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Scharfenberg (Brilon)

Scharfenberg
Stadt Brilon
Koordinaten: 51° 26′ N, 8° 32′ OKoordinaten: 51° 25′ 33″ N, 8° 31′ 48″ O
Höhe: 430 m ü. NN
Einwohner: 1528 (30. Juni 2007)
Eingemeindung: 1. Jan. 1975
Postleitzahl: 59929
Vorwahl: 02961

Scharfenberg ist ein Ortsteil der Stadt Brilon im Hochsauerlandkreis, Nordrhein-Westfalen (Deutschland). Das bis Ende 1974 selbstständige Dorf hatte zum 30. Juni 2007 nach Angaben der Stadtverwaltung 1.528 Einwohner. Damit ist Scharfenberg der zweitgrößte Ortsteil der Stadt Brilon.

Es bietet vielen seiner Bürger wohnungsnahe Arbeitsplätze in der im Ort ansässigen Kunststoff- und Möbelzulieferindustrie, in einem Textilgroßhandel sowie in Handwerksbetrieben des Bau- und Ausbaugewerbes.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Scharfenberg liegt etwa 4 km nordwestlich der Kernstadt an den Bächen Kloßsiepen und Höbecke, die sich nordöstlich des Dorfes zur Bermecke vereinigen, die wiederum nach rund 1 km in die Möhne mündet. Südwestlich der Ortschaft entspringt die Musenbecke, einem Nebenfluss der Glenne. Die Talsohle der genannten Bäche hat in der Ortslage eine Höhenlage von 413 bis 453 m ü. NN.

Die südlich und östlich der Ortschaft gelegenen Berge Sonder (552,5 m), Riestental (516,3 m) und Schälhorn (493,0 m) grenzen die Ortslage von der Briloner Hochfläche ab. Nordwestlich des Dorfes erstreckt sich ein weitläufiger Wald, der zum östlichen Arnsberger Wald gehört. Höchste Erhebung hier ist der Biberberg (484,0 m).

Geschichte

Das Leben der Scharfenberger wurde in den früheren Jahrhunderten wie überall im Sauerland von großer Armut, von Hungersnöten, schweren Krankheiten und frühem Tod bestimmt. Dazu waren sie weitgehend abhängig vom adeligen Gutsherren des Dorfes, dem nahezu der gesamte Besitz gehörte. Erst durch die Ersteigerung dieses Gutes im Jahr 1835 durch 67 Scharfenberger Bürger (1.000 Morgen Wald und fast 500 Morgen Land) und die spätere Übernahme im Jahre 1853 durch die Gemeinde entwickelte sich ganz allmählich eine Besserung der wirtschaftlichen Verhältnisse.

Wappen

Blasonierung

In Silber eine eingebogene aufsteigende geschweifte schwarze Spitze mit goldenem Rost belegt.[1]

Beschreibung

Der Wappenschild mit der aufsteigenden schwarzen Spitze ist dem Wappen des Adelsgeschlecht der Weichs entnommen, denen des Ort lange Zeit gehörte. Der aufgelegte Rost ist das Symbol des heiligen Laurentius, des Patrons der Kirche.

Sehenswürdigkeiten

Die in den Jahren 1745 - 1750 erbaute Wallfahrts- und Barockkirche St. Laurentius zählt heute zu den schönsten Barockkirchen Westfalens, lediglich der barocke Turmhelm wurde nach dem Brand von 1847 nicht stilgerecht wiederaufgebaut. Das wundertätige Gabelkreuz ist heute noch der kulturhistorisch wertvollste Besitz der Pfarrkirche St. Laurentius. Auf das 15. Jahrhundert datiert, gehört seine seltene Form zur Gruppe der so genannten Astkreuze, die nur im rheinisch-westfälischen Raum zu finden sind

Scharfenberger

Literatur

Einzelnachweise

  1. Eduard Belke, Alfred Bruns, Helmut Müller: Kommunale Wappen des Herzogtums Westfalen, Arnsberg 1986, ISBN 3-87793-017-4

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