausbreitung auf den britischen Inseln markiert (Berriedale Wood, Hoy), ist aufgrund pollenanalytischer Befunde davon auszugehen, dass es bereits seit dem Ende des Mesolithikums keine natürliche Bewaldung mehr gab, die in einem ausreichenden Maße verbaufähiges Holz produzierte. Der nacheiszeitliche, natürliche Waldbestand (so er denn überhaupt als Wald angesprochen werden kann) scheint spätestens durch die mesolithischen Siedler nahezu vollständig aufgebraucht worden zu sein. Höchstwahrscheinlich hat /ca.5900 v. Chr. (= kalibriertes Kalenderdatum) [21] nur eine Form von Birch-hazel scrub, eine Art „Birken-Hazel-Buschwald“ bestanden, dessen Entwicklung kurz nach 8000 bc [22]einsetzte und der ab 3785 v. Chr. [23] wieder aus dem Landschaftsbild verschwand, was zumindest anhand der pollenanalytischen Ergebnisse und vorhandener 14C-Datierungen der wichtigsten major palaeoenvironmental sites auf The Mainland festzustellen ist. Einzelne Aschehorizonte, die sich in den Bodenprofilen verschiedener Standorte nachweisen lassen, deuten dabei möglicherweise auf Brandrodung im Zuge der frühesten Landnahmen hin. Das nach 2000 auf Sanday zu Tage geförderte Wurzelwerk größerer Hazelgewächse erscheint nach bisherigen Erkenntnissen allenfalls geeignet, das oben beschriebene Gesamtbild nur sehr kleinräumig bis lokal zu modifizieren.

Nimmt man die nacheiszeitlichen Vegetationsveränderungen als Ausdruck der nacheiszeitlichen Klimaschwankungen, bleibt die Feststellung, dass auch Orkney von diesen Veränderungen betroffen war. Die pollenanalytischen Befunde liefern aber gewissen Indizien dafür, dass bei grundsätzlich gleichem Verlauf der Schwankungen in den Extremen aber nicht die Werte erreicht wurden wie in den Nachbarregionen Shetland und Caithness. Für die Neuzeit ist dies offensichtlich gesicherte Erkenntnis. Es gibt aus Orkney für die Mitte des 17. Jh. nicht die katastrophalen Berichte wie aus Shetland, wo binnen weniger Jahre ganze Farmen in den rasch zunehmenden Sandstürmen untergingen (blowen to Bergene).[24]

Die derzeitigen Küstenlinien entstanden als Folge des nacheiszeitlichen Meeresspiegelanstiegs einerseits, der Absenkung des Festlandes vor allem im Bereich der Westküsten durch glazialisostatische Ausgleichsbewegungen andererseits. Betrachtet man Orkney auf der Ebene der „10-fathom submarine contour“, entsprechend etwa der 20-Meter-Tiefenlinie, die für dieses Gebiet als Anhalt zur Beschreibung der Verhältnisse im Neolithikum dient, dann bestand der heutige Archipel aus damals nur zwei Inseln. Die Süd-Insel bestand aus The Mainland, fast aller südlich vorgelagerten Inseln mit einer kleineren Bucht Scapa Flow [25] und einer stark gegliederten Nordküste jenseits von den heutigen Inseln Shapinsay, Wyre und Rousay. Die keinen Kilometer entfernte Nord-Insel stellte ein reich gegliedertes Insel-Gebilde dar, das aber alle restlichen Inseln des heutigen Archipels umfasste.

Durch die zuvor genannten Prozesse bildeten sich auch die heutigen, großen „Binnenseen“ West-Mainlands: In das nach der Eiszeit ursprünglich trockenliegende Becken drang später von Südwesten Meerwasser ein, wodurch eine große Bucht entstand. Nachdem sich in der jüngsten geologischen Vergangenheit Meeresspiegelanstieg, Landabsenkung und die zunehmende Verlandung im Übergang zum Hamnavoe (einem nördlichen Ausläufer des Seegebiets Scapa Flow) die Waage hielten, süßten die Lochs von Harray und Stenness in zunehmenden Maße aus. Beide Lochs haben aber noch eine Verbindung zum Meer, wenngleich der Wasseraustausch von Süd-Ost nach Nord-West praktisch gegen Null geht.

