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Altbier

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Altbier (oft nur Alt genannt) ist eine dunkle obergärige Biersorte, die hauptsächlich am Niederrhein getrunken wird. „Altbier-Hochburgen“ sind Düsseldorf, Krefeld und Mönchengladbach. Die Wurzeln des Altbiers liegen in Westfalen und im angrenzenden Niedersachsen, wo das Altbier bis ins späte 19. Jahrhundert die einzig hergestellte Biersorte war. Der Name „Alt“ bezeichnet ein Bier nach alter, traditioneller Brauart.

Der Gärprozess findet bei einer höheren Temperatur statt als bei einem untergärigen Bier, da zu dem Zeitpunkt der Entwicklung von Altbier keine technische Kühlung existierte. Als diese Möglichkeit 1873 durch Carl von Linde entwickelt wurde, verbreitete sich die untergärige Brauweise, z. B. Pils, da keine aufwendigen Eiskeller mehr benötigt wurden, um die notwendigen tiefen Temperaturen während des Brauprozesses zu erhalten.

In den meisten Wirtschaften gab es seinerzeit beide Biere im Ausschank, das „neue“ Bier und das „alte“ Bier. In vielen deutschen Dialekten wird „Alt“ zu „Aal“ („Dat aale Bier“). Das im vor allem britischen Sprachraum gebräuchliche „Ale“ bezeichnet ebenfalls ein Bier obergäriger Brauart.

Die dunkle Farbe rührt von einem höheren Anteil Darrmalz her (es gibt Malz in allen Helligkeitsstufen von „Pilsner Malz“ (hell) bis „Farbmalz“ (sehr dunkel)), bei dessen Herstellung durch Röstung Farbstoffe entstehen.

Bis in die 1950er Jahre wurde Altbier auch als Düssel bezeichnet, bis die damalige Brauerei Düssel das aus markenrechtlichen Gründen untersagte.

In Düsseldorf selbst brauen noch die Hausbrauereien Füchschen, Schumacher, Schlüssel und Uerige. Seit 2006 gibt es im Düsseldorfer Stadtteil Unterbach eine weitere Altbierbrauerei, das Vereinshaus Unterbach.

Traditionell wird zur Fastenzeit und im Herbst ein Starkbier ausgeschenkt. Der Geschichte nach brauten damals Mönche heimlich (stikum/stike) dieses Altbier, es enthält sechs Volumenprozent Alkohol statt der normalen fünf Prozent. Das Stike-Alt, auch Latzen genannt, schmeckt zudem etwas würziger.

Das kommerziell erfolgreichste Altbier Deutschlands stellt die Brauerei Diebels in Issum am Niederrhein her. Die älteste ununterbrochen existierende Altbierbrauerei ist die Bolten-Brauerei in Korschenbroich bei Mönchengladbach, die seit 1266 das Altbier braut.

Deutsche Auswanderer haben das Altbier in alle Welt getragen. Ein außerhalb Deutschlands gebrautes Altbier ist zum Beispiel Pale-Ale der Eisenbahn-Brauerei in Blumenau/Brasilien. Beim Wettbewerb World Beer Cup gibt es eine Kategorie German-Style Brown Ale/Düsseldorf-Style Altbier.

Altbier ist die eigentliche Grundlage für das Biermischgetränk „Krefelder“, bei dem das Bier mit Cola gemischt wird. Altbier hat hier die Eigenschaft, die Cola nicht zum „Flocken“ zu bringen. Dieser Effekt tritt z. B. beim Mischen von Pils mit Cola bereits nach wenigen Minuten auf. Ein weiteres beliebtes Mischgetränk ist „Alt-Schuss“, bei dem Altbier mit Malzbier gemischt wird.

Dem Altbier ist ein Schlager gewidmet, das Düsseldorfer Altbierlied von Hans Ludwig Lonsdorfer, das auch in einer Punk-Fassung von der Band Die Toten Hosen interpretiert wurde.

Inhaltsverzeichnis

Altbiermarkt

In den letzten Jahren sah der Markt für Altbier folgendermaßen aus:

Pos. Marke Altbier-
absatz (hl)
1 Diebels 1.006.000 (im Jahr 2005)
2 Frankenheim 550.000 (im Jahr 2003)
3 Schlösser Alt 240.000 (im Jahr 2002)
4 Gatz 90.000 (im Jahr 2004)
5 Hannen Alt 60.000 (im Jahr 2004)
6 Rhenania Alt 50.000 (im Jahr 2002)

Bekannte Altbierbrauereien

Düsseldorf

Krefeld

Übriger Niederrhein

Westfalen

Übriges Deutschland

Ausland

Siehe auch

 Wiktionary: Altbier – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen und Grammatik
 Commons: Deutsche Biere – Bilder, Videos und Audiodateien