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Ganges

Dieser Artikel erläutert den Fluss Ganges; zu anderen Bedeutungen siehe Ganges (Begriffsklärung).

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Ganges

Der Ganges und seine Zuflüsse

Daten
Lage Asien, Indien, Bangladesch
Länge 2.511 km
Zusammenfluss Alaknanda und BhagirathiVorlage:Infobox Fluss/QUELLKOORDINATE_fehlt
Mündung Indischen OzeanVorlage:Infobox Fluss/MÜNDUNGSKOORDINATE_fehlt
Flusssystem Ganges

Der Ganges (Sanskrit, f., गङ्गा, Gaṅga) ist ein 2.511 km langer Fluss bzw. Strom in Indien und Bangladesch (Asien) und der heilige Fluss der Hindus.

Er entsteht im indischen Garhwal (im Südwesten des Himalaya) durch den Zusammenfluss von Alaknanda und Bhagirathi; von diesen ist der zuletzt genannte der längere der beiden Hochgebirgs-Quellflüsse.

Von der „Flusshochzeit“, die noch in Garhwal stattfindet, fließt er zumeist in südöstlicher Richtung durch Indien in das Bengalische Tiefland. Dort gelangt der Ganges nach Bangladesch, wo er mit dem Brahmaputra-Hauptarm Jamuna zusammen- und als Padma weiterfließt. Er bildet daraufhin in Vereinigung mit dem Meghna das Gangesdelta von ca. 350 km Länge, eines der größten Mündungsdeltas der Welt. Hier finden sich auch weitflächige Mangrovensümpfe, die sogenannten Sundarbans. Der Ganges mündet schließlich in den Golf von Bengalen und damit in den Indischen Ozean.

Auf dem Ganges ist zwar Binnenschifffahrt möglich, sie hat jedoch keinerlei Verkehrsbedeutung. Die größten Städte am Ganges, dessen Einzugsgebiet 1.016.104 km² umfasst, sind Kanpur, Varanasi, Patna, Kolkata und Khulna.

Den meisten indischen Religionen ist die Ganga, wie Inder den Ganges nennen, heilig. Das Bad in ihm soll von Sünden reinigen und verspricht Absolution. Viele Hindus wollen nach Möglichkeit am Ganges sterben - vorzugsweise in Varanasi - und ihre Asche im Fluss verstreut wissen.

Inhaltsverzeichnis

Geologie der Gangesebene

Das breite Gangestiefland trennt die Gebirgsumwallung von der Scholle des Dekkan und bildet eine von mächtigen jungen Sedimenten aufgeschüttete Vortiefe des Faltengebirges.

In flach eingesenktem breitem Tal strömt der Ganges dahin, schwillt zur Zeit der Monsunregen stark an und bedroht die Ansiedlungen, wechselt häufig seinen Lauf und baut schließlich zusammen mit dem Brahmaputra ein riesiges Delta von etwa 80.000 Quadratkilometern Fläche auf.

Das Deltagebiet des Ganges ist eine amphibische Landschaft. In den Mangrovenwäldern der Küstenregion, den Sundarbans, wird nicht nur zur Monsunzeit durch Hochwässer der Flüsse, sondern auch durch die starken Gezeiten das Wasser in dauernder Bewegung gehalten. Oft sind auch die flachen Sandrücken zwischen den zahlreichen Mündungsarmen von Überschwemmungen bedroht. Erst der große Landmangel hat zu einer zunehmenden Besiedlung dieser fiebergefährdeten Deltagebiete geführt.

Ökologie

Der Ganges ist der Lebensraum des seltenen und wenig erforschten Gangesdelfins sowie des Gangeshais, über den ebenfalls nur wenig bekannt ist.

Die Verschmutzung des Flusses ist enorm: Täglich werden über 1,2 Mrd. Liter vergiftetes Abwasser eingeleitet, allein in Kolkata 320 Mio. Liter in den Gangesarm Hugli. Die Belastung durch Kolibakterien ist 2000-mal höher als in Indien erlaubt. In jedem Tropfen Wasser wimmelt es nur so von Cyaniden, Arsenen, Blei, Zink, Chrom und Quecksilber, von Exkrementen und Leichenresten, von Milliarden Cholera- und Typhusbazillen. Selbst Malaria erregende Moskitos brüten dort nicht mehr. Jeder Tropfen Gangeswasser ist ein Generalangriff auf den menschlichen Organismus.

1985 startete die indische Regierung einen Aktionsplan (Ganga Action Plan)[1], der das Ziel hatte, die Verschmutzung zu bekämpfen. Viele Millionen US$ wurden in den Bau der Anlagen gesteckt, aber für den Betrieb ist kein Geld vorhanden. Wassertests beweisen, dass sich nicht viel geändert hat.

Die großen Städte entlang des Ganges beziehen 70 Prozent ihres Trinkwassers aus dem Fluss. Erst die Aktivitäten der Umweltschützer („Eco Friends“) brachten das größte Problem zutage: Die Entsorgung von Leichen im Ganges. Zu Beginn der Aktion wurden täglich 170 Leichen aus dem Fluss gezogen.

Außerdem funktionieren nur wenige Kläranlagen effektiv. Im Einmannbetrieb wird der grobe Müll entfernt. Dennoch vermischt sich halbwegs gereinigtes Wasser unterhalb der Anlage wieder mit chemischen Abfällen.

Siehe auch

Einzelnachweis

  1. Ganga Action Plan

Literatur