Die Lochs von Harray und Stenness scheinen noch im Neolithikum, als die henge monuments von Stenness, Brodgar und Bookan errichtet wurden, in weiten Teilen trockengelegen zu haben; allenfalls bestanden recht kleine Binnenseen am Grunde der großen, zentralen Mulde West-Mainlands, in denen sich das Wasser der umliegenden Bäche sammelte. Geophysikalische Untersuchungen im Bereich des UNESCO-Weltkulturerbes auf der Landzunge von Brodgar aus den Jahren 2004/2005 zeigen im heutigen Seeboden einige klare Anomalien, die als zurückgelassene Steine auf dem direkten Transportweg zwischen den Denkmalen und den wahrscheinlichen Steinbrüchen von Vestra Fiold (nördlich von Skara Brae) interpretiert werden.

Über den gesamten Archipel betrachtet, sind Erosions-/Kliffküsten und Ausgleichsküsten mit einem Anteil von jeweils rund einem Drittel etwa gleich stark vertreten. Sie repräsentieren mit wenigen Ausnahmen den gesamten Formenschatz (Graphik zu den Formen), der in Schottland und darüber hinaus in Europa zu beobachten ist. Im Bereich der Kliffküsten fehlen derzeit nur die blowholes als Übergangsform zwischen Küstenhöhle und Gloup. Einige der morphologischen Großformen entlang der Steilküsten von Orkney gehören zu den schönsten natürlichen Sehenswürdigkeiten ihrer Art, die Schottland zu bieten hat. Von den stacks, den Felsnadeln, gehören dazu der Old Man of Hoy mit beeindruckenden 137 m Höhe und das Yesnaby Castle vor der Westküste von The Mainland. Zu nennen wären ferner an der Westküste von Deerness / Ost-Mainland The Gloup (genaugenommen schon im Entwicklungsstadium einer geo) und das benachbarte headland des Brough of Deerness (kurz vor dem Übergang zu einem tidal island vergleichbar dem Brough of Birsay), vor allem aber auch die Vat of Kirbister, einer gloup im Altersstadium, bei der die ehemalige Höhlendecke reduziert ist auf ein gewaltiges Felsentor über dem ehemaligen Höhleneingang (siehe Fotos zu ausgewählten Formen).

Im Bereich der Ausgleichsküsten sind für den Laien die vorhandenen tombolo etwa zwischen Hoxa und South Ronaldsay oder Hunda und Burray nur schwer zu erkennen, weil entweder die natürliche Entwicklung so weit fortgeschritten ist, dass sie wie Reste von größeren Landbrücken erscheinen, oder weil sie stark anthropogen (etwa durch Straßenbauten) überformt sind.

Während der letzten Eiszeit (Devensian) befand sich Orkney in einer Eisrandlage und war wohl nicht mehr vollständig mit Gletschern bedeckt. Man kann dies nicht nur aus den glazialisostatischen Ausgleichsbewegungen schließen, sondern auch aus der Tatsache, dass mindestens eine Blütenpflanze, die extrem kleinwüchsige Primula scotica orcadensis, an mehreren Standorten die Eiszeit überlebt hat. Strittig diskutiert wird die Befundlage für die Insel Hoy. Aufgrund einiger morphologischer Formen in den Hanghochlagen von Ward Hill und Cuilags, die als Reste ehemaliger Gletscherkare interpretiert werden, vermuten einige Experten hier ein eigenes Vereisungszentrum.

Die Gletscherströme der letzten Eiszeit folgten durchweg den weitläufig ausgeräumten Tälern, die im Zuge tertiärer Vereisungen angelegt worden waren. Besonders deutlich wird dies im mittleren und östlichen Teil von The Mainland und über die Insel Shapinsay hinweg (dort überwiegend von Nord-Nordost nach Süd-Südwest streichend) sowie zwischen dem Nordwesten von The Mainland und der Insel Rousay (dort von Ost nach West streichend). Soweit nicht nacheiszeitlich überflutet, durch Winderosion abgetragen oder durch landwirtschaftliche Aktivitäten überformt, finden wir in diesen Regionen noch die deutlichsten Beispiele aus dem glazialen Formenschatz: großflächige Spuren glazialer Erosion, von Gletscherschliff und Moränenresten an den Südflanken der Höhen von Rousay oder die Drumlins auf Shapinsay .

