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Die verlorene Ehre der Katharina Blum (Film)

Filmdaten
Originaltitel: Die verlorene Ehre der Katharina Blum
Produktionsland: Deutschland
Erscheinungsjahr: 1975
Länge (PAL-DVD): 100 Minuten
Originalsprache: Deutsch
Altersfreigabe: FSK 16
Stab
Regie: Volker Schlöndorff
Margarethe von Trotta
Drehbuch: Heinrich Böll
Volker Schlöndorff
Margarethe von Trotta
Produktion: Willi Benninger
Musik: Hans Werner Henze
Kamera: Jost Vacano
Schnitt: Peter Przygodda
Besetzung

Die verlorene Ehre der Katharina Blum wurde 1975 von Volker Schlöndorff und Margarethe von Trotta gedreht. Der Film basiert auf der gleichnamigen Erzählung von Heinrich Böll.

Inhaltsverzeichnis

Handlung

siehe Die verlorene Ehre der Katharina Blum.

Unterschied zur literarischen Vorlage

Der Film hat einen anderen Anfang und ein anderes Ende als Bölls Roman. Führt im Buch der Erzähler den Leser in die aus mehreren Quellen zusammengesetzte Handlung ein, beginnt der Film chronologisch mit der Ankunft Ludwig Göttens an dem Ort, wo er später auf einer Party auf Katharina Blum treffen wird. Während das Buch mit der Inhaftierung Katharina Blums endet, ist im Film schließlich die Beerdigung des erschossenen Journalisten zu sehen. Eine besondere Ironie liegt darin, dass in der (von Heinrich Böll verfassten) Grabrede der Chef des Verlags, der die ZEITUNG veröffentlicht, die Tat Katharina Blums als „Angriff auf die Pressefreiheit“ bezeichnet und man erklärt, dass man derartigen Angriffen künftig stärker entgegenwirken müsse. Die Wirkung des Böll-Manuskripts sollte auf diese Weise noch verstärkt werden. Der Film endet mit einer Parodie des üblichen „Ähnlichkeiten mit lebenden Personen sind rein zufällig und nicht absichtlich“: „Ähnlichkeiten mit gewissen journalistischen Praktiken sind weder beabsichtigt noch zufällig, sondern unvermeidlich.“ Eine ähnliche Passage stellt auch Heinrich Böll seinem Buch voran.

Hintergrund

Die Finanzierung des 1,7 Millionen DM teuren Films kam wie folgt zustande: 500.000 DM zahlte der WDR, 500.000 DM eine Koproduktion von Paramount Orion, ein 300.000 DM hohes Darlehen von der Filmförderungsanstalt (Es wurde durch das Einspielergebnis zurückgezahlt). Der noch fehlende Betrag von etwa 400.000 DM wurde vom Produzenten beglichen (Eigenbeteiligung).

Der Film feierte am 10. Oktober 1975 Premiere in neun Kinos der Bundesrepublik Deutschland und wurde erstmals am 18. Mai 1978 in der ARD gezeigt. Anfang Oktober 1975 wurde der Film auf dem New Yorker Filmfestival gezeigt und kam anschließend in andere Kinos der USA. 1977 lief er in 30 Moskauer Filmtheatern, danach in (fast) allen Großstädten der Sowjetunion.

Auszeichnungen

Für den Film

Für Angela Winkler

Für Jost Vacano

Literatur