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VW Karmann-Ghia Typ 14

Volkswagen Karmann-Ghia (Typ 14) (italienisch gesprochen [ˈgiː.a], häufig jedoch [ˈdʒiː.a]) ist der Name eines Automobils, das im Auftrag von VW von der Firma Karmann in Osnabrück zwischen 1955 und 1974 gebaut und von VW vertrieben wurde.

Die Technik des Karmann-Ghia Typ 14 war bis auf wenige Details weitgehend identisch mit dem VW Käfer, während der italienische Designer Luigi Segre die äußere Form des Wagens bestimmte und in seiner Turiner Werkstatt Carrozzeria Ghia auch den Prototyp des Typ 14 erstellte. Die Serienproduktion des VW Karmann Ghia Typ 14 begann 1955. Bis zum Ende der Produktion verließen mehr als 443.000 PKW des Typ 14 das Karmann-Werk in Osnabrück, darunter waren knapp 81.000 Cabriolets.

Nicht zu verwechseln ist der Karmann Ghia Typ 14 mit dem Coupé gleichen Namens Typ 34 (als Coupé) und dem Typ TC (für Touring Coupé). Der Typ TC wurde jedoch nicht in Osnabrück, sondern nur in Brasilien gebaut. Von 1961 bis 1969 wurde in Osnabrück neben dem Typ 14 der auf dem Typ 3 (VW1500/1600) basierende VW Typ 34 42.500 mal gebaut.

Von 1962 bis 1972 wurden in Brasilien im Werk São Bernardo do Campo nahe São Paulo fast 23.500 Coupés und 176 Cabriolets einer veränderten Typ 14-Version mit anderen Stoßstangen und Heckleuchten, ab 1970 mit zusätzlichen Ausstellfenstern vorn, gefertigt. In diesem Werk wurden in den Jahren 1970 bis 1976 auch etwa 18.000 Exemplare des Karmann-Ghia TC ( Typ 145) nur als Coupé gebaut.

Insgesamt wurden zwischen 1955 und 1976 rund 527.000 Fahrzeuge gebaut.

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Karmann Ghia heute

Wenn heute von einem Karmann Ghia die Rede ist, ist meistens der Typ 14 gemeint, während der „große“ Typ 34 erst in jüngster Zeit wieder gefragt ist. Kenner reden zumeist vom "Karmann Ghia", wenn sie den vom Käfer abgeleiteten "kleinen" Karmann meinen, und sprechen vom "großen Karmann", wenn der vom Typ 3 (VW 1500/1600) abgeleitete Wagen gemeint ist.

Der Typ TC ist in Europa weitgehend unbekannt geblieben, weil er hier nie angeboten wurde.

Wie viele andere Fahrzeuge aus den 50er und 60er Jahren hat auch der Karmann Ghia eine beachtliche Fangemeinde. Die Fahrer sind oftmals in Interessengruppen oder Clubs organisiert und pflegen ihr gemeinsames Hobby bei Treffen und Ausfahrten.

Die Versorgung mit Ersatzteilen ist zumeist sehr gut, wenn auch nicht durchgehend preiswert - ausgenommen sind Karosserieteile für den Typ 34. Insbesondere sind Stoßstangen und komplette (geschweißte) Vorderwagen sehr aufwendig zu ersetzen; ein Karmann Ghia ist zwar vom Käfer abgeleitet, aber in manchen Details, verglichen mit der Käfer-Limousine und auch mit dem Käfer-Cabrio, ein deutlich aufwendigeres Auto.

In der Community kursiert allerlei Material, von Farblisten bis zu Bedienungsanleitungen und Schaltplänen.

Repliken

Repliken, also Karosserie-Nachbauten, erfreuen sich seit einiger Zeit wachsender Beliebtheit. Seit kurzem bieten Unternehmen Nachbauten des Karmann-Ghia auf Basis eines (früher bereits einmal zugelassenen) Käferchassis an, auf das eine Glasfaserkunststoffkarosserie aufgesetzt wird. Ein Vorteil solcher Neu(auf-)bauten ist die Benutzung moderner Werkstoffe und Motoren. Ein solches Fahrzeug ist kein Original. Auch bleibt einem mit einer Replika das begehrte H-Kennzeichen und die entsprechend günstige Kfz-Versicherung verwehrt.

Geschichte

Produktionszahlen

Produktionszahlen laut Firmenangabe:

Technische Daten