Von besonderer Bedeutung für das Landschaftsbild und die Kulturlandschaftsentwicklung sind die Prozesse und Formen spät- und nacheiszeitlicher aeolischer Erosion und Sedimentation. Durch sie entstanden z.B. die "Hochländer" insbesondere der nördlichen Inseln. Dabei handelt es sich um mehr oder weniger stark aufgedünte Moränen- oder Felskerne, die seit altersher als bevorzugte Siedlungsplätze genutzt wurden. Mit mehreren Holland Farmen, davon die bekanntesten auf Papa Westray und North Ronaldsay, den Houllands auf The Mainland und andernorts, sind sie bis heute über Orts- und Gemarkungsnamen identifizierbar.

Wichtigstes Gesamtprodukt dieser Prozesse ist jedoch die Insel Sanday. Bei der Sandinsel, wie der Name wörtlich übersetzt lautet, handelt es sich um mehrere aufgedünte, flache Felskerne, die vergleichbar den benachbarten Skerries heute nur wenig über den Meeresspiegel hinausragen würden. Erst als Folge küstenparallelen Sandtransports durch Strandwälle, nachfolgend durch Nehrungen (ayers) miteinander verbunden und darauf folgend insgesamt verlandet und weiter aufgedünt, entstand die Insel mit ihrer bizarren Form, die sie deutlich von allen anderen Orkneyinseln unterscheidet. Rund 30% der heutigen Insel lassen sich in ihrer Entstehung auf solche Prozesse reinen Sandtransports zurückführen. All diese Gestaltungsprozesse sind bis heute in hohem Maße aktiv. Darum auch wurde die Osthälfte der Inseln einschließlich der ausgedehnten reinen Sandwattgebiete der Cata Sands und im Otters Wick als RAMSAR-Site East Coast of Sanday unter Schutz gestellt.

Orkney verfügt über eine ganze Anzahl von Sites of Specific Scientific Interest (SSSI). Dies sind durchweg räumlich sehr eng begrenzte Gebiete, die aufgrund ihrer geologischen und/oder biologischen Bedeutung den umfassendsten Schutz durch das britische/schottische Naturschutzrecht genießen. Von diesen sind besonders erwähnenswert die

und

Von den nicht geschützten, von Laien zugleich als wenig spektakulär wahrgenommenen, geomorphologischen Phänomenen bzw. Formen muss mindestens die Rousay storm coast angesprochen werden. Storm coasts bilden sich aus, wenn im Zusammenspiel von Brandung und Wind Gesteinstrümmer vom Fuße eines Kliffs in die Höhe und über die Kliffkante hinweg ins Hinterland transportiert werden. Zu beobachten ist eine solche storm coast an der Westküste der Insel Rousay etwas südwestlich von Sacquoy Head. Auch wenn die hier wirksamen Kräfte deutlich geringer sind als beim wichtigsten Storm-coast-Vorkommen in Schottland (Eshaness/Shetland), so reichen sie doch aus, um regelmäßig bis zu fußballgroße Trümmer über die hier 40 bis 60 Meter hohen Kliffs zu schleudern und sie nach Größe sortiert auf den Land abzulagern: je weiter von der Kliffkante entfernt, desto kleiner die Steine.

Klima

Sehenswürdigkeiten auf Mainland und den mit Mainland verbundenen Inseln

Andere siehe unter dem entsprechenden Inselnamen

Inseln

Ausgewiesen sind nur die größeren Inseln, die normalerweise zur Beschreibung der wichtigsten naturräumlichen Gegebenheiten, der kultur- und wirtschaftshistorischen Bedeutung des Archipels und seiner Denkmale erforderlich sind. Soweit die Inseln dauerhaft oder saisonal bewohnt sind, erscheinen sie hier in normaler Type, unbewohnte als kursive Type (Stand: 08/2006).

