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Mater Dolorosa

Mater Dolorosa ist lateinisch und bedeutet „Schmerzensreiche Mutter“. Mater Dolorosa ist ein Begriff aus der Marienverehrung. Gemeint ist die Mutter Jesu, Maria. Es gibt seit dem Mittelalter viele bildliche Darstellungen vom Kreuzestod Jesu mit seiner Mutter, der Mater Dolorosa. Neben dem gregorianischen Stabat mater aus dem 13. Jahrhundert gibt es auch neuere Kompositionen und Übersetzungen („Christi Mutter stand mit Schmerzen“), für den Gebrauch in der Liturgie und im Konzertsaal.

Inhaltsverzeichnis

Entstehung der Abbilder der Mater Dolorosa

Die Beweinung Christi

Das Bildnis einer Beweinung Christi findet sich erstmals in der byzantinischen Kunst im 11. Jahrhundert auf einem Elfenbeinrelief als Bindeglied zwischen der Kreuzabnahme und der Höllenfahrt. Sie zeigt aber nur die den tot am Boden liegenden Jesus. In späteren Darstellungen kommen auch Personen dazu, die um Jesus trauern, wie z. B. Maria, Maria Magdalena und einige Jünger. Schließlich erhält Maria mehr Bedeutung und wird in die Mitte des Bildes gesetzt, die ihren Sohn auf dem Schoß oder in den Armen hält. Dieser Ausschnitt wurde aus der ganzen Darstellung herausgenommen und entwickelte sich ab dem 12. oder 13. Jahrhundert weiter zur „Pieta“ oder zum „Vesperbild“.

Das Vesperbild (Die Pietà)

Die ersten Werke einer Pietà, d.h. wie oben schon beschrieben einer Darstellung Marias mit ihrem verstorbenen Sohn im Arm oder Schoß, gibt es im europäischen Raum ab circa 1300, wobei schon ab dem 11. Jahrhundert die Beweinung Christi als Bindeglied zwischen Kreuzabnahme und Höllenfahrt in der Byzantinischen Kunst dargestellt wird. Dieses Bildnis wird entweder „Mater Dolorosa“, als Anlehnung an die erste Zeile des „Stabat Maters“, „Pietà“, als Abkürzung für „Maria sanctissima della pietà“, oder „Vesperbild", was vermutlich auf die Karfreitagsvesper zurückgeht, in der man die Beweinung Christi meditierte. Natürlich ändert sich der Bildtypus des Vesperbilds im Laufe der Zeiten. Zuerst hat man versucht die weinende und schmerzerfüllte Gottesmutter klagend darzustellen, ebenso wie ihren Sohn, aus dessen Wunden Blut tropft. Wichtig war auch, dass man die Wunden sehen konnte, um sie zu verehren. Dieser Typus wird das „schmerzvolle“ Vesperbild genannt. Die Entwicklung zur „schönen“ Pieta vollzieht sich ab dem 14. Jahrhundert. Sie zeigt Maria als junge, schöne Frau, die gefasst und ruhig ist in ihrer Trauer ist. Jesus wird ebenso als junger, schöner Mann dargestellt, der kaum verletzt ist und aus dessen Wunden auch kein Blut tropft. Die wohl bekannteste Darstellung einer Pietà ist die von Michelangelo im Petersdom.

Bekannte Abbilder der Mater Dolorosa

Darstellungen der trauernden Gottesmutter gemeinsam mit dem toten Christus werden - der italienischen Tradition gemäß - als Pietà bezeichnet.

Einrichtungen

Einige - vorwiegend katholische - Kirchen, Gemeinden und andere Einrichtungen tragen ihren Namen:

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. http://coventrycathedraltour.org.uk/images/features/virgin_mary.jpg
  2. Karmel Mater Dolorosa - Maria Jeutendorf
  3. Mater Dolorosa Berlin-Buch
  4. Mater Dolorosa Berlin-Lankwitz
  5. Mater Dolorosa Biesfeld