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Outback

Als Outback bezeichnen Australier Regionen, welche fernab der Zivilisation liegen. Es umfasst beinahe drei Viertel der Fläche Australiens und erstreckt sich hauptsächlich über das Northern Territory und Western Australia sowie Teile von Queensland, New South Wales und South Australia.

Die unterschiedlichsten Landschaftsformationen und Klimazonen sind unter diesen Begriff zu subsumieren. Weite Gebiete des extrem trockenen Outbacks Westaustraliens, wo manchmal jahrelang kein Regen fällt und im Sommer Temperaturen über 50° C herrschen, sind völlig unzugänglich. Das Outback von Queensland hingegen besteht zum Teil aus unberührtem tropischen Regenwald. Touristisch gut erschlossen sind die Regenwälder des Top End, der Kakadu-Nationalpark sowie die Wüsten des Red Centre mit dem Uluru–Kata-Tjuta-Nationalpark, in dessen Zentrum sich der berühmte Monolith Uluru, auch Ayers Rock genannt, befindet; bekannt sind auch die Karlu Karlu (Devil's Marbles).

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Man schätzt, dass das Innere Australiens seit ca. 50.000 Jahren von Aborigines bewohnt ist, die über eine Landbrücke aus Südostasien / Indonesien eingewandert sind. Die geschichtswissenschaftliche Erkundung beginnt mit den ersten Streifzügen europäischer Entdecker durch das Innere des Kontinents:

Infrastrukturelle Charakteristika

Begriffsverständnis

Im touristischen Sprachgebrauch außerhalb Australiens hat sich das Verständnis des Red Centre als pars pro toto für das Outback durchgesetzt, weil dieses durch gute infrastrukturelle Erschließung nicht nur für Globetrotter, sondern auch für Pauschaltouristen zugänglich geworden ist.

Für Australier ist das Outback ein sehr dehnbarer Begriff, dessen Auslegung je nach Wohnort stark variiert. So gehören z. B. für die Einwohner der Metropole Sydneys bereits die Blue Mountains (ca. 60 km westlich von Sydney), Wollongong (ca. 100 km südlich von Sydney) und Newcastle (ca. 100 km nördlich von Sydney) zum Outback (in the bush). Alice Springs gibt sich touristisches Outback-Flair, versteht sich aber unter der einheimischen Bevölkerung nicht als Outback.

Von der Verwendung des Begriffs her lässt sich das Outback mit der argentinischen Pampa, dem südafrikanischen High Veld oder dem neuseeländischen High Country vergleichen. Das echte Outback sind die autarken Gemeinschaften abseits der urbanen Zentren und Selbstversorgungs-Farmen. Sehr oft wird das Wort "Outback" auch im Rundfunk verwendet, um beim Verkehrsfunk das Umland von größeren Städten zu bezeichnen.