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Haldern

Wappen Karte
fehlt noch
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Düsseldorf
Fläche: 26 km²
Postleitzahlen: 46459
Vorwahl: (02850)
Kfz-Kennzeichen: KLE
Webseite: www.haldern.de

Haldern ist ein Stadtteil der Stadt Rees (NRW) am unteren rechten Niederrhein. Der Ort hat über 5000 Einwohner.

Inhaltsverzeichnis

Gemeindegebiet

Zu Haldern zählen die Bauernschaften Helderloh, Heeren, Herken, Wittenhorst, Sonsfeld und Aspel.

Das Gemeindegebiet ist größtenteils sehr landwirtschaftlich geprägt. Größere Waldflächen befinden sich südöstlich des Dorfes. Zudem entstand durch jahrelangen Kiesabbau im südwestlichen Teil des Ortes das Naherholungsgebiet Reeser Meer.

Geschichte

Die Gründung von Haldern ist mindestens auf das Jahr 1040 zurückzuführen, als die Gräfin Irmgardis von Aspel die bis heute bestehende katholische Gemeinde St. Georg gründete. Um 1000 n. Chr. wurde die Burg Aspel erstmalig genannt. Erste Burgherren von Aspel waren Edelherr Richizo und sein Sohn und Nachfolger Godizo. Irmgardis von Aspel schenkte um 1075 dem Erzbischof von Köln die Herrschaft über Aspel. Um 1300 trat Haldern als Stadt auf (Siegel der Stadt Haldern von 1307). Haldern war bis 1975 selbstständige Gemeinde. Am 1. Januar 1975 wurde im Zuge des 2. kommunalen Neugliederungsprogramms die Gemeinde Haldern in die Stadt Rees eingegliedert. Haldern feierte 1990 das 950jährige Bestehen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

Sehenswerte Bauwerke sind die katholische Pfarrkirche St. Georg (Turm aus dem 13. und 15. Jh.), die evangelische Kirche (1783), das Wesendonksche Haus (Anfang 19. Jh.) sowie die Gaststätte „Doppeladler“ (19. Jh.). Nach einem Großbrand wurde diese im Jahre 2001 vollkommen zerstört und nach alten Bauplänen wieder aufgebaut. Der Battenbergturm, der zu den wenigen erhaltenen Wohntürmen im nördlichen Rheinland gehört, geht auf das Ende des 15. Jahrhunderts zurück.

Darüber hinaus liegt in der Bauernschaft Aspel das Haus Aspel, ein Schloss, welches heute als geistliches Zentrum und Kloster genutzt wird, mit einem schönen Landschaftspark und einer geschichtlich bedeutenden Motte. Dieser Burghügel lässt sich auf das 10. Jahrhundert datieren.

Open Air Festival

Das seit 1984 veranstaltete Halderner Open AirHaldern Pop“ hat das Dorf überregional bekannt gemacht. Die Festwiese, ein Reitplatz, wird Jahr für Jahr für tausende Besucher zum Zelten hergerichtet. Der Musikstil des Open Air Festival lässt sich als Rock und Pop gut beschreiben. Patti Smith, Guano Apes, H-Blockx, Bob Geldof, Franz Ferdinand, Heather Nova, Jan Delay, Kate Nash, Travis, Kings of Leon, Sportfreunde Stiller und Element of Crime und Roy Black sowie Gitte Henning wurden am Reitplatz alle schon begrüßt.

Das Haldern-Lied

Was die alten Linden rauschen,
mir ins frohe Herz hinein;
Immer wieder möcht' ich lauschen,
Lindendorf am Niederrhein.

Niemals kann ich dein vergessen,
wo ich wandre, wo ich bin;
Haldern, deine Linden rauschen
immer mir durch Herz und Sinn.

Deines Wappens tapfrer Reiter
möge Schutz und Schirm dir sein;
Immer blühe, nie vergehe,
Lindendorf am Niederrhein.

(Hermann Ludwig Blankenburg)

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Schienenverkehr

Der Bahnhof (richtigerweise: Haltepunkt) Haldern liegt an der zweigleisigen, elektrifizierten Hollandstrecke (DB-Kursbuchstrecke 420). Dort hält im Schienenpersonennahverkehr täglich im Stundentakt die Regionalbahn „Der Weseler“ (RB 35), die von Emmerich über Wesel und Dinslaken nach Duisburg, in der Hauptverkehrszeit nach Düsseldorf verkehrt. Bald soll aber eine dritte Schiene untergebracht werden, um den Verkehr von den anderen Schienen zu entlasten.

Straßen

Haldern wird durch die Bundesstraße B 8 an das Fernstraßennetz angebunden. Der Ortsteil Helderloh grenzt zudem noch an die A 3.

Persönlichkeiten

Literatur

Koordinaten: 51° 46' 30" N, 06° 27' 33" E