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Wide Field Infrared Explorer

Wide Field Infrared Explorer (WIRE) war ein an technischen Problemen gescheitertes Weltraum-Infrarotteleskop der NASA.

WIRE verfügte über ein mit festem Wasserstoff auf unter 14 Kelvin gekühltes 30-cm-Teleskop. Wissenschaftliches Instrument war eine Kamera für Wellenlängen von 12 und 25 µm. WIRE sollte unter anderem zehntausende Infrarotgalaxien bei hoher Rotverschiebung entdecken und damit zum Verständnis der Entwicklung von Galaxien beitragen.

WIRE wurde am 4. März 1999 mit einer flugzeuggestützten Pegasus-Rakete gestartet und gelangte erfolgreich in eine niedrige Erdumlaufbahn. Durch zu frühes Absprengen der Instrumentabdeckung geriet der Satellit zeitweise außer Kontrolle und verbrauchte innerhalb weniger Tage das Kühlmittel. WIRE konnte damit seine ursprünglichen Aufgaben nicht erfüllen.

Mit dem eigentlich nur zur Nachführung des Teleskops vorgesehenen Sternsensor wurden dennoch Ergebnisse erzielt. Durch Suche nach geringen Helligkeitsschwankungen in langen Beobachtungen von Sternen konnten nach den Methoden der Asteroseismologie Strukturparameter dieser Sterne bestimmt werden.