Persönlichkeiten

Regelmäßige Veranstaltungen

Fußnoten

  1. Tomany S. 115.
  2. Die Orkney cists sind nur bedingt vergleichbar mit den im verlinkten Artikel beschriebenen Objekten; am Besten trifft noch der Vergleich mit den dort genannten „kleinen Steinkisten der Uckermark“, wobei die Orkney cists im Schnitt noch einmal deutlich kleiner sind. Die meisten Orkney cists sind nicht breiter als 0,6 m und nicht länger als 1,0 m. Sand Fiold (Grid Ref: HY 2422 1955) ist mit den Maßen von 1,6 x 1,0 x 1,0 m eine der größten cists auf Orkney überhaupt. Zugleich zählt sie zu den wenigen freistehenden Exemplaren. Sie wurde in einer etwa 3,0 x 3,2 m messenden, künstlich angelegten Felsengrube errichtet und wiederholt genutzt.
  3. Tomany S. 74 f. mit weiterer Literatur, insbesondere unter Bezugnahme auf die Darstellung des Streits bei William P. L. Thomson: The New History of Orkney. S. 43–49.
  4. Tomany S. 63.
  5. Tomany S. 10 f.
  6. Haug S. 70 f.
  7. Barbara Crawford. The Earls of Orkney – Caithness and their Relations with Norway and Scotland. Glasgow 1971.
  8. Tomany S. 92.
  9. Thomson (2001) S. 240.
  10. Thomson (2001) S. 247–286.
  11. Tomany S. 93.
  12. Thomson (2001) S. 301–314.
  13. Thomson (2001) S. 416–433.
  14. Thomson (2001) S. 434–450.
  15. fachsprachlich falsch, in der Umgangssprache aber üblich als Bucht angesprochen; dahinter steckt der sprachliche Unterschied im Deutschen zwischen z.B. die Sundasee, die Barentssee, die Zuidersee im Gegensatz zu der Bodensee, der Plattensee u.ä.
  16. insbesondere der Ost- und Westindienfahrt um Schottland herum
  17. heute durchweg nur noch als causeways bezeichnet
  18. Mangels Verfügbarkeit einer anderen Quelle wird zur Übersetzung und Erläuterung der wichtigsten topographischen, physisch-geographischen, geologischen und geomorphologischen Begriffe auf das Geo-Glossar des Schottland Portals verwiesen. Das Glossar berücksichtigt nur die Verhältnisse in Schottland, geht im Zweifelsfall nicht auf modifizierte Begriffsinhalte für den englischen, walisischen oder irischen Raum ein. Es enthält sehr knappe Erläuterungen zu allen vielleicht weniger gängigen im nachfolgenden Text kursiv gesetzten Begriffen sowie darüber hinaus zahlreiche Begriffserläuterungen, die bei der parallelen Arbeit mit gängigen topographischen Karten hilfreich sein können. Die auftauchenden Insel-, Orts-, Gemarkungs- und Gewässernamen sind in der bereits verlinkten Karte ausgewiesen.
  19. Bei kleinmaßstäblichen Übersichten, soweit sie überwiegend zur allgemeinen Information dienen, werden aus darstellungstechnischen Gründen die jüngeren Hoy sandstones und die Eday beds als Orkney group, die Rousay & Stromness flags als Caithness group ausgewiesen.
  20. Damit soll nicht in Abrede gestellt werden, dass die eine oder andere vorgefundene Form nachbearbeitet wurde. Es fehlen dafür aber tragfähige Belege.
  21. entsprechend um 5000 bc (= Rohdatum i. d. R. durch Radiokohlenstoffdatierung); nicht kalibrierte Rohdatierungen werden in der englischen Fachliteratur gekennzeichnet durch ein kleingeschriebenes bc/bp für before Christ/before present, kalibrierte Kalenderdaten durch die entsprechenden Großschreibungen BC/BP für v. Chr/v.u.Z. (vor unserer Zeitrechnung).
  22. keine kalibrierten Daten ausgewiesen
  23. entsprechend ca. 3000 bc
  24. Dies kann und muss aber mindestens in zwei Richtungen interpretiert werden: Entweder das Ausmaß der Katastrophe war tatsächlich insgesamt nicht so stark oder es waren nur weniger wichtige, extensiv bewirtschaftete Grenzertragsflächen betroffen. Sicher ist nämlich, dass es auch in Orkney zu dieser Zeit zur vermehrten Dünenbildung kam (fossile Dünen auf der Halbinsel Aikerness).
  25. Scaoa Flow ist erst danach durch die Meeresspiegelschwankungen zur größeren, heutigen Binnensee geworden.

Quellen

Literatur

Vorgeschichte

Geschichte

Geologie


59° 4' N, 2° 54' W Koordinaten: 59° 4' N, 2° 54' W