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Bundeswehrzentralkrankenhaus Koblenz

Das Bundeswehrzentralkrankenhaus (BwZKrhs) hat eine 49-jährige Tradition in Koblenz und wird immer noch als „das Lazarett“ bezeichnet. Es wurde 1952 von der französischen Armee erbaut und 1957 von der Bundeswehr übernommen. Mit der Öffnung für Zivilpatienten erfolgte 1970 die Umbenennung in „Bundeswehrzentralkrankenhaus Koblenz“. Seit 1987 ist das Bundeswehrzentralkrankenhaus mit 504 Betten akademisches Lehrkrankenhaus der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Mit insgesamt 18 verschiedenen Fachabteilungen und 13 angegliederten Ambulanzen ist das Bundeswehrzentralkrankenhaus das größte spezialisierte Krankenhaus der Bundeswehr, in dem Soldaten und Zivilpatienten gleichermaßen ambulant und stationär versorgt werden. Durch Kooperation mit dem Land Rheinland Pfalz auf dem Gebiet der Herz- und Gefäßchirurgie, der Zulassung für BG-Verfahren und andere Spezialisierungen gehört das Bundeswehrzentralkrankenhaus zu den Krankenhäusern der Schwerpunktversorgung. Ein besonderer Schwerpunkt liegt in der Akutversorgung von Notfallpatienten durch das Rettungszentrum in Verbindung mit der zentralen Notaufnahme. Das Rettungszentrum leistet einen Beitrag zur notärztlichen Versorgung im Großraum Koblenz durch den Betrieb des Rettungshubschraubers Christoph 23, eines eigenen Notarzteinsatzfahrzeugs und eines Intensivtransportwagens. Der strategische Lufttransport von Intensivpatienten mit dem Lazarett-Airbus rundet das Einsatzspektrum ab. Der Chefarzt ist momentan Generalarzt Dr. med. Christoph Veit.[1]


Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Im Zentralgebäude der Liegenschaft war vom 1. Juni 1955 bis zur offiziellen Übernahme durch die Bundeswehr am 2. Juli 1957 das französische André-Curtillat-Lazaret stationiert, das zuvor im "Truppenlager Andernach", der heutigen Krahnenberg-Kaserne, aufgestellt wurde.[2][3]

Am 1. Oktober 1970 erfolgte die Umbenennung von 'Zentrallazarett der Bundeswehr' in 'Bundeswehrzentralkrankenhaus Koblenz', um auch zivilen Patienten den Zugang zu ermöglichen. Seit dem 30. April 1987 ist das BwZKrhs akademisches Lehrkrankenhaus der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Am 23. April 1999 wurde die seit dem 29. Januar 1973 bestehende Luftrettung durch den ADAC übernommen.

Abteilungen und Einrichtungen

Das Krankenhaus verfügt über folgende Abteilungen:



Am Bundeswehrzentralkrankenhaus in Koblenz ist der Rettungshubschrauber Christoph 23 (Betreiber: ADAC) stationiert, welcher im Rahmen einer zivil-militärischen Zusammenarbeit betrieben wird. Maschine sowie Pilot werden von der ADAC Luftrettungs GmbH gestellt, während das Rettungsdienstpersonal, also Notarzt und Rettungsassistent, weiterhin von der Bundeswehr gestellt wird. Darüber hinaus existiert seit einiger Zeit auch ein ITW (Intensivtransportwagen), welcher vorher als NAW (Notarztwagen) genutzt wurde, und ein eigenes NEF (Notarzteinsatzfahrzeug), die beide am öffentlich-rechtlichen Koblenzer Rettungsdienst teilnehmen. Sämtliche Rettungsmittel sind unter dem Oberbegriff „Rettungszentrum Koblenz“ vereint.

Das Krankenhaus besitzt eine eigene Krankenhausapotheke, eine Wäscherei sowie einen Zentralsterilisation. Das BwZKrhs verfügt auch über eine automatische Warentransportanlage für die Krankenhausversorgung. Transportiert werden Versorgungsgüter (Verbrauchstoffe, Medikamente, Reinwäsche und Sterilgut) sowie Entsorgungsgüter (Abfall, Schmutzwäsche). Die Essensversorgung der Patienten wird ebenfalls über diese Anlage abgewickelt.

Chefärzte

Nr. Name Beginn der Berufung Ende der Berufung Dienstgrad
1 Dr. Norbert Breidenbach seit Aufstellung September 1966 Generalarzt
2 Dr. Helmut Dittler Oktober 1966 September 1971 Generalarzt
3 Dr. Leo Nonn Oktober 1971 März 1975 Generalarzt
4 Dr. Kurt Felkl April 1975 März 1979 Generalarzt
5 Prof. Dr. Dr. Franz Xaver Gärtner April 1979 März 1982 Generalarzt
6 Dr. Albert Richarz April 1982 März 1984 Admiralarzt
7 Dr. Ernst Müller April 1984 März 1989 Admiralarzt
8 Dr. Klaus-Theodor Fliedner April 1989 März 1993 Admiralarzt
9 Dr. Björn Mirow April 1993 September 1998 Generalarzt
10 Prof. Dr. Herbert Frößler Oktober 1998 Oktober 2001 Generalarzt
11 Dr. Verena von Weymarn November 2001 Juli 2004 Generalarzt
12 Dr. Christoph Veit August 2004 Generalarzt

Verweise

Quellen

  1. Bundeswehrzentralkrankenhaus: Qualitätsbericht 2006, 18.02.08
  2. Dr. H. Lamberti: Geschichte der Krahnenbergkaserne
  3. Bundeswehrzentralkrankenhaus: Geschichte der Garnisonslazarette - 1957 Feierliche Übernahme, 23.08.2006

Weblinks